Die nachfolgenden Aussagen und Empfehlungen ersetzen nicht die individuelle Abklärung oder Diagnose bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Chat-Protokoll
Guten Abend Bin 65 und plötzlich kommen wieder Hitzewallungen. Bis 58 hatte ich meine Tage, dann durch ein grösseres Myom die Gebärmutter entfernt. Es folgte Östogengel, wo sich die Wallungen ausgeschlichen haben. Jetzt schleichen sie sich wieder ein, nach ca. Jahren Pausen. Vor fünf Jahren Anuskrebs, jetzt abgeschlossen. Geht das mit den Hitzewallungen nun so weiter oder muss ich da was beachten?
Lea Köchli: Wenn Sie den Gel noch nicht so lange gestoppt haben (unter 5 Jahren), könnten Sie sich überlegen diesen nochmals zu beginnen. Ihre Krebserkrankung ist diesbezüglich kein Problem. Es gibt aber auch nicht hormonelle Medikamente (NK1-Blocker), welche gut gegen das Schwitzen helfen.
Hallo, gibt es irgendwas, das man gegen diese unsäglichen Hitzewallungen tun kann? Hormon, Menopausenbedingt.
Roland Braneti: Ja, man kann zunächst eine pflanzliche Therapie, z.B. mit Traubensiilberkerzen-Extrakt probieren. In manchen Fällen hilft auch Akupunktur, Sport, das Verzichten auf Rauchen. Wenn dies unzureichend ist, kann auch eine hormonelle Therapie erwogen werden.
Mehrere Symptome treffen bei mir zu, besonders Stress. Wo kann ich Cortisol testen lassen? Und kann man Cortisol natürlich beeinflussen?
Johannes Kliebhan: Cortisol kann im Blut getestet werden. Zum Ausschluss eines Cortisol-Überschusses ist jedoch ein funktioneller Test (sogenannter Dexamethason-Hemmtest) nötig. Dieser kann bei Ihrem/r Hausarzt/ärztin oder bei einem Endokrinologen durchgeführt werden. Schlaf, Bewegung und Tagesrhythmus beeinflussen potenziell den Cortisolspiegel, jedoch fällt dies bei pathologisch erhöhtem Cortisolspiegel nicht mehr stark ins Gewicht.
Gibt es einen Test den man machen kann, um zu schauen, ob alle Hormone im Gleichgewicht sind? Wie merkt man, ob eines nicht ok ist, wenn man Richtung Wechseljahre geht und bei welchem Arzt bekommt man Hilfe?
Lea Köchli: Hormontests haben in der Perimenopausen Abklärung keinen Stellenwert. Ich empfehle den Frauen das Buch Woman on Fire zu lesen. Es hilft aufzuklären und zu lernen, was man wann tun soll. Es gibt auch gute Podcasts zur Perimenopause.
Guten Tag Wen man (w, 43) seit Monaten regelmässig nicht mehr durchschlafen kann, 1-2 Migräne Anfälle in einem Monat hat, explosionsartige Stimmungsschwankungen hat, hauptsächlich am Bauch an Umfang zugenommen hat (sieht aus wie in der Schwangerschaft) obwohl an der Ernährung nichts geändert wurde und trotzt Sport sich das Gewicht kein stück nach unten bewegt. Welche Hormone können getestet werden und/oder bei welchem Arzt soll man anklopfen und das Thema anschlagen?
Johannes Kliebhan: Die von Ihnen genannten Symptome können unterschiedliche Ursachen haben. Aus hormoneller Sicht empfiehlt sich die Kontrolle der Schilddrüsenfunktion. Ausserdem sollte ein Überschuss an Wachstumshormon und Cortisol ausgeschlossen werden. Dies sollte idealerweise durch einen Hormonspezialisten erfolgen.
Guten Tag, Ich w, bin 50 Jahre alt und habe seit ein paar Wochen diffuse Symptome wie Rauschen/ Pfeifen im Kopf, habe ein Gefühl von Stress obwohl ich keinen Stress habe und vergesse Namen. Ist es möglich, dass dies nun plötzliche Symptome der Wechseljahre/ Hormonelle Veränderungen sind? Ich nehme seit zwei Jahren Zenzi Gynial wegen sehr langer Periode mit kurzer Pause. Habe seitdem keine Mens mehr. Vielen Dank für Ihre Antwort!
Lea Köchli: Ich rate Ihnen einen Auslass-Versuch zu machen um zu sehen, ob Sie noch bluten. Ich denke Sie sind in einen Oestrogenmangel «gerutscht». Wenn Sie nach Absetzen (auf Verhütung trotzem noch achten) nicht mehr bluten, brauchen Sie eher eine Hormonersatztherapie, idealerweise eine bioidente. Wenn die Blutung wieder einsetzt, können Sie Zenzi Gynial mit etwas bioidentem Oestrogen als Gel täglich kombinieren. Natürlich nur, wenn das bei Ihnen medizinisch erlaubt ist.
Grüezi. Ich bin 47 Jahre alt, weiblich und habe diagnostiziert seit zehn Jahren Hashimoto. Ich nehme täglich Euthyrox 50. Hat Hashimoto einen Einfluss auf die Wechseljahre oder auf die Hormonbildung? Ausser Gewichtszunahme die ich heute einigermassen im Griff habe, habe ich keine Symptome. Muss ich etwas beachten in Verbindung zu den kommenden Wechseljahren? Leider habe ich das Gefühl, dass sehr viele Hausärzte und auch meine Frauenärztin oft überfordert sind. Ich musste nur schon für den Befund Hashimoto mehrere Ärzte aufsuchen, bis ich dann endlich die Diagnose bekam. Auch auf die oben genannte Frage bekomme ich von meinen Ärzten keine Antwort. Vielleicht von Ihnen. Herzliche Grüsse.
Claudia Maushart: Die Einstellung der Schilddrüsen-Hormontherapie wird normalerweise durch den Eintritt der Menopause nicht relevant beeinflusst.
Ich bin sehr nah am Wasser gebaut ab und zu einfach zum losheulen. Manchmal keine Nerven mehr und Wutausbrüche Sehr sehr starke Schmerzen bei den Tagen bei 10. An bestimmten Tagen Schokoladen- Süssigkeiten Heisshunger. Trockene Haut und Haar Ausfall.
Lea Köchli: Sie scheinen die zyklischen Hormon-Schwankungen stark zu spüren. Man könnte versuchen, mit einer regelmässigen Einnahme von Mönchspfeffer diese Symptome zu verbessern. Falls bei Ihnen nichts dagegen spricht, könnte man auch eine hormonelle Verhütung einsetzten um die Hormonschwankungen etwas zu regulieren, das würde auch gegen die starken Schmerzen helfen. Das müsste jedoch mit Ihrem Arzt/Ärztin besprochen werden.
Guten Tag Ich bin seit kurzem das zweite Mal Mama geworden, dies mit 38 Jahren. Ich stille noch voll. Ist es sinnvoll Untersuchungen des Hormonhaushalts nach dem Abstillen zu machen? Ich höre nämlich auch immer wieder davon, dass sich in meinem Alter grundsätzlich der Hormon Haushalt verändert (ähnlich wie in der Meno Pause). Danke schon im Voraus. und herzliche Grüsse
Lea Köchli: Guten Abend, ich rate Ihnen nach dem Abstillen den regulären Menstruationszyklus zu beobachten. Nur wenn dieser sehr unregelmässig wäre oder die Menstruation gar nicht einsetzt, kann man die Hormone anschauen. Meist ist das aber nicht nötig. Da viele Frauen mit kleinen Kindern eh nicht eine ideale Nachtruhe haben, fallen die ersten klimakterischen Beschwerden wie Schlafprobleme sogar erst später auf.
Bei mir (30F) wurde ein deutlich erhöhter Wert von IGF-1 festgestellt, das Wachstumshormon wurde aber bei dem Glukose-Test gut supprimiert. Ich habe keine Akromegalie-Symptome, nur Akne und Tachycardie. Muss ich noch etwas übernehmen?
Johannes Kliebhan: Ein erhöhte IGF-1 muss nicht automatisch mit einer Akromegalie assoziiert sein und auch nicht zwingend Krankheitswert haben. Die genannten Symptome sind nicht typischerweise mit einem erhöhten Wachstumshormon assoziiert, hier sollte zum Beispiel die Schilddrüse kontrolliert werden. Bzgl. des erhöhten IGF-1 sollte im Verlauf zum Beispiel in einem Jahr eine Kontrolle durchgeführt werden – insbesondere auch altersentsprechende und assayspezifische Referenzwerte müssen hier beachtet werden.
Ich bin eine 75jährige gesunde Frau, nun möchte ich Melatonin einnehmen für einen guten, tiefen Schlaf und auch für die Zirbeldrüse. Ist es so, dass bei älteren Menschen das Melatonin abnimmt? Wieviel Melatonin kann ich täglich einnehmen?
Johannes Kliebhan: Tatsächlich nimmt das Melatonin im Alter ab und der Schlaf wird oft leichter. Melatonin kann hierbei helfen, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu stabilisieren. Zu Beginn sollte die Dosis mit ca. 1 mg gering gehalten werden und bei Bedarf auf bis zu 5 mg aufdosiert werden.
Wie kann sich bei einer Frau ein Hormonungleichgewicht auf den Zyklus einerseits und die allgemeine Stimmung andererseits auswirken bzw. welche Gefahren gibt es bei einem Ungleichgewicht?
Lea Köchli: Das kann man nicht so pauschal sagen. Das kommt drauf an, was für ein Hormonungleichgewicht. Schilddrüse, Geschlechtshormone?
ich bin 35 jhre alt. 3 kinder zwischen 1 und 5. jeder zyklus ist sehr anders von den beschwerden her. manchmal nichts, manchmal nur bisschen müde/ schlechte laune vor tag 1. manchmal 2 wochen weltuntergangsstimmung. manchmal um den eisprung rückenschmerzen, depressive verstimmung, häufig auch soziale kontakte anstrengend empfinden. haben sie tipps? ev. pflanzliche medikamente? oder sind das schon wechseljahre? zyklus ansonsten ziemlich regelmässig 27-32 tage meist 28/29
Lea Köchli: Die von Ihnen beschriebenen Symptome passen zu einem zunehmenden prämenstruellen Syndrom, was wir oft vor dem 40. LJ beobachen, bevor die Hormone dann richtig starken Schwankungen ausgesetzt sind. Sie könnten es mit Mönchspfeffer probieren. Wenn psychische Symptome im Vordergrund sind, auch mal mit Johanniskraut. Es gibt dann noch eine Steigerungsform des PMS, das PMDD. Da sind sehr starke psych. Symptome und ausschliesslich psych. Symptome vorhanden. Da würde man dann eher zu einer zyklischen Antidepressiva-Therapie greifen, was wir Gynäkologen verschreiben können.
Mit ca. 60 Jahren begann ich, Oestrogel (2 Hub), Utrogestan 100 mg (2 abends) sowie Oestro-Gynädron (2 mal die Woche) einzunehmen. Ich bin fit, sportlich, schlank, gesund, glaube und merke, dass die Hormone mir rundum gut tun. Nun, mit 66 Jahren, rät mir die Frauenärztin, die Hormone «auszuschleichen», Oestrogel auf 1 Hub morgens zu reduzieren. Das mache ich, würde jedoch eine längerfristige Weitereinahme dem Absetzen vorziehen. Dagegen spricht ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen sowie ein steigendes Krebsrisiko. Besten Dank für Ihre Einschätzung betreffend längerfristiger Einnahme bioidentischer Hormone im Alter.
Lea Köchli: Man muss bei einer Fortführung der Therapie Nutzen und Risiken gegeneinander abwägen. Sie haben ein leicht steigendes Brustkrebsrisiko, wenn Sie die Hormone längerfristig einnehmen, das liegt aber im Bereich des Risikos durch Lifestyle-Faktoren wie Übergewicht oder regelm. Alkoholkonsum. Ist also klein. Profitieren wird Ihr Knochen, sowie Ihre Gefässe. So wie ich Ihre Situation einschätze, spricht nicht viel dagegen, weiterzumachen. Sie können auch noch auf ultra low dose reduzieren, wenn Sie nur 1 Hub Gel und nur 100mg Utrogestan nehmen.
Betreff: Problematik bei der Hormonersatztherapie – Medizinische Notwendigkeit von Pflastern statt Gel Guten Abend ich wende mich an Sie, da ich bei meiner Hormonersatztherapie vor einer grossen Herausforderung stehe. Als ich die Behandlung mit Östrogen-Gel begann, kam es bei meinem damals 7-jährigen Sohn zu einer unbeabsichtigten Mitbehandlung. Nach ausführlicher Abklärung wurde durch die Endokrinologin zweifelsfrei festgestellt, dass der Kontakt mit dem Gel bei ihm zu einem vorzeitigen Brustdrüsenwachstum geführt hat. Trotz dieser klaren Diagnose der Endokrinologin begegnen mir Gynäkologen oft mit Skepsis. Da mein bisheriges Ersatzpflaster aktuell nicht lieferbar ist, bin ich gezwungen, wieder auf das Gel zurückzugreifen – was aufgrund der Sicherheitsrisiken für mein Kind mit enormem Stress und extremen Vorsichtsmassnahmen verbunden ist. Da die Krankenkasse die Kosten für das Pflaster nicht übernimmt, sehe ich hier dringenden Redebedarf. Es kann nicht sein, dass eine medizinisch sicherere Alternative aufgrund von Lieferengpässen oder Kostenübernahmen verweigert wird, wenn die Gesundheit eines Kindes nachweislich gefährdet wurde. Wie schätzen Sie diese Situation ein und welche Möglichkeiten der Unterstützung gibt es? Herzlichen Danke
Lea Köchli: Dass das Pflaster vom Markt genommen wurde ist ein Skandal, auch für uns. Es gibt jedoch neu den Lenzetto Spray. Sie können einen Pumpspray auf die Unterarm Innenseite anwenden. Er zieht viel schneller ein als das Gel. Oder Sie verwenden das Gel z.B. auf dem Gesäss, wo man bei Anwendund morgens weniger in Kontakt kommt mit Kindern, Haustieren, Ehemännern.
