Seit bald sechs Jahren fliegt das kühlschrankgrosse Teleskop um die Erde. Im Blick: ferne Planeten, viele Lichtjahre weg von uns. Cheops wurde an der Universität Bern gebaut und erforscht bereits gefundene Exoplaneten genauer.
Fliegt ein Exoplanet genau vor seinem Stern durch, verdunkelt er dieses Sternenlicht ganz leicht. Bei diesem sogenannten Transit kann mit den Instrumenten an Bord von Cheops die Grösse des Planeten berechnet werden. Planeten in der Grösse von eins bis sechs Erdradien sind dabei das Hauptziel.
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Bild 1 von 4. Eiförmiger Planet «Rugby». Der Planet mit dem eigentlichen Namen «WASP-103b» rast in gut 24 Stunden um seinen Stern – und ist riesig, nämlich fast doppelt so gross wie Jupiter. Die enormen Kräfte, die auf den Planeten wirken, führen zur starken Deformation, die ihn wie einen Rugbyball aussehen lassen. (Künstlerische Darstellung). Bildquelle: ESA.
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Bild 2 von 4. In Resonanz um den Stern. Ein Kuriosum, 100 Lichtjahre von uns entfernt. Die Umlaufzeiten der Planeten sind so, dass sie sich alle paar Drehungen um ihren Stern auf einer Linie befinden. Das wird als «Resonanz» bezeichnet und ist nur in etwa einem von hundert Planetensystemen zu finden. (Künstlerische Darstellung). Bildquelle: Thibaut Roger/NCCR PlanetS.
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Bild 3 von 4. Eine unerwartete Reihenfolge. In Sonnennähe Gesteinsplaneten, weiter draussen dann Gasplaneten – so die gängige Theorie. Im System LHS 1903 folgt aber auf Gasplaneten erneut ein Gesteinsplanet, gemäss Messungen mit Cheops. Grund genug, gängige Theorien zu hinterfragen. (Künstlerische Darstellung). Bildquelle: ESA.
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Bild 4 von 4. Metallwolken in der Atmosphäre. Die Erde reflektiert etwa 30 Prozent des Sonnenlichts. Doch der Planet LTT9779 b bringt es auf 80 Prozent Reflexion, fast wie ein Spiegel. Metallische Wolken sind dafür verantwortlich, sie bestehen aus Silikaten und Metallen wie Titan. (Künstlerische Darstellung). Bildquelle: Ricardo Ramírez Reyes (Universidad de Chile).
Dabei wurden mehrere Kuriositäten entdeckt, etwa ein zusammengedrückter Planet, der die Form eines Rugbyballs hat – oder ein Planetensystem, das in wunderlicher Weise alle Planeten immer wieder synchron auf einer Linie aufreiht, wie in einem mathematischen Tanz.
Günstig hält länger
Die Cheops-Mission ist eine Mission mit kleinem Budget, geplant als sogenannte S-Mission («small»). Ihre Lebensdauer war darum nur für rund drei Jahre vorgesehen – geht jetzt aber schon in die zweite Verlängerung.