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Legende: Dragana Weyermann, Erika Ziltener und Dr. Christian Hess. SRF
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Zweitmeinung «Wer bezahlt eine Zweitmeinung?»

Christian Hess, Dragana Weyermann und Erika Ziltener haben Ihre Fragen im «Puls»-Chat beantwortet.

Fachpersonen im «Puls»-Chat

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Dr. Christian Hess

Ehemaliger Chefarzt Innere Medizin und ärztlicher Leiter

Akademie Menschenmedizin

Zürich

Dragana Weyermann

Dipl. Pflegefachfrau und kant. approb. Naturärztin

Patientenstelle Basel

Erika Ziltener

Dipl. Pflegefachfrau und Leitung Beratungsstelle

Präsidentin des Dachverbands Schweizerischer Patientenstellen

Patientenstelle Zürich

Chatprotokoll

Was halten Sie von Zweitmeinungen in der Onkologie? Empfehlen Sie diese und wenn ja wo liegt der Nuzen?

Erika Ziltener: Eine Zweitmeinung in der Onkologie finde ich sehr wichtig. Die Behandlung einer Krebserkrankung ist sehr komplex. Es ist demzufolge sehr wichtig, dass verschiedene Expertinnen und Experten die Behandlung miteinander besprechen. Zudem macht die Medizin in der Onkologie sehr grosse und teils rasche Fortschritte, so dass es wichtig ist, dass für die Behandlung neueste Forschungsergebnisse miteinbezogen werden.

Guten Abend ist es sinnvoll immer eine Zweitmeinung einzuholen .Muss man diese selber bezahlen? Muss ich das meinem Arzt sagen besten dank .

Dragana Weyermann: Eine Zweitmeinung ist bei einer geplanten Operation, einer Bestrahlung oder einer Behandlung mit grossem Risiko und deutlichen Nebenwirkungen sehr sinnvoll. Bei Notfällen jedoch nicht! Die Krankenkasse übernimmt in der Regel die Kosten, wenn die Leistung wirksam, wirtschaftlich und zweckmässig ist. Wie sind Sie versichert? Haben Sie freie Arztwahl? Sind Sie zum Beispiel in einem Hausarzt-modell müssen Sie zuerst bei Ihrem Hausarzt vorstellig werden. Ich bin immer für offene Kommunikation. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ein guter Arzt wird Sie sogar ermuntern eine Zweitmeinung einzuholen.

Bei mir wurde Arterienverkalkung in der Leistengegend festgestellt. (sogenannte Schaufensterkrankheit). CT Untersuch wurde auch gemacht. "Balönle" sei nicht mehr möglich. Die Durchblutungswerte in die Beine betragen 60 und 70%. Es wurde eine OP empfohlen. Aber beidseitig miteinander könne die OP nicht vorgenommen werden. Es gibt Tage da kann ich fast ohne Probleme 1 Km gehen. Andere Tage merke ich die Schmerzen schon bei 500m. Bin 73 jährig und habe grosse Angst vor OP's. 2.-Meinung sinnvoll?

Chat-Admin: Antwort von Dr. Christian Hess (wegen technischer Probleme): Es kommt darauf an, was Sie für Ansprüche an Ihre Mobilität haben. Das wichtigste ist, dass Sie regelmässig gehen, auch sog. durch den Schmerz hindurch. Dann verbessert sich wohl die Gehstrecke auch und Si brauchen keine OPs (vorderhand). Rauchen? Sofort stoppen. Eine zweite Meinung hilft da nicht viel weiter, Sie müssen selbst entscheiden, was für Sie wichtig ist.

Seit mehreren Jahren habe ich einen erhöhten Borrelienwert (igm) von 29. Gemäss Arzt muss dieser nicht behandelt werden? Da ich während den Antibiotika behandlingen so fit war wie noch nie, frage ich mich, ob meine Müdigkeit mit diesem "Infekt" zusammenhangen könnte.