Guten Abend Ich leide seit 3/4 Jahren an Schwindel. Bisher konnte mir niemand helfen. MRI unauffällig, Neurologisch gesund, Blutbild i.O. Akupunktur und Physio halfen nicht. Jetzt noch Atloslogie. Kann es sein, dass Hormone der Grund sind? Alter: 50
Johannes Kliebhan: Schwindel als einziges Symptom einer hormonellen Dysbalance ist ungewöhnlich, kann jedoch zum Beispiel im Rahmen der Menopause oder bei Schilddrüsen-Funktionsproblemen auftreten. Dies kann im Blut einfach getestet werden.
Guten Abend Vor einem halben Jahr wurde mir weiblich 67.Jahre alt einseitig ein gutartiger Schilddrüsen Kropf operativ entfernt. In kürze wird eine Blutuntersuchung gemacht ob die verbleibende hälfte der Schilddrüse genügend Hormone produziert. ich habe an Gewicht zugenommen leide an chronischer Verstopfung und friere ständig Besten Dank für ihren Rat und freundliche Grüsse
Claudia Maushart: Nach einer Entfernung eines Schilddrüsenlappens ist bei ca. 50- 70 Prozent der betroffenen Personen keine unmittelbare Schilddrüsenhormon-Ersatztherapie notwendig.
Perimenopause: Die Frauenärztin macht trotz Symptomen der Perimenopause keinen Hormonstatus, weil dieser unzuverlässig sei, solange noch ein Zyklus vorhanden sei. Welche Möglichkeiten gibt es denn sonst noch, Symptome der Perimenopause zuzuordnen? Gelten hier nur die Aussagen der Patientin, auf Basis derer eine HRT gemacht wird? Was, wenn die Symptome doch nicht perimenopausal bedingt sind – übersieht man dann nicht evt. andere Erkrankungen? Ich fühle mich mit meinen Symptomen alleingelassen und möchte nicht «auf gut Glück» eine HRT machen, nur «um es auszuprobieren».
Roland Braneti: Um Symptome der Perimenopause abzuklären, ist es nicht zwingend nötig, einen Hormonstatus durchzuführen. Es ist tatsächlich so, dass eine solche Untersuchung häufig nur bedingt eine Aussage über die Notwendigkeit einer Hormonersatztherapie (HRT) machen kann. Es muss das gesamte Bild betrachtet werden (Regelmässigkeit des Zyklus, weitere Erkrankungen etc.). Anhand dieser Informationen wird dann entschieden, ob weiterführende Abklärungen sinnvoll sind, oder nicht.
Guten Tag Ich, w, 39-Jahre, glaube, dass mein Hormonhaushalt relativ sensibel ist und frage mich teilweise ob weitere Abklärungen sinnvoll wären. Aufgrund intensivem Sports hatte ich einige Jahre eine funktionelle hypothalamische Amenorrhö, wobei ich ab und zu eine Periode ( 1 – 2x im Jahr) hatte. Seit ich weniger intensiv Laufe und mehr Kraftsport betreibe ist meine Regel wieder zurückgekehrt (nun ca. seit 1. Jahr wieder monatlich). Nun habe ich jedoch das Gefühl, dass ich bereits Symptome der Perimenopause verspüre und ich frage mich, ob diese aufgrund meiner FHA früher einsetzen kann? Zudem mache ich mir Sorgen über die Zukunft. Mir ist Sport sehr wichtig und aktuell besonders der Kraftsport. Ich möchte wegen der bevorstehenden Hormonumstellung nicht an Muskelmasse verlieren. Testosteron bei Frauen ist jedoch für mich ein etwas undurchsichtiges Thema und scheint viele Nebenwirkungen haben zu können. Was würden sie mir raten, wie ich am besten vorgehe?
Lea Köchli: Es ist schon mal gut, dass Sie mit Ihrem aktuellen Lifestyle regelmässig menstruieren. Das heisst, Ihr Gehirn muss nichts unternehmen um Sie zu schützen vor einer Schwangerschaft, was ja passiert bei der hypothalam. Amenorrhoe. Erste hormonelle Mangelsymptome können ab dem 35. LJ auftreten, meist in Form von zunehmenden PMS Beschwerden oder beginnenden Schlafstörungen. Das durch die Zunahme der Anzahl an anovulatorischen Zyklen. Ich würde in Ihrem Alter noch mit Mönchspfeffer therapieren. Kraftsport ist sehr empfohlen und mit genügend Proteinaufnahme wirken Sie auch dem Muskelabbau gut entgegen. Mit Testosteron mache ich gute Erfahrungen. Für den Muskelaufbau ist Testosteron jedoch bei der Frau weder untersucht noch empfohlen. Eher eine Nebenwirkung. Testosteron ist nur für die Libido untersucht und nur bei postmenopausalen Patientinnen. Dafür mache ich auch immer eine Spiegelbestimmung vorher.
Guten Abend, ich bin 29 Jahre alt und hatte früher immer einen sehr regelmässigen Zyklus. Seit 2 Jahren sehr unregelmässig und selten. Nehme nun relativ frisch Utrogestan zur Stabilisierung. Zudem jeweils starkes PMS (psychisch, wahrscheinlich PMDS). Zudem gerät mein Körper immer wieder aus dem Gleichgewicht beim Essen, Trinken (zu viel), Schlafschwierigkeiten. Immer wieder viel Stress, den ich aber auch früher hatte, wo ich noch einen regelmässigen Zyklus hatte. Schilddrüsenwerte sind in Ordnung. An was könnte man da noch denken bzw. was würde helfen, wieder Gleichgewicht herzustellen? Danke für Ihre Antwort.
Roland Braneti: Es ist wichtig, dass Sie bei Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt die Zyklusunregelmässigkeiten abklären lassen. Es sollte eine Analyse der Hormone und eine Ultraschalluntersuchung erfolgen. Neben den Schilddrüsenhormonen können auch noch weitere Hormone Einfluss auf den Zyklus haben (z.B. Prolaktin, männliche Hormone etc.).
Ich (weiblich, 35 Jahre) habe seit 8 Monaten Fuss-Schmerzen im Sprunggelenk, vorderen Bereich des Fussrückens, Zehengelenke und an der Tibialis-Posterior-Sehne. Der eine Fuss ist im vorderen Teil auch geschwollen. An den Händen wurden nahezu zeitgleich zu den Fussbeschwerden Sehnenscheiden-Entzündungen festgestellt. Diverse Abklärungen blieben unauffällig (Rheumatische Erkrankungen, Angio, Borreliose, Hep. C, HIV, div. Autoimmunerkrankungen etc. Könnten diese Symtome auch hormonell bedingt sein?
Lea Köchli: Gelenk- und Knochenschmerzen gelten als eher späte Oestrogenmangel-Symptome. Ab dem 35. LJ sehen wir eher beginnende Progesteron-Mangelsymptome wie Schlafstörungen, Reizbarkeit, Zyklus-Unregelmässigkeiten. Ich würde also sagen, eher unwahrscheinlich.
Ich bin 70 jahre alt und bemerke seit einigen Monaten, dass mich wiederholt, meist am Nachmittag um 3 uhr ein Gefühl von tiefer trauer und einem starken Gefühl von leere förmlich überfällt, ohne äusseren Anlass. Nach ca 90 Minuten ist dieses Gefühl wieder weg.. mein jährlicher check up brachte keine Auffälligkeiten. Was ist mit mir los?
Johannes Kliebhan: Solche plötzlich auftretenden Gefühle von Traurigkeit oder Leere können auch ohne klaren äusseren Anlass vorkommen und müssen nicht zwingend eine körperliche Ursache haben. Es macht Sinn, die Schilddrüsenfunktion zu prüfen, da diese zum Teil Einfluss auf unsere psychische Gesundheit hat. Wenn diese Episoden wiederholt auftreten und offenbar belastend sind, ist es dennoch sinnvoll, dies einmal mit der Hausärztin genauer zu beleuchten.
Guten Tag Ich bin m, 20 Jahre alt, und bin allmählich etwas besorgt. Meine Kollegen müssen sich schon seit 4-7 Jahren rasieren, ich nicht. Ich habe überhaupt keinen Bart an den Kielen, ganz kleine Härchen am Kinn und einen dezenten und langsamen/schwachen Wuchs bei der Unterlippe d.h unter der Nase. Ich weiss nicht ob ich besorgt sein muss... Auch sonst habr ich, abgesehen von den Intimzone und den Achseln nahrzu keine Behaarung (spärlich an Armen und Beinen, gar keine aif der Brust) Muss ich etwas tun? Bin ich fertil? Testosterontherapien klingen nicht gerade lustig – Stimmungsschwankungen und möglicherweise erhöhte Unfruchtbarkeit... Liebe Grüsse (ich bin nicht sehr sportlich, aber definitiv nicht übergwichtig, 75 kg-1.83m)
Johannes Kliebhan: Bartwuchs ist genetisch sehr unterschiedlich und kann sich bei manchen Männern auch erst bis Mitte 20 weiterentwickeln. Wenn Pubertät, Libido und Hodenentwicklung normal sind, spricht ein schwacher Bartwuchs meist nicht für einen Testosteronmangel und sagt auch nichts über die Fruchtbarkeit aus! Wenn Sie jedoch sehr verunsichert sind, kann ein Arzt mit einer einfachen Blutuntersuchung (Testosteron und Steuerhormone) rasch Klarheit schaffen.
Guten Abend Kann es sein, dass sich die Hormone mit etwa 25 Jahren verändern? Und wenn ja, ist das normal? Ich bemerke, dass sich mein Zyklus, seit ich ca. 25 Jahre alt geworden bin, stark auf meine Verdauung auswirkt. Vorher war das nicht so, und meine Verdauung war in jeder Zyklusphase mehr oder weniger ähnlich. Könnte das an den Hormonen liegen? Vielen Dank und freundliche Grüsse
Roland Braneti: Man kann nicht allgemein sagen, dass sich der Zyklus mit ca. 25 Jahren verändert. Wir wissen aber, dass der Zylus sich generell in den unterschiedlichen Lebensphasen ändern kann. Das ist jedoch sehr individuell. Es ist sicherlich empfehlenswert, Ihre Beschwerden ärztlich abklären zu lassen.
Ich 42 nehme seit bald 8 Jahren Dostinex wegen zu hohem Prolaktin (wurde herausgefunden weil Menstruation nach Minipille nur noch ca. 3 mal im Jahr stattfand. Um Schwangerschaft zu ermöglichen wurde das Medi verschrieben – Schwangerschaft ist nicht eingetreten bis jetzt. Dafür eine Endometrosediagnose – leider. Prolaktinwert immer zu hoch trotz Höchstdosierung. Wie schlimm ist es dass Prolaktin permanent eigentlich über normalwert? Und sollte Dostinex besser mal abgesetzt werden? Die Langzeitnebenwirkungen sind ja nicht wirklich bekannt oder? Danke für Ihre Antwort
Claudia Maushart: Solange die Menstruation regelmässig ist, kann ein leicht erhöhter Prolaktinspiegel toleriert werden. Einen Auslassversuch würde man bei unter Therapie erhöhten Prolaktinspiegeln eher nicht durchführen. Langfristige Nebenwirkung treten unter der Dosierung von Dostinex, die für die Behandlung eines Prolaktinoms normalerweise notwendig sind, sehr selten auf.
Guten Abend Aufgrund starker Mensbeschwerden (Rücken- und Bauchschmerzen, Beinschmerzen, Übelkeit, Diarrhö, u.v.m.) wurde mir von der Gynäkologin eine hormonelle Therapie – Minipille oder Hormonspirale empfohlen. Im Ultraschall gab es eventuell Hinweise auf eine Adenomyose, welche aber nicht eindeutig waren. Ich tue mich schwer mit dem Gedanken an eine Hormontherapie, da ich grosse Angst vor den Nebenwirkungen habe. Hat eine der beiden Varianten tendenziell weniger Nebenwirkungen, wie sind Ihre Erfahrungen?
Ich bin 42 Jahre alt und habe ein Lipödem, dass ich nach einer Operation im Moment im Griff habe. Der Arzt sagte mir, dass ich in den Wechseljahren wieder einen Schub bekommen könnte. Wie kann ich den verhindern? Zu wem muss ich gehen um meinen Hormonststus zu messen und kann man überhaupt hormonell etwas machen danit es keinen weiteren Schub gibt?
Lea Köchli: Sie müssen das Oestrogen gut im Auge behalten und eher progesteronbetont therapieren. Ev. lohnt es sich in der Phase sogar eine Verhütungspille mit bioidentem Oestrogen zu nehmen um die hohen Oestrogenwerte vom Eierstock in den kommenden Jahren zu unterdrücken.
Ich bin 80 Jahre und hatte im 1974 Brustkrebs im Anfangsstadium mit OP und Bestrahlen, dann 5 Jahre Arimidex. Diese habe ich nun abgesetzt.Nun frage ich mich wie lange dauert es bis sich mein Körper wieder an die neue Situation anpasst und was für «Nebenwirkungen» kann es geben. z.B Brustschmerzen, Gewichtsabnahme oder Schlafprobleme? Oder wieder die Möglichkeit zu viel Oestrogen, ich nahm bis zur Diagnose Oestrogenpille wegen Schlafstörungen während der Menopause. Vielen Dank für Ihre Antwort.
Lea Köchli: Sie leiden jetzt einfach unter einem generellen Hormonmangel in der Menopause. Sobald Sie Arimidex absetzten, können Sie in der Peripherie (z.B. Muskel) wieder ganz wenig Oestrogen bilden. Das kann sogar weniger Symptome bedeuten.
Welche Auswirkungen haben Hormone wenn Frau keine Kinder hatte? Wann sollte ich einen Hormonstatus machen lassen? Bei Wem? Wie wirken sich Hormone bei rheumatoider Atrhritis aus? Sollte ich im Alter von fast 67 Jahren noch Hormone nehmen um etwas zu verbessern? Vielen Dank für Ihre Antworten und alles Gute
Lea Köchli: Das ist in der Regel schon zu spät für eine Hormontherapie. Wir sollen vor dem 60. LJ beginnen. Kinderlosigkeit hat keinen Einfluss.
Ich bin 46 Jahre alt. Ich hatte meine Neurodermitis seit 25 Jahren im Griff. Seit ca. 1 Jahr habe ich wieder starken Juckreiz, aber nicht nur an den typischen Stellen, wo die Neurodermitis auftrettet. Zudem kommen ab und zu Stimmungsschwankungen & Konzentrationsprobleme dazu. Ich habe mich nun gefragt ob das hormonell bedingt sein kann. Bisher konnte mir kein Arzt diese Antwort geben. Sollen meine Hormone getestet werden?
Lea Köchli: Ja, die Perimenopause kann Hautkrankheiten reaktivieren.
Guten Abend Etwa zwei Monate nach der ersten Schwangerschaft bekam ich Schmerzen der Schulter. Diese verschwanden erst, als ich erneut Schwanger wurde. Nun habe ich ein paar Wochen nach der Geburt in der anderen Schulter Schmerzen erhalten. Hat dies einen Zusammenhang mit dem Abfall der Hormone nach der Geburt?
Lea Köchli: ev. Oestrogenmangel unter Stillen?
Lea Köchli: Die eine Therapie ist lokal (Hormonspirale), die andere systemisch. Das heisst, dass bei der Hormonspirale Ihre Hormone nicht beeinflusst werden, was bei Angst vor NW beruhigend sein kann. Die Gestagenpille verändert Ihren Hormonhaushalt. Das könnte für die Spirale sprechen. Sie behandeln aber mit der Spirale keine anderen zyklischen Probleme wie PMS, Migräne etc. Wenn Sie sich im Spontanzyklus wohl fühlen, würde ich mal die Hormonspirale ausprobieren. Da die Mensmenge damit meist erheblich weniger wird, kann das auch mal positiv auf die Schmerzen wirken.
Guten Abend Ich habe eine Hitzeallergie, welche mich seit 2005 nach einer Augmentin Einnahme plagt. (Ab 23C Schwammigkeitsgefühl (auch im Winter) und zusätzlich Urtikaria wenn ich mich nicht stetig nässe im Sommer, erhalte ausserdem einen roten Kopf (Kleider Haare). Antihistaminika helfen nicht genug. Seit 2016 hatte ich keinen starken Nesselschub mehr aber die Hitzeallergie bleibt. 2016 wurde auch eine Angststörung und mittlere Depression diagnostiziert. Osteoporose habe ich auch. Könnte eine Endokrinologin feststellen, ob das Problem, obschon es schon 20 Jahre andauert. (bin heute 63 jährig und aus den Wechseljahren hinaus), auf Hormonprobleme zurückzuführen ist? Wenn ja wie (reicht z.Bsp. eine Blutanalyse?) und mit welchem Aufwand? Und was könnte man dann als allfällige Therapien vorsehen? Besten Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.
Lea Köchli: Guten Abend, alle von Ihnen beschriebenen Symptome (ausser die Allergie) können hormonelle Symptome sein. Sie zeigen ja offensichtlich auch schon bewiesene Hormonmangel-Symptome wie die Osteoporose. Hormonelle Symptome beginnen oft schon ab ca. 42 Jahren, also bei Ihnen vor 20 Jahren. Nur wusste man das damals nocht nicht. Da es für den Beginn einer Hormontherapie ein günstiges Fenster gibt, welches Sie schon überschritten haben, kommt eine klassische Hormonersatz-Therapie nicht in Frage und dann macht eine Blutbestimmung, die natürlich den Mangel beweisen würde/könnte, nicht so viel Sinn. Es gibt jedoch ein Medikament extra gegen das Schwitzen, es heisst Veoza. Leider bezahlt die KK dieses nur aus der Zusatzversicherung. Im Sommer kommt voraussichtlich ein weiteres Medikament gegen das Schwitzen auf den Markt. Die Angststörung und Depression könnte man (ohne Hormone) auch mit Johanniskraut angehen oder klassichen Psychopharmaka. Es gibt auch Antidepressive, die in Ihrem Fall besonders günstig sind, da man damit auch weniger schwitzt. Da könnte Ihnen ev. Ihr Hausarzt oder auch ein Psychiater sicher weiterhelfen. Alles Gute!
Guten Tag Meine Mutter (75) klagt seit längerem über wenig Energie und Druckgefühl im Brustkasten, sobald sie sich anstrengt. Das obwohl sie früher sehr fit war und immer aktiv ist. Auch hat sie in den Füssen ein Kribbeln, das ständig da ist. Es wurde bereits verschiedene Abklärungen gemacht, jedoch ohne Ergebnis. (Herz, Blutfluss, Neurologische Ursachen…) Zuletzt wurde ein MRI des Herzens gemacht mit Stresstest. Das Ergebnis war unauffällig. Meine Mutter bemerkte jedoch, dass sich die Symptome in den Füssen unter dem Stresstest und auch noch eine Zeitlang danach verschlechterten. Daher meine Idee, dass es mit z. b. Cortisol zusammen hängen könnte. Was denken Sie, können diese Symptome eine Hormonelle Ursache haben? Besten Dank für Ihre Rückmeldung bereits im Voraus. Freundliche Grüsse
Johannes Kliebhan: Der Symptomenkomplex ist verständlicherweise beunruhigend, lässt sich jedoch nicht typisch einer hormonellen Ursache zuordnen. Ein Diabetes sollte ausgeschlossen werden, ebenso sollte die Schilddrüsenfunktion getestet werden, ebenso wie das Vitamin B12.
Guten Tag Meine Mutter (75) klagt seit längerem über wenig Energie und Druckgefühl im Brustkasten, sobald sie sich anstrengt. Das obwohl sie früher sehr fit war und immer aktiv ist. Auch hat sie in den Füssen ein Kribbeln, das ständig da ist. Es wurde bereits verschiedene Abklärungen gemacht, jedoch ohne Ergebnis. (Herz, Blutfluss, Neurologische Ursachen…) Zuletzt wurde ein MRI des Herzens gemacht mit Stresstest. Das Ergebnis war unauffällig. Meine Mutter bemerkte jedoch, dass sich die Symptome in den Füssen unter dem Stresstest und auch noch eine Zeitlang danach verschlechterten. Daher meine Idee, dass es mit z. b. Cortisol zusammen hängen könnte. Was denken Sie, können diese Symptome eine Hormonelle Ursache haben? Besten Dank für Ihre Rückmeldung bereits im Voraus. Freundliche Grüsse
Johannes Kliebhan: Der Symptomenkomplex ist verständlicherweise beunruhigend, lässt sich jedoch nicht typisch einer hormonellen Ursache zuordnen. Ein Diabetes sollte ausgeschlossen werden, ebenso sollte die Schilddrüsenfunktion getestet werden, ebenso wie das Vitamin B12.
Ich (weiblich, 41j.) habe seit Jahren eine Schilddrüsenunterfunktion und nehme seither Euthyrox 75. Wie weiss ich, ob meine Schilddrüse nicht mittlerweile wieder normal funktioniert? Ich möchte ungerne für den Rest meines Lebens diese Medikamente nehmen müssen. Zudem leider ich dünnem und schwachem Haar und es würde mich interessieren, wie mein Hormonhaushalt allgemein aussieht.
Claudia Maushart: Ob die Schilddrüse wieder ausreichend Hormone produziert, kann mit einem Auslassversuch getestet werden.
Mir wurde vor ca 1.5 Jahren ein bösartiger Tumor auf der Nebenniere diagnostiziert nachdem ich sehr ähnliche Symptome hatte wie die Dame in eurer heutigen Sendung.. Der Tumor wurde inzwischen erfolgreich entfernt, jedoch hat er leider gestreut. Einige Symptome sind nun wieder aufgetaucht, die Krankheit bleibt jedoch glücklicherweise stabil. Meine Frage: Was halten Sie von einer Mistel-Behandlung?
Johannes Kliebhan: Ein Cortisolüberschuss tritt bei den sehr seltenen bösartigen Veränderungen der Nebenniere häufig auf. Leider gibt es keine Evidenz für die Wirksamkeit eine Mistel-Therapie bei Karzinomen der Nebennierenrinde.
Hallo zusammen, ich (w, 29 Jahre) wurde vor etwa vier Jahren mit PCOS diagnostiziert. Seitdem habe ich meinen Lebensstil angepasst: Ich habe meine Ernährung umgestellt, treibe regelmässig mehr Sport und nehme einige Nahrungsergänzungsmittel ein, darunter Myo-Inositol, Omega-3-Fettsäuren, einen Vitamin-B-Komplex sowie Zink. Hormonpräparate oder andere Medikamente nehme ich derzeit nicht und möchte auch in Zukunft darauf verzichten. Insgesamt habe ich das Gefühl, dass ich damit ganz gut zurechtkomme.:) Ich habe keinen Kinderwunsch. Mich würden dazu noch ein paar Fragen interessieren: Können erhöhte Androgenwerte bei PCOS einen Einfluss auf die Muskelbildung haben? Habe ich dadurch möglicherweise einen Vorteil beim Muskelaufbau? In welchem Ausmass kann sich PCOS auf die psychische Gesundheit auswirken? Wie verhält sich PCOS im Zusammenhang mit den Wechseljahren bzw. der Menopause? Kann sich ein erhöhter Haarwuchs (bei mir im Gesichtsbereich) durch Lebensstiländerungen wie Ernährung und Sport langfristig wieder reduzieren? Wann ist eine Therapie mit Metformin empfehlenswert? (Mir wurde gesagt, dass das auch präventiv eine gute Sache wäre). Vielen Dank im Voraus für eure Antworten und freundliche Grüsse!
Lea Köchli: Super, dass Sie so viel umstellen konnten. Es gibt kaum Daten zu Testosteron und Muskelaufbau bei der Frau. Aber es ist nicht ausgeschlossen, dass das ein Vorteil sein kann. Da Frauen mit schwerem PCO nicht ovulieren, sind natürlich auch Auswirkungen auf die Psyche denkbar. Wenn Sie es schaffen regelm. zu menstruieren, kann der Haarwuchs wieder besser werden. Halt in Abhängigkeit der Androgene im Blut. Für die Metformin Frage würde ich einen HOMA Index bestimmen. Wenn der über 1.5 ist, könnte man Metformin in Erwägung ziehen. Bei über 2 empfehle ich es.
Als ich 40 Jahre alt war, musste ich wegen eines Myoms die Gebärmutter entfernen lassen. Als ich aus der Narkose erwachte meinte mein Gynäkologe, er habe mir auch noch die beiden Eierstöcke entfernt – das sei gerade in einem gegangen.( Es bestand absolut keine medizinische Notwendigkeit!!) Er hatte mich nicht im voraus gefragt!! So bin ich von einem Tag auf den anderen in die Menopause gekommen – mit langfristigen Folgen... u.a. mit Osteopenie/porose! Hormonersatz gab mir der Arzt lediglich bis zu meinem 65. Altersjahr. (heute bin ich 80 Jahre alt und leide immer noch unter den Folgen dieser Operation)
Lea Köchli: Das tut mir leid zu hören.
Guten Abend Nach aktuellem Forschungsstand: Hat ein PCOS einen Einfluss auf die Wechseljahre? Falls ja, welchen? Wechseljahre, PCOS und ADHS: wie werde ich wieder „lebenstauglich“? Energielosigkeit, Depression, Angststörung (die eher noch schlimmer wird). Habe schon soooo viel probiert, leider mit nur sehr mässigem Erfolg. Mag nicht mehr. Auch das Hin- und Hertragen der Informationen zwischen den Ärzten überfordert mich. Arbeiten nur noch in sehr kleinem Pensum möglich. Bin gespannt, ob Sie als Experten noch Wege kennen, welche vielleicht nicht den ersten Ansätzen entsprechen, die den Ärzten einfallen. Freundliche Grüsse
Lea Köchli: Das ist eine sehr komplexe Frage. Die Wechseljahre sind durch eine zunehmende Ovarialinsuffizienz zu erklären. Das PCO ist eine Funktionsstörung im Ovar, die auch früher schon auftritt und nicht direkt damit zusammenhängt. Wir wissen jedoch, dass neurodivergente Menschen mehr auf Hormonschwankungen reagieren, warum genau ist noch unklar. Vieles ist einfach noch nicht bekannt.
Guten Abend. Ist es wirklich so, dass ein Test des Hormonspiegels nicht so viel aussagt, weil dieser täglich schwankt? Ich (41) habe seit einem Jahr starke Perimenopausen-/Wechseljahrsbeschwerden (psychisch und körperlich) und bin nun seit Dezember im «Versuchsprozess» mit Hormonen, bis jetzt nicht so erfolgreich, wie ich gehofft hatte. Ich habe noch regelmässig einen Zyklus (Stärke variiert), nehme Östrogen und in der 2. Hälfte zusätzlich ein Gestagen. Sollte ich trotzdem mal eine Hormonmessung machen oder nützt das gar nicht viel? Vielen Dank.
Lea Köchli: Ja das ist leider schon wahr. Bei noch regelmässigen Zyklen, wird frühzyklisch bei der Blutentnahme nicht viel auffallen, was überhaupt nicht heisst, dass Sie nicht massiven Schwankungen ausgesetzt sind. Ev. wäre es zielführender, momentan für 2-3 Jahre eine komb. Pille mit bioidentem Oestrogen zu nehmen, um die Hormonschwankungen zu stoppen. Sobald Sie dann zunehmend anovulatorisch sind, kann man die bioidente Hormonersatztherapie wieder aufgleisen. Diese macht eben kein Feedback auf die eigenen Hormone, Ihr Eierstock feuert weiter chaotisch damit.
Wie funktioniert die erholung aus chronischem Stress wenn das ganze system ausser balance geraten ist? Pmds, Entzündungen, Histaminintoleranz, niedrigen Libido, muskelverspannungen, Migräne, Sportintoleranz, Panikattacken und Depressive Verstimmungen, etc etc. Dank körperstress-diagnose und schlaflabor (apnoe), adhs-diagnose und burnoutklinik habe ich es geschafft den teufelskreis umzukehren, kann so viel leben zurückholen. Es nimmt mich wunder was die Hormone jetzt bei der Heilung so machen. Reihenfolge und welche die wichtigsten sind für die Regulierung vom Nervensystem?
Lea Köchli: Das kann man ohne weitere Angaben nur schwer beantworten. Fakt ist, dass die weiblichen Hormone neurobiologisch ganz wichtige Funktionen haben insbesondere auch auf die Ausschüttung der Neurotransmitter. Bei Menschen mit Ihrer Geschichte ist auch zu erwarten, dass Sie stärker auf Hormonschwankungen reagieren. Umso wichtiger ist es, Sie schon perimenoapusal gut zu begleiten und wenn aus medizinischer Sicht möglich, dann auch mir bioidenten Hormonen zu versorgen.
Ich bin ein trans Mann und nehme seit mehr als 10 Jahren Testosteron. Manchmal gibt es jedoch Lieferschwierigkeiten und da meine eigenen Hormonproduktion nicht mehr vorhanden ist (Entfernung der Hormon produzierenden Organe infolge Hysterektomie) kann mein Körper das nicht ausgleichen. Dann versuche ich meine noch vorhandenen Testosteron Medikamente einzuteilen und rutsche damit aber in die Unterdosierung. Wie bemerke ich eine Unterdosierung (Schlaf ist aufgrund von anderen Medikamenten nicht tangiert) und was kann ich tun (Intervall verlängern, etc.) um die Unterdosierung möglichst gesundheitsfördernd zu überstehen?
Johannes Kliebhan: In der Regel ist trotz den (leider häufigen) Lieferschwierigkeiten eine der Testosteron-Formulierungen (Injizierbare oder transdermale) verfügbar. Sollte es zu den Lieferengpässen kommen, empfehle ich eine rasche Kontaktaufnahme mit Ihrer/m behandelnder/m Endokrinolog:in. Wichtig aber: Eine kurzfristige Unterversorgung mit Testosteron kann zwar unangenehm sein, ist in der Regel aber erst bei langfristigem Zustandsbild problematisch.
Sehr geehrte Damen und Herren Ich bin 41 Jahre alt und bemerke seit einiger Zeit eine Gewichtszunahme, obwohl sich mein Lebensstil und mein Essverhalten nicht wesentlich verändert haben. Zusätzlich fühle ich mich häufig gestresst, erschöpft und emotional dünnheutig. Gerne würde ich abklären lassen, ob hormonelle Ursachen dafür infrage kommen. Daher wollte ich fragen, welche Hormone bzw. Laborwerte in meiner Situation sinnvoll zu testen wären. Vielen Dank für Ihre Einschätzung. Freundliche Grüsse
Johannes Kliebhan: In diesem Zusammenhang macht die Kontrolle der Schilddrüsenfunktion Sinn. Ebenso kann durch die beginnende Menopause der Stoffwechsel beeinflusst werden, was eine Gewichtszunahme begünstigen kann. Auch ein funktioneller Test zum Ausschluss eines Cortisolüberschusses ist sinnvoll.
Man hat bei mir kein Cushing-Syndrom festgestellt in der Endokrinologie im Spital. Und doch habe ich einen erhöhten Cortisolspiegel. Was kann es denn sonst sein?
Johannes Kliebhan: Ein erhöhter Cortisol-Spiegel ist nicht zwingend mit einem Cushing-Syndrom assoziiert. Der Cortisol-Spiegel kann auf Grund multipler Einflussfaktoren stark schwanken (Stress, Schlafmangel, Infekte, Depressionen, Medikamente etc.). Zum Ausschluss einer endokrinologischen Ursache sind die funktionellen Tests ausschlaggebend. Abhängig von den Symptomen kann die Testung anderer Hormone sinnvoll sein.
Guten Abend, Ist es grundsätzlich ratsam den Hormonhaushalt kontrollieren zu lassen, wenn man in psychologischer Behandlung ist, da ein hormonelles Ungleichgewicht grossen Einfluss auf die Psyche hat. In meinem Fall handelt es sich um eine Körperdysmorphie. Vielen Dank für Ihre Einschätzungen.
Johannes Kliebhan: Der Ausschluss einer Schilddrüsendysfunktion macht bei psychiatrischen Beschwerden durchaus Sinn. Je nach Vorliegen zusätzlicher Symptome kann im Einzelfall auch die Testung anderer Hormone sinnvoll sein.
Ich werde dieses Jahr 53 jahre. Habe noch die Mirena Spirale. Mache eine Ernährungsberatung habe aber das Gefühl ich bleibe gleich oder nur wenig an Kilos runter. Und es wurde auch Prädibetes gesehen. Aber warum will kein Arzt einmal den Hormonspiegel testen ???
Lea Köchli: Weil die Hormonanalyse Sie nicht weiterbringt. Eine Hormontherapie kann den Stoffwechsel positiv beeinflussen, das Kernthema ist aber im Zuckerkonsum, wenn Sie einen Prädiabetes haben.
Zahlt eine Krankenkasse an so eine Behandlung ich habe das Gefühl mit 42 das ich seit fast 1.5Jahren sehr stimmungsschwankungen habe und auch ängstlicher geworden bin kann dies ein Hormon sein?
Lea Köchli: Es könnte ein beginnender Progesteronmangel sein. Progesteron hat 3 zentrale Wirkungen: antidepressiv, anxiolytisch und beruhigend/sedieren.
Grüezi Ich bin 66 Jahre alt und bei wurde kürzlich Osteoporose mittels Knochendichtemessung festgestellt. Innert 2 Jahren haben sich die Werte der Knochendichte massiv verschlechtert. Mit ca. 53 bin ich in die Wechseljahre gekommen. Ich bewege mich oft und mache 2mal wöchentlich Krafttraining. Medikamente nehme ich keine. Könnte die Osteoporose hormonelle Ursachen haben?
Claudia Maushart: Die häufigste Form der Osteoporose ist auf den abnehmenden Östrogenspiegel bei Eintritt der Menopause zurück zu führen. Durch das Wegfallen des Östrogens kommt es zu einer Aktivierung des Knochenabbaus. Bei Erstdiagnose der Osteoporose oder bei einer deutlichen Veränderung der Knochendichte bei einer Folgemessung sollte mit einem zusätzlichen Bluttest nach weiteren, auch hormonellen Ursachen, für die Osteoporose gesucht werden.
Guten Abend Ich habe das Faktor V- Leiden heterozygot. Gibt es dafür hormonelle Therapiemöglichkeiten bezüglich der (Prä-) Menopause oder einer möglichen Osteoporose? Danke. MfG
Roland Braneti: Ja, auch bei einer heterozygoten Faktor V Leiden Mutation können unter bestimmten Umständen Hormone gegeben werden. Hierfür müssen aber noch weitere Informationen vorliegen, um das entscheiden zu können.
Kann ich die Hormone testen lassen. Alle Hormone, oder nur einzelne? Übernimmt dies die Krankenkasse? Bitte ich die Frauenärztin darum, oder den Hausarzt?
Lea Köchli: Ungezielte Hormntests machen keinen Sinn. Es braucht eine konkrete Fragestellung und ein Symptom.
Guten Abend Ich w, 40 Jahre alt, erlebe mich als oft gereizt, vertrage oft auch die Stimmungen meines Kindes schlecht. Meine Libido war früher stark- heute deutlich weniger, was ich sehr schade finde. Meine Mens habe ich sehr regelmässig. Lohnt sich das Anschauen der Hormone? Oder kann ich mich sonst wie umterstützen?
Roland Braneti: Es kann sein, dass bei Ihnen ein sogenanntes prämenstruelles Syndrom (PMS) vorliegt, das sich auch erst nach einigen Jahren entwickeln kann. Auch die verminderte Libido kann, muss aber nicht, hormonelle Ursachen haben. Es empfiehlt sich sicherlich eine weitere Abklärung.
Was hilft gegen hormonelle Migräne? Nach Eisprung beginnen die Kopfschmerzen, eine Woche vor Menstruation wieder mehrere Tage Kopfschmerzen, ebenso wie bei Beginn der Menstruation. In den Tagen bis zum Eisprung fast keine Kopfschmerzen – vermute deswegen hormonellen Ursprung. Nehme schon Mönchspfeffer gegen PMS.
Lea Köchli: Sie können eine Desogestrel Pille versuchen oder 2-3 Tage vor Beginn der Migräne mit bioidentem Oestrogen als Gel probieren, dann bis ca 2-3 Tage über die Migränedauer hinaus.
Ich bin 45 Jahre alt und habe von der Gyn vor 2 Monaten Östrogel verschrieben bekommen. Seit der Einnahme (via Haut) bin ich überdurchschnittlich müde und habe unreine(re) Haut als vorher. Ansonsten fühle ich mich gut damit. Können dies beides Nebenwirkungen des Östrogels sein? Und kann eine Östrogenzufuhr via Gel allenfalls einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel (und damit auf die Gewichtsabnahme) haben?
Roland Braneti: Die beiden genannten Symptome sind keine typischen Nebenwirkungen des Östrogels. Womöglich spielen da noch weitere Faktoren eine Rolle, die weiter abgeklärt werden sollten. Eine Östrogenzufuhr kann unter bestimmten Umständen einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel haben. Man sollte jedoch keine zu hohen Erwartungen bzgl. einer Gewichtsabnahme nach Östrogenzufuhr haben. Östrogen eignet sich normalerweise nicht zum Abnehmen.
Guten Abend, bis zu meiner Menopause litt ich unter einem ziemlich roten Gesicht. Mit dem Eintritt der Menopause bekam ich meine normale Gesichtsfarbe zurück. Seitdem habe ich Wallungen, jetzt bin ich 72. Ich muss aufpassen, dass ich mein ziemlich hohes Gewicht halten kann. Könnte das an einem Hormonchaos liegen? Danke
Lea Köchli: Ich denke es liegt am konstanten Hormonmangel. Sie könnten die Wallungen mit pflanzlichen Mitteln angehen, z.B. Cimifuga racimosa und in Bewegung bleiben. Auch der Proteinkonsum ist wichtig im Alter. Da gibt es gewichtsadaptierte Emfpehlungen.
Ich w 38 habe seit einigen Jahren starke PMS. Meist beginnt es bereits ein Tag nach der Ovaluation mit Wassereinlagerubgen, Rückenschmerzen und Stimmungsschwankungen. Ausserdem wurde mein Zyklus immer kürzer und ich leider an einer Hypermennorhoe, also sehr starken Blutung. So hatte ich manchmal nur ein paar beschwerdefreie Tage und alles ging von vorne los. Ich habe über 2 Jahre Mönchspfeffer eingenommen, was zwar den Zyklus regelmässiger machte und PMS verbesserte jedoch entwickelte ich regelmässige Vaginosen. Seit absetzen des Mönchspfeffer sind diese wieder besser, aber die PMS Symptome wieder da. Die Gyn hat. Keine weiteren Vorschläge und ich fühle mich allein gelassen. Wäre eine Hormontherapie sinnvoll?
Roland Braneti: In Ihrem Fall könnte es helfen, in der zweiten Zyklushälfte Progesteron einzunehmen. Dies stabilisert den Zyklus und kann auch gegen die psychischen Beschwerden sowie eventuell auch gegen die starke Menstruation helfen.
Grüezi Ich bin 45jährig, gemäss Messungen der Gynäkologin noch nicht in der Menopause, obwohl ich seit Jahren keine Blutung mehr hatte. Nun wurde festgestellt, dass mein Östrogenspiegel sehr tief ist und in der Wirbelsäule habe ich bereits Osteoporose. Grundsätzlich fühle ich mich gut, möchte aber vorsorgen. Wissen Sie Rat?
Roland Braneti: Wenn in Ihrem Alter ein niedriger Östrogenspiegel und bereits eine Osteoporose vorliegen, ist die Gabe von Östrogenen empfehlenswert. Vorher sollten jedoch mögliche Gründe für die fehlende Blutung abgeklärt werden.
Guten Abend Ich habe innert 12 Monaten 15 kilo abgenommen, habe extreme stimmungsschwankungen , binn sehr müde, erschöpft und zugleich finde ich keine ruh. habe Hashimoto mit unterfunktion, mer ist viel übel und mit schwindel habe ich zu kämpfen. ist es sinnvoll den hormonstatus zu prüfen ?
Claudia Maushart: Nach einer relvanten Gewichtsabnahme kann es sein, dass die Schilddrüsenhormontherapie angepasst werden muss. Daher würde ich Ihnen in jedem Fall eine Kontrolle der Schilddrüsenfunktion empfehlen
Derzeit besteht bei den Fitnessinfluncer der Hype mit den Peptiden. Es werden krasse Erfolge gezeigt. Wie wirksam oder gefährlich sind diese?
Johannes Kliebhan: Die meisten der beworbenen Produkte sind nicht zugelassene Substanzen, welche angeblich den Muskelaufbau verbessern sollen. Für den Grossteil dieser Produkte gibt es keine professionell und unabhängig durchgeführten Studien, die die Wirksamkeit und insbesondere die Sicherheit bestätigen. Ebenfalls zu beachten ist, dass die Substanzen im Sport zum Teil als Dopingmittel verboten sind. Vor der Einnahme empfehlen wir deshalb die Rücksprache mit Ihrer/m Ärztin/Arzt.
Ab wann ist ein Testosteronmangel tatsächlich erkennbar und welche Symptome sind wirklich aussagekräftig? Seit meiner Jugend habe ich kaum/nie Morgenerektionen (ausserhalb der Pubertät) und nur leichte Körperbehaarung, aber vorhanden. Sind das frühe Warnsignale oder werden solche Merkmale oft überbewertet? Mit 17 wurde bei mir eine Varikozele operiert, später eine Hydrozele; heute spüre ich oft bei fast jedem Beinsport egal ob Ausdauer oder Krafttraining ein Ziehen. Sollte man in so einem Fall auf Sport verzichten, weil Hormone wichtiger sind als körperliche Aktivität? Ab welchem Zeitpunkt und mit welcher Begründung sollte man sich untersuchen lassen und wie sieht eine moderne Diagnostik aus, die zwischen normalen Schwankungen und behandlungsbedürftigem Mangel unterscheidet?
Johannes Kliebhan: Ein Testosteronmangel wird nicht anhand einzelner Merkmale wie wenig Körperbehaarung oder seltene Morgenerektionen diagnostiziert. Entscheidend ist die Kombination aus typischen Beschwerden und wiederholt niedrigem Testosteron im morgendlichen Bluttest. In Zusammenhang mit der Vorgeschichte der Operationen und den Schmerzen wäre eine Kontrolle des Testosterons sinnvoll; im Hinblick auf die Schmerzen ist jedoch vor allem eine urologische Beurteilung zu empfehlen, um mögliche strukturelle Veränderungen zu identifizieren.
Guten Abend Ist es normal, wenn ich mit 75 Jahren immer noch Hitzewallungen habe? Vielen Dank
Roland Braneti: In diesem Alter sollte es keine gynäkologische Ursache für die Hitzewallungen geben. Ich empfehle Ihnen, dies bei Ihrem Hausarzt bzw. Ihrer Hausärztin abklären zu lassen.
Ich bin in eine Arbeitskollegin verliebt und wir treffen uns seit einem Jahr alle 5-8 Wochen bei mir zu Hause. Wegen den äusseren Umständen wollen wir diese Affäre eigentlich gar nicht, schaffen es aber nicht, damit aufzuhören. Ich denke ständig an sie und vermisse sie. Ist dies einfach das Dopamin, das das Belohnungssystem triggert oder steckt da hormonell noch mehr dahinter?
Johannes Kliebhan: Vor allem Dopamin spielt eine Rolle: Es aktiviert das Belohnungssystem und kann dazu führen, dass man stark an eine Person denkt und das Treffen „vermisst“. Zusätzlich sind Oxytocin (Bindung) und Adrenalin (Aufregung) beteiligt – besonders bei seltenen, intensiven Begegnungen. Dadurch kann sich eine solche Situation emotional sehr verstärkend anfühlen. Es scheint jedoch keine behandlungsbedürftige Dysbalance vorzuliegen.
Ich habe die letzte Zeit aufgrund einer Fingerveletzung nicht mehr arbeiten können. Hab mich ein weniger weniger Bewegt mit Sport im Alltag ectr. Hatte nie Geschlechtsverkehr und doch im moment obwohl ich sie haben sollte keine Menstruation. Ebenfalls habe ich vor 4 monaten mit der pille aufgehört. Ich bin mir nicht sicher ob dad normal sei, und ob es besser wäre wieder mit der pille anzufangen. Wie lange benötigt der körper für ein normalen zyklus zu bidlen. Und hat der Alltag essen und bewegung eine einfluss? Und ist es wirklich so, dass nach mehr als 10 jahren pillen einnahme das brustkerbs risiko steigen lässt?
Lea Köchli: Wenn Sie 4 Monate nach Absetzen der Pille keine Zyklus haben, sollte man das abklären, auch um einen längerfristigen Oestrogenmangel zu vermeiden. Im Zweifel wieder mit der Pille beginnen. Das Brustkrebsrisiko ist mit der Pille ganz minim erhöht, der absolute Risikoanstieg ist jedoch sehr klein.
Ich habe starkes männliches Haarmuster (rücken, brust, gesicht vollbart), bin übergewichtigt und bewege mich sehr viel, zyklus ist normal, ich esse gesund... ich hab mehrmals blutbild gemacht und die ärzte sagen, hormone sind normal. keinen interessierts. «ich soll mich bewegen und weniger süssgetränke nehmen (mach ich gar nicht. abnehmen kann ich schon lang nicht mehr. ich habe beruflich viel stress und bin oft unruhig, aber sehr intelligent. Habt ihr einen Rat?
Lea Köchli: Ich denke Sie sollten einen Endokrinologen um Rat fragen bwz. sich zuweisen lassen. Da würde mich HOMA Index, Androgene, Schilddrüse interessieren.
Kann eine Störung im Hormonhaushalt für ständige Körperliche Anspannung sorgen. Mittlerweile ist es so schlimm, dass ich auch nachts im halbschlaf merke, dass mein ganzer Körper verspannt ist oder auch wenn ich mich mental entspannt fühle. Es ist schon seit ein paar Jahren so und scheint nur kurzfrsitig veränderbar zu sein.
Lea Köchli: Das kann durchaus sein. Ich empfehle den/die Gyn aufzusuchen. Auch Magnesium zur Nacht kann helfen.
Guten Abend Ich bin 39 Jahre alt und habe seit 2 Jahren starke Schlafstörungen, seit einem Jahr eine Frozen shoulder und seit einem Monat Hypermenorrhoe. Man hat bei jeder Diagnose keinen genauen Grund gefunden. Es wurde alles auf die Psyche geschoben, ich hatte aber nie das Gefühl, dass es mir psychisch so schlecht geht. Könnten auch hier Hormone schuld sein? Vielen Dank
Lea Köchli: Das könnten durchaus hormonelle Symptome sein. Schlaf- und Blutungsstörungen sind oft der Anfang.
Ich habe morgens beim Aufstehen einen starken Puls, Herzklopfen sozusagen. Ausserdem erblich bedingten Haarausfall und Rückenschmerzen, Verspannungen auf der linken Seite. Zudem viel Talg im Gesicht, aber keine Pickel. Ist dies Hormonell bedingt?
Lea Köchli: Kann man so ohne weitere Kenntnis von GEschlecht, Alter, Zyklus etc nicht beantworten.
Ich bin 46 Jahre alt und gemäss meines Frauenarztes (Blutbild) bin ich noch nicht in den Wechseljahren. Mein T3 (Schilddrüsenhormon) ist zu tief und meine Cholesterinwerte zu hoch. Ausserdem habe ich seit 2 Jahren massiven Haarausfall und Stimmungsschwankungen. Ich bin müde, oft wach um ca 04:10 Uhr und fühle mich erschöpft und traurig. Geduld habe ich kaum. Ausserdem nehme ich zu. Vor einiger Zeit waren die Blutungen kaum zu stoppen. Nach einer Ausschabung des Endometriums ist besser. Ich habe vom Frauenarzt Cemifemin forte bekommen. Wegen des tiefen T3 wird nicht unternommen. Was ist nur los mit mir? Ich kenne mich so kaum noch.....
Lea Köchli: Das nächtliche Aufwachen, die Traurigkeit und die starke Mens sprechen schon mal für einen fortgeschrittenen Progesteronmangel. Das kann man aber im Blut nicht nachweisen und soll man auch nicht. Ein Therapieversuch wärs wert! Wenn auch das TSH zu hoch ist, würde ich einen Endokrinologen/-in aufsuchen.
Guten Tag
Ich bin 57Jahre verh. 2 Kinder 2000 und 2003
Ich habe auch seit Jahren einen Frust.
Gewichtszunahme, Gebährmutterentfernung da befallen von Endometeiose 2015 (keine Hormone erhalten, da ich noch einen eierstock hätte. Seit da an Gewichtszunahme. Vor 1 Jahr erhielt ich oesteogel/ war bei einer Ernährungsberatung alles hilft nicht bin sehr gefrustet und hab mich ziemlich zurückgezogen, da ich mich im Spiegel nicht mehr anschauen kann. Wenn ich zum Arzt gehe heisst es mehr bewegen und die Ernährung umstellen. Habe ich doch ich bleibe immer gleich egal was ich mache. 168/80kg
Vielen Dank für die Rückmeldung was ich tun könnte.
Freundliche Grüsse
Lea Köchli: Ein grosses Thema für ganz viele Patientinnen. Ich empfehle proteinreiche Diät, low carb, Krafttraining 3x pro Woche. Aber das umzusetzen im Alltag ist nicht einfach. Haben Sie sich mal mit ketogener Diät auseinandergesetzt. Das kann ganz gut funktionieren. Ich glaube es ist wichtig sich begleiten zu lassen, wenn es alleine nicht einfach geht.
Was sollte ich in den Wechseljahren als Hormone nehmen?
Lea Köchli: Am idealsten ist eine bioidente Hormonersatztherapie.
Inwiefern stehen Hormone wie Dopamin/Serotonin, Cortisol, Insulin aber auch Geschlechtshormone in einem Zusammenhang? (z.B. PCOS und Insulinresistenz, ADHS und der Parasympathikus, etc.). Wieviel und was weiss man über die Interaktionen der verschiedenen Hormone untereinander?
Lea Köchli: Dies ist noch nicht genügend erforscht.
Mein Transsohn nimmt Testosteron. Gibt es ein zuviel an Hormonen? Wie entscheidet der Körper, dass es die Weiblichen verringern soll?
Johannes Kliebhan: Die Testosteron-Therapie in der geschlechtsaffirmativen Hormontherapie sollte in regelmässigen Abständen mit Bluttests ärztlich überwacht werden. Testosteron regt die Bildung roter Blutkörperchen an, was sich bei zu hohem Anstieg potenziell negativ auswirken kann. Durch die externe Zufuhr von Testosteron werden die Steuerhormone heruntergefahren, welche die körpereigene Produktion von weiblichen Geschlechtshormonen steuern und diese werden dadurch unterdrückt.
Ich bin 52J.alt, weiblich und trage eine „Mirena“- Hormonspirale. Lässt sich der Hormonspiegel dennoch messen, oder verfälscht diese das Resultat?
Lea Köchli: Die Mirena macht schon auch Hormonveränderungen, wenn auch diskreter als eine Pille. Es kommt drauf an, was Sie herausfinden möchten. Generell sind ja Hormonbestimmungen nicht empfohlen, bei Mirena kann es aber schwierig sein zu verstehen, ob man schon in der Menopause ist oder nicht. Bei Beschwerden im Zweifel therapieren und beobachten, ob es besser wird mit der Subsitution.
Ich habe sehr starke Blutungen und Schmerzen bei der Menstruation. Als ich das beim Gynäkologen abklären wollte, hat er als Grund für diese Symptome mein „unter“-Gewicht (BMI von 19, wäre ja kein Untergewicht) und viel Sport und die dadurch verursachte Produktion von Testosteron. Macht diese Begründung überhaupt Sinn? Ich dachte immer, dass Untergewicht und/oder viel Sport das Ausbleiben der Periode verursacht.
Lea Köchli: Das macht wenig Sinn. Bei Ihnen muss man eine Endometriose ausschliessen und dann eine gute Schmerztherapie etablieren oder gar den Zyklus unterdrücken mit Hormonen, um eine Verbesserung zu erreichen (sofern der Leidensdruck das verlangt).
Guten Tag Ich, w, 23 Jahre BMI 20.8, leide an einer sekundären Amenorrhoe SD-Werte normal, FSH, LH, Estradiol, Progesteron und Prolaktin sind bei wiederholten Messungen normal tief, Testosteron und DHEA leicht erhöht. Ultraschall wurde gemacht, sei normal bis auf die nicht aufgebaute Schleimhaut. Meine Gynäkologin sagt, sie könne mir nicht sagen warum dies so ist, ich soll einfach (lebenslang) die Pille nehmen. Was würden Sie mir noch (für Abklärungen) empfehlen? Freundliche Grüsse
Lea Köchli: Sie erfüllen zwei Kriterien für ein PCO-Syndrom. Ev. steckt das dahinter. Wenn ja, ist die Pille nicht falsch. Ansonsten Myo-Inositol probieren und low carb Ernährung.
Welche Lebensmittel unterstützen eine gesunde hormonelle Balance im weiblichen Zyklus? Wie kann ich die Symptome (Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Kälteempfindlichkeit etc.) in der zweiten Zyklushälfte aufgrund Zunahme vom Progesteron und Abnahme des Östrogens entgegenwirken?
Lea Köchli: Eine ausgewogenen, pflanzenbasierte Ernährung würde ich sagen. Solche PMS Symptome können mit Vit B6 oder auch Mönchspfeffer verbessert werden.
Guten Tag, nach einer langen Erschöpfungsphase (Geburten 2013/2017; immer wieder starker Eisenmangel), hat mein Hausarzt 2020 bei mir Hashimoto mit Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert. Seither bei einer Endokrinologin; stetig mehr Tirosint; aktuell täglich 100mcg; Laborwerte jetzt 'stabil'. Leider behandelt meine Endokrinologin nicht wirklich 'ganzheitlich'; dh. sie sieht mich&meine Laborwerte 1-2x/Jahr; fragt nach Verdauung usw. Da ich nicht übergewichtig bin, scheint es keinen offensichtlichen Leidensdruck zu geben. Erwähne ich Beschwerden im Bereich von Libidoverlust, starke PMS (evt. PMDS), zyklische Stimmungsschwankungen usw. kann sie mich nicht beraten, resp. meint ich soll mal bei der Gynäkologin fragen; ein Zusammenhang mit der Schilddrüse sei möglich...?! Wie würden Sie mich beraten? Und gibt es für vegetarische Patientinnen Schilddrüsen-Medikamente (Kapseln) ohne Gelatine? Besten Dank für Ihre Antwort.
Claudia Maushart: Gemäss den aktuellen Empfehlungen ist bei stabil eingestellter Schilddrüsenfunktion eine klinische und laborchemische Kontrolle alle 6-12 Monate empfohlen. Ja, es gibt Schilddrüsenhormonpräparate ohne tierische Produkte.
Ich, 43, nehme seit 2 Jahren Zoely, da ich starke Symptome einer Perimenopause hatte, aber insgesamt noch zu viele eigene Hormone für eine Hormonersatztherapie produzierte. Seit einigen Wochen habe ich wieder vermehrt Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Kann es sein, dass die Hormone sich quasi abnutzen? Oder dass dies Folge eines niedriger Körperfettanteils ist, weil vielleicht die Hormone schlechter aufgenommen werden?
Roland Braneti: Eine «Abnutzung» der Hormone liegt in diesem Zusammenhang so nicht vor. Zoely ist aber ein relativ niedrig dosierte Pille. Es kann sein, dass die Dosis für Ihre Beschwerden nicht mehr reicht. Es gibt keinen Zusammenhang mit dem Körperfettanteil.
sehr geehrte Damen und Herren Wie finde ich eine/n Gynäkologen/in, die/der sich mit der Perimenopause auskennt und das gerne in meiner Nähe? Limmattal. Am Besten jemanden, der neue Patientinnen nimmt. Reicht eine Hromonbesprechung am Telefon? Das bieten ein paar Ärzte an. Es ist erschreckend wie eine ganze Bevölkerungsgruppe in der Schweiz medizinisch nicht wirklich abgedeckt ist. Wir Wechslerinnen stehen alle im Leben und arbeiten. Es kommt mir vor, als würden unsere (hormonellen) Probleme kleingeredet und ins lächerliche gezogen. Alle Mädels mit denen ich rede kennen keinen Arzt, der sich wirklich auskennt. Danke für die Hilfe. Freundliche Grüsse
Lea Köchli: Das ist ein grosses Problem und ist mir bewusst. Durch die WHI Studie wurde eine ganze Generation GynäkologInnen nicht ausgebildet. Sie können sich in den Spitälern auf den endokrinologischen Abteilungen melden z.B. Limmattalspital, bestimmt aber mit Wartezeiten. Wir Niedergelassenen sind meist komplett voll und können keine weiteren Pat. aufnehmen. Eine Telefonberatung kann schon helfen, sollte aber durch eine gyn. Untersuchung ergänzt werden. Manchmal macht es Sinn die beiden Dinge auseinander zu nehmen, wenn Sie die Hilfe nicht von einer einzigen Person bekommen.
Guten Tag Ich nehme seit über 10 Jahren Livial, ein Gestagen gegen meine Wallungen. Ich habe es in den letzten Jahren auf ein halbes und seit einigen Monaten auf einen Drittel reduziert. Ich habe JG 60. Seit rund einem Jahr habe ich eine lymphozytäre Mikrokollitis. Diese wurde im letzten Sommer erfolgreich behandelt. Ich habe aber seit Januar 26 einen Rückfall und bin am verträgliche Nahrung ausprobieren. Kann die Einnahme des Gestagen mit der Darmerkrankung einen Zusammenhang haben? Danke und freundliche Grüsse
Lea Köchli: Gemäss Literatur ist kein Zusammenhang bekannt.
Ich habe seit 3 Jahren starke Symptome von Müdigkeit und Erschöpung und vorallem PEM und bin 100% arbeitsunfähig. Man geht davon aus, dass es Long COVID resp. ME/CFS ist. Ich bin leistungsintollerant und kann ca 1-2h pro Tag etwas leichtes machen ohne einen Crash zu produzieren, den Rest liege ich mehrheitlich. Mein Testosteronlevel ist am untersten- Normbereich. Nun steht mit dem Hausarzt eine Testosterongabe zur Diskussion (50mg / Tag) als Versuch ob das meinen Energiehaushalt positiv beeinflussen könnte. Könnte Testosteron hier helfen und gibt es vorallem in Bezug auf die beschriebene Symptome Möglichkeiten, dass diese durch Hormone resp. Eine Störung verursacht werden und man dies prüfen und verbessern könnte? Vielen Dank für Ihre Hilfe
Lea Köchli: Dazu gibt es leider keine guten Daten. Beobachtungen zeigen jedoch, dass einige Frauen mehr Leistungsfähigkeit beschreiben unter Testosteronanwendung. Ich sehe kein Problem darin, es zu versuchen, wenn Ihre Werte an der unteren Norm sind. Aber es gibt keine Evidenz.
Bin in der Perimenopause. Wenn ich zusätzliche Hormone einnehme, ist dies bis zum Tod nötig um Krankheiten von Östrogen- und Progesteronmangel vorzubeugen? Oder zögert frau einfach die postmenopause hinausj
Lea Köchli: Da gehen die Meinungen stark auseinander. Die Dauer einer menopausalen Hormontherapie ist nicht starr zeitlich zu definieren, sonder individuell nach Nutzen-Risiko Abwägung. Fakt ist, wenn wir absetzen, kommen gerne Symptome zurück.
Am 19.januar wurde bei mir, 65 jahre alt, gebährmutter und eierstöcke entfernt. bis dahin nahm ich utrogestan 100 und ein hib oestrogel. jetzt nach 7 wochen leide ich an sehr starken schlafstörungen, gelenkschmerzen und starken stimmungsschwankungen (viel weinen, kannte ich nie) hitzewallungen,ich nehme jetzt wieder ein hub oestrogel. kann es sein, dass ich immer noch voll in den wechseljahren bin. ich hatte bis ende september 2025 regelmäsdig die periode, ende oktober 2025 curettage, danach noch total operation besten dank
Lea Köchli: Ich rate Ihnen die Hormontherapie weiter zu nehmen. Sie zeigen ja typ. Wechseljahr-Symptome ohne. Die letzte Periode ist ja auch noch nicht lange her (2025). Sie sind also sehr spät dran mit der menopausalen Transition wenn Sie schon 65 Jahre alt geworden sind. Ich würde die Hormone momentan weiternehmen, wenn medizinisch nichts neues dagegen spricht.
bioidentische Hormonersatztherapie nach Menopause: Östradiol, Progesteron und Testosteron Überprüfung via Blut oder Speichel? Wie kann es sein, dass Werte im Speichel deutlich zu hoch, im Blut deutlich zu niedrig? Besten Dank
Lea Köchli: Speichelproben haben in der Hormondiagnostik der gyn. Praxis nichts verloren. Es gibt keine Evidenz. Immer im Blut testen.
Wie merke ich, ob ich eine Hormonstörung habe? Ich habe einige Symptome von dieses Sendung.
Lea Köchli: Mit dem Haus- oder Frauenarzt das Gespräch suchen.
Ich bin 38 und seit 6 Jahren habe ich meine Periode sehr unregelmässig. Mal nach 6-8 Wochen, manchmal schon nach 2 Wochen. (Ich wollte nie die Pille) Und immer vor der Periode bin ich emotional SEHR labil und habe ein ziemliches Gefühlstief. Ist das hormonell bedingt? Und bin ich schon in der Menopause oder kann es auch daran liegen, dass ich viel Stress habe (Vor 6 Jahren ging ins Ausland, bin vor 2 Jahren wieder zurückgekommen und habe unterdessen geheiratet)? Und könnte meine Labilität mit einer Hormonstörung zusammenhängen? Wo könnte ich mit meinen «Probleme» im Raum Bern hingehen, um das genauer abzuklären? Oder kann mein Hausarzt einen expliziten Bluttest machen?
Roland Braneti: Es gibt sehr unterschiedliche Gründe, welche zu einer so unregelmässigen Periode führen können. Viele davon sind hormonell bedingt. Auch die psychischen Symptome vor der Menstruation sind häufig hormonell bedingt. Am besten lassen Sie die Symptome bei Ihrer Frauenärztin bzw. Ihrem Frauenarzt abklären.
Ich bin 38 und seit 6 Jahren habe ich meine Periode sehr unregelmässig. Mal nach 6-8 Wochen, manchmal schon nach 2 Wochen. (Ich wollte nie die Pille) Und immer vor der Periode bin ich emotional SEHR labil und habe ein ziemliches Gefühlstief. Ist das hormonell bedingt? Und bin ich schon in der Menopause oder kann es auch daran liegen, dass ich viel Stress habe (Vor 6 Jahren ging ins Ausland, bin vor 2 Jahren wieder zurückgekommen und habe unterdessen geheiratet)? Und könnte meine Labilität mit einer Hormonstörung zusammenhängen? Wo könnte ich mit meinen «Probleme» im Raum Bern hingehen, um das genauer abzuklären? Oder kann mein Hausarzt einen expliziten Bluttest machen?
Roland Braneti: Es gibt sehr unterschiedliche Gründe, welche zu einer so unregelmässigen Periode führen können. Viele davon sind hormonell bedingt. Auch die psychischen Symptome vor der Menstruation sind häufig hormonell bedingt. Am besten lassen Sie die Symptome bei Ihrer Frauenärztin bzw. Ihrem Frauenarzt abklären.
Kann mangelnde Lust auf Sex auch auf ein Mangel oder Ungleichgewicht der Hormone sein?
Johannes Kliebhan: Eine verminderte Lust auf körperliche Intimität kann auch mit den Hormonen zusammenhängen – so zum Beispiel ein erniedrigtes Testosteron oder Schilddrüsenfunktionsstörungen. Häufig ist dieses Phänomen jedoch multifaktoriell bedingt und hängt eng mit dem eigenen Stresslevel zusammen.
Bin 65, habe Bluthochdruck, (behandelt) Cholesterin erhöht, öfter Schlafprobleme mit Aufwachen mit Nervenschmerzen. Oft antriebslos, aber immer angespannt. Status nach Schilddrüsenentfernung, gut eingestellt. Gewichtszunahme ohne veränderte Essgewohnheiten. Könnte das ein hormonelles Problem sein? Lg
Johannes Kliebhan: Hier sollte die Beurteilung durch den Hausarzt erfolgen, ob der Ausschluss eines Cortisol-Überschuss in dieser Situation sinnvoll sein kann.
Guten Abend Ich, weiblich, 52, regelmässige Mens, wenn auch weniger stark. Schlafe schlecht durch, nehme zu, bin tagsüber müde trotz 7 Stunden Schlaf und habe Konzentrationsschwierigkeiten. Seit Oktober 2025 nehme ich Progesteron. Nehme ich es regelmässig, bekomme ich alle zwei Wochen meine Mens. Nehme ich es nur jeden zweiten Tag, schlafe ich wieder schlecht. Meine Gymökologin möchte keinen Hormonspiegel durchführen. Was raten Sie mir? Vielen Dank und freundliche Grüsse Simone Mangold
Lea Köchli: Da Sie whs. noch schwankende Oestrogenspiegel haben, ist es nicht einfach. Die Konzentrationsstörungen können darauf hinweisen, dass das Oestrogen auch immer mal wieder zu tief ist. Entweder Sie probieren trotz Zykluschaos das Oestrogen mal aus u/o Erhöhen die Progesterondosis. Als dritte Option könne man Ihnen auch eine Gestagenpille geben gegen das Chaos und oben drauf etwas Oestrogel. Das müssen Sie aber mit Ihrer Gynäkologin besprechen.
Guten Tag Ich bin w und 56 Jahre alt. Ich hatte früh Wechseljahrsymptome, weshalb ich mit 40 Jahren mit der Einnahme von Wechseljahrhormonen begonnen habe. Auf Empfehlung meiner Gynäkologin habe ich vor bald 6 Monaten die Wechseljahrhormone langsam abgesetzt. Sofort waren wieder diese unangenehmen Wechseljahrsymptome, vor allem die fast stündlichen Hitzewallungen, wieder da, die mir das Leben schwer machen und mir den Schlaf rauben. Meine Frage ist, wie lange können diese Hitzewallungen noch andauern? Vielen Dank.
Lea Köchli: Die können leider noch lange andauern, im Schnitt um 7 Jahre. Das sagen zumindes die Untersuchungen. Wenn es keine offensichtlichen Risiken gibt die dagegen sprechen, können Sie die Hormone noch weiternehmen. V.a. wenn der Leidensdruck ohne hoch ist.
Ich eine Frau 67 Jahre und habe seit zirka 4 Wochen Probleme mit dem Schlafen. Kann oft bis 4h00 morgens nicht einschlafen. Es geht mir sonst gut, habe keinerlei soziale oder anderweitigen Probleme, welche ein Grund dafür sein könnten. Der ‚Schalter‘ im Gehirn klickt einfach nicht, obwohl ich keine Gedanken wälze. Nein Blutruck ist eher tief. Gewicht normal. Vor 2 Jahren habe ich letztmal die Blutwerte überprüft und alles war ok. Auch sonst hatte ich keine Krankheiten. Habe Darmspiegelung gemacht, Mammographie und Gynäkologische Untersuchungen regelmässig gemacht. Ich bewege mich regelmässig mit Schwimmen/Velo/Wandern und rauche nicht. Ich habe nun versucht, mit Melantintees (1mg) nach vielen schlaflosen Nächten Schlaf zu finden. Das hat gut funktioniert. Wie lange kann man ohne Probleme Melantonin einnehmen? Könnte meine Situation hormonell bedingt sein? Ich hatte auch während dem Klimakterium nie Probleme mit Schlafen. Wie oft sollte man in meinem Alter die Blutwerte überprüfen?
Lea Köchli: Die Melatonin Einnahme ist nur bis 3 Mt untersucht. Viele nehmen es aber langfristig, v.a. wenn es hilft und als Tee. Bei Blutwerten kommt es sehr drauf an, ob man Medikamente nimmt oder Krankheiten hat. Sicherlich 1x pro Jahr die Schilddrüse wird nicht schaden.
Liebes Puls Team Vielleicht können sie mir weiterhelfen: In eine wunderschöne neue Partnerschaft stelle ich fest, dass mein Libido fast nicht mehr vorhanden ist.. Die Gynäkologin verschrieb mir Hormonsalbe die leider keine Wirkung zeigte. Können sie mir weiterhelfen? Es würde mich sehr freuen. Freundliche Grüsse
Lea Köchli: In der Menopause ist Testosteron bei Libidoproblemen untersucht und zeigt Wirkung. Falls Sie noch jund sind und eine Verhütungspille nehmen, kann die Umstellung auf eine Spirale auch günstig sein.
55, weiblich, seit ca. 1 1/2 Jahre keine Periode mehr, schlanke Statur, 2 erwachsene Kinder. Vermehrt Gliederschmerzen, vorallem an Füssen, ab und zu Herzstolper, Gewichtzunahme 5 kg, kein Durchschlafen mehr und schlechtes Wiedereinschlafen. Könnte eine Hormonabklärung helfen? Oder kann dies auch die Hausärztin?
Roland Braneti: Es wäre empfehlenswert, sich an Ihre Gynäkologin oder Ihren Gynäkologen zu wenden, um den Beschwerden auf den Grund zu kommen. Es kann durchaus eine hormonelle Ursache dahinterstecken.
Ich habe von meinem Arzt bioidentische Hormone bekommen....Gel (orstrogel) und Kapseln ( Utrogestan). Meine Gebärmutter wurde schon vor 15 Jahren entfernt. Ist es möglich dass ich nur den Gel nehme? Oder ist es zwingend beides zu kombinieren? Mir wäre es sympathischer wenn ich die Kapseln weglassen könnte. Ich habe noch nicht begonnen mit der Einnahme....auch nicht mit dem Gel. Was ist der Nachteil wenn ich nur den Gel anwende?
Roland Braneti: Wenn die Gebärmutter entfernt wurde, können Sie in den meisten Fällen auch nur das Oestrogel anwenden. Die Utrogestan-Kapseln dienen in erster Linie dazu, die Gebärmutter vor einer zu starken Wirkung des Oestrogels zu schützen. In bestimmten Situationen (z.B. wenn bei Ihnen früher eine Endometriose vorlag) kann es aber sinnvoll sein, trotz der entfernten Gebärmutter auch Utrogestan einzunehmen.
Ich verhüte mit dem Nuvaring. Ist es theoretisch gseundheitlich sinnvoller den ring jeweils durchgehend zu nehmen und so die hormonellen schwankungen zu reduzieren? Weil in theorie ist die abbruch Blutung ja nicht notwendig da der Eisprung gar nicht stattfindet. Ihre Meinung dazu würsw mich sehr interessieren
Roland Braneti: In bestimmten Situationen kann es sinnvoll sein, den NuvaRing durchgehend zu applizieren, z.B. bei Vorliegen einer Endometriose. Dies kann aber vor allem in den ersten Monaten dazu führen, dass Zwischenblutungen auftreten. Eine generelle Empfehlunge für ein durchgehendes Anwenden des NuvaRings gibt es nicht.
Seit 15 Jahren habe ich hohen Blutdruck. Begonnen hat es nach einem Abort. Nach vielen Abklärungen stellte sich heraus, dass die Nebennieren zu viel Hormone produziert. Vor 4,5 Jahren hatte ich ein Burnout. Seit 15 Jahren nehme ich Amlodipin und Aldactone. Vor drei Jahren wurde mir gesagt, ich könnte die Nebennieren testen und ggf. eine entfernen lassen. Ich erkenne mich ein wenig im ersten Beitrag. Ist das vergleichbar? Kann es sein, dass ich evt. mein zu hoher Blutdruck durch eine Hormonbehandlung klären kann?
Johannes Kliebhan: Wenn tatsächlich eine Überproduktion von Hormonen au der Nebenniere festgestellt wurde, kann diese Dysbalance durchaus für Ihren Bluthochdruck verantwortlich sein. Je nach betroffenem Hormon und Schweregrad kann eine medikamentöse Therapie mit Aldactone hilfreich sein, oder eine Operation der Nebenniere erforderlich sein. Für die Beurteilung müssen aber die Art der Überproduktion und weitere Befunde exakt erhoben werden, wofür eine Vorstellung bei einer/m Spezialist/in sinnvoll ist.
Guten Abend Ich (w, 34 Jahre) habe immerhalb von ca. einem Jahr etwa 8 KG zugenommen. Aus beruflichen Gründen hatte ich viel Stress. Ich versuche viel Sport zu treiben. Können dieser Stress und die Hormone zur Gewichtszunahme grführt haben? Können Sie mir eine Blutuntersuchung – und wenn ja, mit welchen zu untersuchenden Werten – empfehlen?
Johannes Kliebhan: Chronischer Stress kann über Stresshormone und Veränderungen in den Schlafgewohnheiten zu einer Gewichtszunahme führen. Darüber hinaus sollte die Schilddrüsenfunktion überprüft werden. Eine hausärztliche Konsultation zur schrittweisen Abklärung der spezifischen Symptome mit gleichzeitiger Behandlung der Symptome wäre hier ratsam.
Hallo, stimmt es, dass Haarausfall und Glatze mit den Hormonen zusammenhängt? Können Sie mir das gemauer erklären und kann ich etwas dagegen einnehmen?
Johannes Kliebhan: Insbesondere der erblich bedingte Haarausfall (sog. androgenetische Alopezie) hängen mit den Hormonen zusammen. Haarwurzeln reagieren empfindlich auf das Dihydrotestosteron, einen Metaboliten des Testosterons – sie werden dünner und fallen früher aus. Behandlungsmöglichkeiten sind meist topisch, primär wird Minoxidil eingesetzt oder bei fehlendem Erfolg und nach hautärztlicher Beurteilung kann auch Finasterid lokal oder als Tablette eingesetzt werden.
Guten Tag Ich (w, 36 Jahre alt) habe ein Immundefekt. CVID. Ich bin deswegen in einer Therapie mit Immunglobulinen und gut eingestellt. Trotzdem bin ich ca. alle 2 Wochen krank. Diverse Infekte. Zudem leide ich an einer Depression, bei der die Psychiaterin der Meinung ist, eigentlich sei es keine Depression, ich bräuchte nur Unterstützung. Bin Mutter von 2 kleinen Kindern. Beide haben ein Geburtsgebrechen. Wegen der «Depression» nehme ich ein Antidepressiva ein. Da aber auch dies nicht so nützt, wie es sollte, frage ich mich jetzt, können auch Hormone die auslöser für die vielen Infekten sein. Können auch die Hormone einem so Energielos machen? Und könnte ich dies abklären lassen? Oder ist dies gar nicht sinnvoll? In beiden Schwangerschaften habe ich sehr stark auf das Hormon HCG reagiert und bis zur Geburt dauernd erbrochen, sodass ich an Körpergewicht abnahm.
Johannes Kliebhan: Eine Kontrolle der Schilddrüsenfunktion ist in dieser Situation ebenso sinnvoll, wie die Messung des morgendlichen Nüchtern-Cortisols. Beides kann in der Regel bei Hausarzt/ärztin getestet werden und bei Auffälligkeiten an eine/n Spezialist/in weiterverwiesen werden.
Guten Abend Ich bin 58 und leide unter extremen Schlafstörungen – habe neuerdings schon Angst vor der Nacht. Nehme seit etwa einem Jahr Progesteron und Östrogen, auch das nützt kaum. Dazu kommen enorme konzentrationsstörungen, so dass der Arbeitsalltag ein Kampf ist, und Haarausfall. Habe schon vieles versucht, von Meditation über pflanzliche Substanzen bis hin zu Melatonin. Alles ohne Erfolg. Ich halte das fast nicht mehr aus. Kann es an einem Hormon liegen? Freundliche Grüsse
Lea Köchli: Sie könnten versuchen das Orexin System zu beeinflussen/hemmen mit Daridorexant. Das muss man Ihnen aber ärztlich verschreiben.
Guten Abend, Ich habe Brustkrebs mit Leber- und Knochenmetastasen. Nach der Chemotherapie, die den Brustkrebs schrumpfen liess, erhalte ich seitdem alle 3 Wochen eine Antikörpertherapie. Seit einigen Wochen muss ich Aromasin nehmen. Meine Gelenk- und Muskelschmerzen haben damit massiv zugenommen. Im Brustbereich habe ich oft massive Schmerzen, manchmal stechend. Was kann ich gegen diese Nebenwirkung tun?
Lea Köchli: Das ist leider schwer zu behandeln. Condrosulf oder Muschelextrakt kann helfen, aber nur bedingt.
Ich (42 Jahre) habe festgestellt, dass ich sehr sensibel auf Hormonänderungen mit Gewichtszunahme reagiere ( bei Präperaten und schwangerschaften je ca 30 kg.) So z.b bei der Pille, die 2 Schwangerschaften und zuletzt eine Hormonspirale. Nach Absetzen der Hormone , resp nach den Geburten blieben immer ca 10 kg «übrig» Vor 5 Jahren musste ich mich einer Non-Hodgkin Lymphom Therapie unterziehen ( Chemo und Bestrahlung). Mein Zyklus ist zwar wieder regelmässig, allerdings haben PMS Symptomatik inkl Panikattacken und Schwierigkeiten bei der Gewichtsabnahme zugenommen. Ich achte auf Ernährung, Sport etc. Doch es bleiben immernoch ca 30kg, die nicht weggehen. Meine Frauenärzrin meint, ein Hormonspiegeltest mache keinen Sinn. Schilddrüse wurde mehrfach abgeklärt ohne Ergebnis. Was kann ich tun (z.b bei der Ernährung) um die übrigen 30kg wegzubringen?
Lea Köchli: Ich würde mich professionell von einer Ernährungsberatung zusammen mit möglicher moderenen Adipostiasbehandlung betreuen lassen.
Guten Abend Ich verspüre plötzlich (unzählige Male pro Tag) eine starke Hitze im Körper, die im Bauchraum beginnt und in den Kopf aufsteigt. Dabei kommt es zu starkem Schwitzen im Gesicht und zu einem geröteten Kopf. Zusätzlich treten Herzrasen, Schwitzen an den Schienbeinen und anderen Körperstellen auf. Vergesslichkeit sowie Konzentrationsstörungen, Magendruck kommen hinzu. Ich bin weiblich und 49 Jahre alt. Welche Ursachen könnten hinter diesen Symptomen stecken, und zu welchen medizinischen Abklärungen oder Behandlungen würden Sie raten?
Lea Köchli: Ich würde Ihnen raten zu Ihrem Gynäkologen zu gehen. Es könnten sich um Wechseljahrsymptome handeln. Hormonabklärungen macht man nicht generell, nur wenn was unklar wäre.
Ich bin in der Menopause und habe seit gut vier Wochen einen sehr trockenen Mund, insbesonders Innenseite Ober- und Unterlippe. Was kann ich tun? Ich nehme einen Hub Östrogel am Morgen und am Abend eine Tablette Progesteron.
Lea Köchli: Mundtrockenheit kann ein Oestrogenmangel Symptom sein. Es gibt aber noch viele andere mögliche Ursachen. Warten Sie noch etwas ab, es sollte ja besser werden mit dem Gel. Sonst mal schauen, ob Sie das Gel genügend aufnehmen u/o auch mal zum Zahnarzt/Hals-Nasen-Ohrenarzt mit dem Anliegen.
Ich habe eine diagnostizierte Nebenniereinsufizienz (seit 2018) Nehme zurzeit Hydrocortison 10mg/Tag. Wie oft sollte die Dosierung überprüft werden?
Johannes Kliebhan: Die Anpassung der Dosierung der Hydrocortison-Substitution richtet sich nur nach den Effekten und der Klinik. Solange Sie sich also wohlfühlen, ist keine regelmässige Kontrolle notwendig. Regelmässig aufgefrischt werden sollte jedoch das Wissen über die Stressprophylaxe.
Bei mit wurde sehr niedriges DHEA u Pregnenolone festgestellt und sehr niedriges Cortisol. Meine Libido ist erlegen, ich kann so gut, wie nicht schlafen und habe Nachts mehrere Schwitzepisoden. Auch werde ich vergesslicher und bin immer weniger leistungsfähig. Ich bin 61 und nehme seit ca 10 Jahren HET. Was raten Sie mir?
Lea Köchli: Sie können es mal mit 25mg DHEA probieren. Ist in der Schweiz nicht zugelassen, bekommen Sie aber trotzdem. Das könnte helfen.
Bei mit wurde sehr niedriges DHEA u Pregnenolone festgestellt und sehr niedriges Cortisol. Meine Libido ist erlegen, ich kann so gut, wie nicht schlafen und habe Nachts mehrere Schwitzepisoden. Auch werde ich vergesslicher und bin immer weniger leistungsfähig. Ich bin 61 und nehme seit ca 10 Jahren HET. Was raten Sie mir?
Lea Köchli: Sie können es mal mit 25mg DHEA probieren. Ist in der Schweiz nicht zugelassen, bekommen Sie aber trotzdem. Das könnte helfen.
Ich bin 61 Jahre alt und habe bisher noch nie künstlich Hormone zugeführt bekommen. Die Gynäkologin meint, der Spiegel im Blut würde dies nicht erfordern. Seit etwa 10 Jahren schlafe ich nicht mehr besonders gut. In den letzten Monaten hat sich das Problem verschärft. Dazu kommt, dass ich oft viel emotionaler reagiere, als ich das früher tat. Kleinere Probleme können mich plötzlich auch nachts stark beschäftigen. Die letze gynäkologische Untersuchung hat vor knapp einem Jahr stattgefunden. Kann ich selbst etwas tun oder soll ich mich bei der Gynäkologin melden?
Lea Köchli: Sie können es mit pflanzlichen Mitteln aus der Apotheke selbst versuchen, aber auch bald die Gynäkologin einbeziehen. Das Fenster für den Beginn einer Hormongabe ist beschränkt.
Ich bin 47 Jahre, sportlich. Trotz sehr gesunder Ernährung habe ich einen hohen Cholesterinspiegel 7.16. Dieser war immer relativ hoch. Eine Vererbung wurde per Teat ausgeschlossen. Ebenfalls habe ich Probleme das Gewicht zu senken und erwache immer zwischen 2-4 Uhr. Teilweise nehme ich 1kg in einem Tag zu. Messungen mit einem Libre3 haben gezeigt, dass ich oft tiefen Blutzucker habe, vor allem nachts trotz ausgeglichener Ernaehrung. Nun hat mich jemand darauf aufmerksam gemacht Hormone zu testen. Welchen Test empfehlen sie mir?
Johannes Kliebhan: Die tiefen Blutzuckerwerte können verschiedene Ursachen haben. Um diese im Detail zu bewerten, ist eine Beurteilung durch einen Facharzt empfehlenswert. Dann können ggf. weitere gezielte Tests in die Wege geleitet werden.
Guete Abig Ich leide seit über 10 Jahren an sintflutähnlichen Schweissattacken. Zudem habe ich sehr zugenommen, ich habe Bluthochdruck, Schwindel, Depressionen, Panikattacken und Schwächeanfälle… Seit über 10 Jahren geh ich immer wieder zum Arzt mit den gleichen Symptomen. Ein Arzt hat mich ausgelacht und gesagt, nein, nein, eine Krankheit hat höchstens 3 Symptome. Sonst hätten sie ja mehr als eine Krankheit. Mit anderen Worten, ich würde simulieren! Da habe ich mich geschämt und geschwiegen… :(
Johannes Kliebhan: Bei den von Ihnen beschriebenen Symptomen ist eine hormonelle Ursache denkbar. Ich würde Ihnen eine Konsultation mit einer/m Spezialist/in empfehlen, um die sinnvollen nächsten Schritte in die Wege zu leiten.
Guten Abend Ich bin 52 Jahre und nehme seit 7 Wochen Utrogestan 100 mg und Divigel 10 mg. Da ich Körperschmerzen habe. Meine Gynäkologin hat mir dies aufgrund Wechseljahre verschrieben. Ich nehme Utrogestan am Abend und Divigel am Morgen. Mir ist es jedoch immer komisch im Kopf und merken tu ich eigentlich nichts. Ist das normal? Herzlichen Dank.
Lea Köchli: Es lohnt sich der Therapie 3-4 Monate Zeit zu geben. Wenn Sie keinen Benefit haben bis dahin, bitte wieder die Gynäkologin konsultieren.
Hatte vor 1 Woche eine Streifung, Gerinsel oder Ursache war nicht ersichtlich. Kann es sein das Hormone ebenfalls mit wirken? Wie kann ich diese Überprüfen lassen?
Lea Köchli: Das kann man so schlecht beantworten. Eine Streifung ist ja eine Gefässproblematik. Die weiblichen Hormone beeinflussen unsere Gefässe eigentlich positiv, während künstliche Hormone zum Beispiel das Thromboserisiko eher erhöhen. Die Streifung hat jedoch andere Haupt-Risikofaktoren.
Sehr geehrte Damen und Herren Viele der genannten Symptome im Fallbeispiel „Cortisol“ kann ich von mir bestätigen. Wie kann ich vorgehen/an wen wende ich mich, um meinen Cortisolspiegel messen zu lassen? Ist dieser Wert ein aussagekräftiger Anhaltspunkt für weitere Massnahme oder ist der Wert sehr schwankend?
Johannes Kliebhan: Zum Ausschluss einer körpereigenen Überproduktion ist ein dynamischer Test – ein sogenannter Dexamethason-Hemmtest – als Screening-Test empfohlen. Dieser kann bei vielen Hausärztinnen/ärzten durchgeführt werden. Er sollte am Anfang des Menstruationszyklus durchgeführt werden, dann kann bei negativem Test ein Cortisolüberschuss verlässlich ausgeschlossen werden.
Guten Abend, bei mir ist im Herbst Hashimoto diagnostiziert worden. Aktuell habe ich folgende Symptome: Stimmungsschwankungen, keine Energie – Körper fühlt sich leer an, Kopfschmerzen, Hoher puls, Unruhig, Zittern der Hände. Nebenniere wurde aufgrund niedrigem Wert mit einem Hormontest getestet. Cortisol Stim. 1ug Synacten war bei 463 Niedrig. TPO AK <10, Cortisol Morgen 291. Albumin korrigiertes Calcium 2.1. TSH basal 4.75. Erste Cortisol Messung war bei 164. Endokriologin meinte, dass ein Arzt die Nebennieren Resultate anschauen muss, jedoch viel zutun hätte und sie es nicht weiterleiten werde. Ich soll es mit Schilddrüsen Medikamente 25 mg versuchen ob die Symptome weggehen. Ich mache mir sorgen bezüglich den Nebennieren Werte sollte diese niedrigen Werte weiterverfolgt werden und was könnten diese zum aktuellen Zeitpunkt aussagen? Besten Dank
Claudia Maushart: Bei einem Anstieg des Cortisolspiegels auf >400 nmol/l nach Stimulation mit 1mcg-Synacthen ist eine Nebennierenrindeninsuffizienz unwahrscheinlich. Die genauen Gerenzwerte hängen aber vom verwendeten Laborassay ab. Bei einem TSH von 4.75 mU/l und entsprechenden Symptomen, welche zu einer Schilddrüsenunterfunktion passen könnten, kann ein Therapieversuch mit Schilddrüsenhormonen erwogen werden. Eine Reevaluation wäre nach ca. 3 Monaten empfohlen.
Ich bin 43 Jahre alt, habe 2 Kinder. Seit ca. 2 Jahren habe ich regelmässig starke Stimmungsschwankungen und bin oft dünnhäutig, ab und zu plagen mich Migräne Ataken. ich habe zwei verschiedene Pillen (Anouk und Slinda) ausprobiert und nun habe ich die Pille ganz abgesetzt. Bei keiner Variante geht es mir wirklich besser. Ich führe im Moment sogar ein sehr gesundes Leben mit gesunder Ernährung, viel Bewegung und wenn möglich genügend Schlaf. Die schwierigen Situationen mit den Stimmungsschwankungen beeinträchtigen meinen Alltag sehr und schmälern mein Selbstbewusstsein. Ich bin selbstständig Erwerbend, habe viel Verantwortung und muss präsent sein. Haben sie mir einen Tip was ich machen kann, damit es mir besser geht? Vielen Dank!
Roland Braneti: Sie könnten zunächst eine pflanzliche Therapie mit Mönchspfeffer probieren. Wenn diese unzureichend ist, könnte man eine Gabe von Progesteorn in der zweiten Zyklushälfte in Erwägung ziehen.
Guten Abend Haben Sie Erfahrungen mit Auswirkungen der Menopause / schwankende Hormonspiegel auf ADHS und umgekehrt? Ich nehme Medikamente für mein ADHS und habe den Eindruck, dass diese nicht mehr gleich wirken wie vorher.
Lea Köchli: Man vermutet einen Zusammenhang, da Oestrogen den Neurotransmitter-SW mitbeeinflusst. Vieles ist aber noch unerforscht.
Guten Abend Ich hätte eine Frage bezüglich der Hormontherapie meiner Mutter. Sie hatte Brustkrebs und befindet sich seit etwa drei Jahren in einer antihormonellen Therapie. In dieser Zeit wurde das Medikament einmal gewechselt. Seit der Behandlung leidet sie unter starken Nebenwirkungen, vor allem ausgeprägten Stimmungsschwankungen sowie starken Muskel- und Gelenkbeschwerden, die ihren Alltag deutlich beeinträchtigen. Wir würden gerne wissen, ob diese Nebenwirkungen bei der Hormontherapie häufig vorkommen und ob es Möglichkeiten gibt, die Beschwerden zu lindern oder alternative Behandlungsoptionen zu prüfen. Vielen Dank im Voraus für Ihre Einschätzung.
Lea Köchli: Ja diese Beschwerden sind leider sehr häufig. Für die Muskel- und Gelenkbeschwerden kann man Teufelskralle und Muschelextrakt aus der Drogerie probieren. Die Psyche kann man mit Johanniskraut oder Psychopharmaka angehen. Wenn Sie auch schwitzt ist Venlafaxin eine gute psych. Unterstützung, da es auch die Wallungen verbessert.
Ich schwitze sehr stark ,schlafe sehr schlecht ,bin sehr viel gereizt und habe depressionen .Gibt es pflanzliche Mittel die mir helfen könnten ?Was kann ich dagegen tun. Ostrogen und Progesteron habe ca.1Monat genommen es hatt nicht viel geholfen und zuviele Nebenwirkungen
Lea Köchli: Mönchspfeffer gegen Reizbarkeit, Johanniskraut gegen depressive Verstimmung. Beides braucht viel Geduld, die Wirkung kommt nach 3-4 Monaten.
Guten Tag Soll Östradiol an dünner Haut oder an Stellen mit Unterhautfett aufgetragen werden? Unterschied bei Oestrogel und Lenzetto Applikationsstelle? Besten Dank
Lea Köchli: Beim Oestrogel muss genügend Platz da sein. Ich empfehle den Oberarm oder Oberschenkel (bei 2 Hüben). Lenzetto auf Unterarm Innenseite und gut beobachten, ob auch schön Flüssigkeit rauskommt in der Grösse des Disks.
Hallo Ich nehme seit 3 Jahren Östrogen. Dies, nachdem ich meine Gebärmutter und die Eierstöcke rausnehmen musste. Dies auf Empfehlung der Gynäkologin. Nun bin ich unsicher, ob diese mir eher schaden. Ich hatte eigentlich keine Beschwerden, ausser den normalen Wechseljahrbeschwerden. Aber nicht schlimm. Macht es überhaupt Sinn diese zu nehmen? Danke für die Antwort!
Lea Köchli: Da ich nicht weiss, wie alt Sie sind, ist es schwierig Sie zu beraten. Grundsätzlich würde ich die Frage mit JA beantworten. Oestrogen schützt Ihren Knochen, Ihre Gefässe und wenn früh genug begonnen Ihr Gehirn.
Ich schlafe seit Monaten sehr schlecht, erwache stündlich. Im Kopf fühlt es sich am Tage wie auch in der Nacht an als würden Mini-Tierchen herumspringen, Nervosität plagt mich. Kann nicht entspannen. Gleichzeitig bin ich sehr übermüdet, vergesse sehr viel und habe Konzentrationsmühe. Erhöhter Blutdruck gehen welchen ich Candesartan nehme 4mg täglich). Kann es sein dass ich Östrogen-Mangel habe?
Lea Köchli: Oestrogen und Progesteron-Mangel können Schlafstörungen und Unruhe verursachen. Unbedingt abklären lassen.
Guten Abend Seit der Einnahme von bioidentischen Hormonen Östrogen Gel und Progesteron Tabletten, bin ich ausgeglichener und die Stimmungsschwankungen sind nicht mehr so gross. Verspannungen und Gelenkschmerzen sind aber viel schlimmer geworden. Welche Hormone kann man im Blut kontrollieren lassen?
Lea Köchli: Ich würde wenn überhaupt den Oestrogelspiegel anschauen, da Gelenkschmerzen auf einen zu tiefen E2-Spiegel hindeuten können. Da Sie ja subsitutieren, wäre das ein klassischer Fall, wo ich eine Hormonbestimmung sinnvoll fände. Und ich bin ein Fan von Magnesiumsubsitution abends.
Ich bin 40 Jahre alt und verspüre Schmerzen bei der Menstruation, aber immer öfter und stärker auch während des Eisprungs. Verknüpft mit leichten Stimmungsschwankungen und teilweisem Brainfog frage ich mich, ob mein Hormonhauhalt in Balance ist oder nicht? Würden Sie zu einer Abklärung tendieren und wenn ja, in welche Richtung? Perimenopause? Welche Hormone könnten das Gleichgewicht beeinflussen?
Roland Braneti: Die Stimmungsschwankungen und der Brainfog können eine hormonelle Ursache haben, müssen aber nicht. Schmerzen während des Eisprungs stehen nicht im Zusammenhang mit hormonellen Ursachen. Sie sollten eine gynäkologische Abklärung durchführen lassen. Aufgrund der Schmerzen bei der Menstruation sollte auch eine Ultraschalluntersuchung erfolgen.
Guten Abend Mich würden bioidentischen Hormone interessieren. Wann sind solche sinnvoll? Vielen Dank
Lea Köchli: Ich empfehle Ihnen das Buch Woman on Fire zu lesen. Das ist sehr aufschlussreich.
Guten abend ich bin m 28 und habe oft darüber nachgedacht ob mein hormanhaushalt in ordnung ist. Meine beschwerden sind das ich regelmässig (mehrmals täglich) in stress situationen extrem stark anfange zu schwitzen was sich bis zu einer kleinen panikatake steigern kann zudem kirge ich einen extrem roten kopf was auch lange anhält. diese anfälle habe ich manchmal auch ohne ersichtlichen grund meist jedoch bei kontakt mit menschen. Seit ein paar monaten habe ich nun den ganzen tag einen sehr roten Kopf (ausser morgens). Kann es sein das das auch eine physische ursache hat?
Lea Köchli: Wenn man in Ihrem Alter einen regelmässigen Zyklus hat, sind in der Regel die weiblichen Hormone nicht der Grund für solche Symptome.
Guten Tag Die Sendung löst bei mir die Frage aus, ob bei meinen Symptomen allenfalls auch ein Hormon die Ursache sein könnte. Ich habe sehr lange ganz schlecht bis fast gar nicht geschlafen. Das geht unterdessen besser, auch wenn ab und zu noch der Schlaf ausbleibt. Meist ist der Grund mein Körper, der besonders in der Nacht schmerzt, in Gelenken und Muskeln. Und mein Körper versucht dann muskuläre Spannungen aufzulösen – was dann eine ständig wechselnde feine Bewegung in mir auslöst. Tagsüber fühle ich, dass meine Muskeln einfach hart und unelastisch sind. Am stärksten fühlbar im Schulterbereich, wo die Sehen auch ständig knachen/spicken beim Bewegen. Es ist nicht super schmerzhaft und ich habe nicht das Gefühl, dass diese entzündet sind. Sie sind einfach verhärtet. Schlimmer ist es auf meiner rechten Seite, auch im Brustkasten und Hüfte. Es ist schwierig zu beschrieben, weil ich eigentlich recht gesund bin, und wenn ich mal etwas medizinisch abkläre, immer nichts herauskommt. Vielleicht haben Sie mir einen Tipp. Herzlichen Dank und freundliche Grüsse
Johannes Kliebhan: Die von Ihnen beschriebenen Beschwerden haben in der Regel keine rein hormonelle Ursache – meist spielen mehrere Faktoren zusammen, etwa Stress, Schlafstörungen, Überlastung oder Veränderungen der Muskulatur. Eine Kontrolle der Schilddrüsenfunktion schadet nicht, wäre jedoch nicht typisch als Ursache. Ansonsten kann eine ganzheitliche Abklärung, ggf. auch mit rheumatologischer Beurteilung sinnvoll sein.
Guten Abend, seit der Geburt meiner Kinder (5 und 8) habe ich (41) immer stärkeren Haarausfall. Hausarzt und Dermatolog haben mir Eisen in Form von Infusionen und Kapseln gegeben, was immer nur kurzzeitig eine positive Veränderung brachte und ich irgendwann nicht mehr vertragen habe. Nun hat mir meine Gynäkologin zur Behandlung von PMS eine Salbe mit Progesteron verschrieben und siehe da: der Haarausfall hat nach 3 Monaten quasi aufgehört. Wie hängen Progesteronspiegel/ Perimenopause mit dem Haarausfall zusammen?
Lea Köchli: Progesteronabfall kann über die 5-alpha-Reduktase einen androgenbedingten Haarausfall begünstigen.