Christian Hess: Grundsätzlich tönt die Antwort die sie erhalten haben richtig. Es ist allerdings schwierig aus einem Wert einen sicheren Entscheid abzuleiten. Es braucht die Klinik, also Ihr Beschwerdebild, weitere Werte und ev. noch Zusatzuntersuchungen. Es sind in den letzten Jahren wohl eher zuviel als zuwenig sog. Borrelieninfekte behandelt worden. Ich weiss jetzt nicht genau was sie meinen, wenn sie sagen während der Antibiotikabehandlung sei es Ihnen am besten gegangen. Heisst wohl dass Sie bereits einmal behandelt wurden!? Wenn Sie sich unsicher fühlen, Beschwerden haben würde ich eine Zweitmeinung bei einem erfahrenen Infektiologen an einem Spital einholen. Die chronische Müdigkeit gilt allerdings heute eigentlich nicht als Symptom einer Borrelieninfektion.

guten Abend, Bei mir wurde, nachdem ich starke Schmerzen im Oberarm hatte, ein Riss der Supraspinatussehne festgestellt (Läsion der Supraspinatussehne, welche breitflächig am Tuberculum majus abgerissen ist mit noch einzelnen schmalkalibrigen Reestfaserzügen im Bereich der bursanahen Sehnenoberfläche am dorsalen Rand zum Infraspinatus hin). Ich bin 68, also wurde mir nahe gelegt, in meinem Alter müsse man das nicht operieren. Nun hatte ich eine Infiltration, die Schmerzen sind im Moment weg

Erika Ziltener: Wenn keine Schmerzen da sind, ist eine Zweitmeinung nicht nötig, jedoch stellt sich die Frage welche konservativen Behandlungen wie Physiotherapie die Heilung zusätzlich unterstützen könnten. Sollten wieder Schmerzen auftauchen, müssen die Behandlungsmöglichkeiten neu überprüft werden. Eine Operation in Ihrem Alter sollte erst durchgeführt werden, wenn alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, Komplikationen im Heilunsverlauf auftreten und der Leidensdruck sehr hoch ist.

Ich habe Bedenken, dass sich der Zweitmeinungsarzt mit dem der ersten Meinung abspricht.

Erika Ziltener: Sie können selber einen unabhängigen Arzt oder eine unabhängige Ärztin für eine Zweitmeinung suchen.

Starke Arthrose im rechten Knie (bereits Meniskus operiert vor ca.10 Jahren). Erträglische Schmerzen im Alltag aber Wandern, Skifahren und Velofahren geht nicht. Ich bin 68 und möchte noch mitmachen. Arzt sagt warten, ich würde lieber ein künstliches Knie. Was soll ich tun?

Dragana Weyermann: Eine Knieprothese-Operation birgt auch Risiken. Hat Ihr Arzt Ihnen die Gründe fürs ”Abwarten” gut erklärt? Grundsätzlich finde ich es gut, dass Ihr Arzt noch abwarten will. Jedoch scheinen Sie unglücklich. Suchen Sie einen Knie-Spezialisten auf. Holen Sie sich eine Zweitmeinung und besprechen das Ergebnis nochmals mit Ihrem Arzt.

habe im nov. rücken operiert ,doch habe immer noch ändliche beschwerden,trotz physio und krafttraining.wurde an der selben Stelle 2 mal operirt,jdoch von verschiedenen ärtzten.wäre eine 2 meinung hier angebracht?

Erika Ziltener: Es empfiehlt sich in Ihrer Situation eine Zweitmeinung von einem unabhängigen Arzt, einer unabhängigen Ärztin - beispielsweise in einem anderen Kanton - einzuholen. Wichtig ist, dass es sich um einen Arzt handelt, der Sie nicht selber behandeln würde, sondern nur die Zweitmeinung abgibt.

Mein Kardiologe empfielt mir zur OP.da eine Herzklappe nicht genügend aufmacht da verkalkt.Ich merke es stark beim Bergauflaufen.Würde es alternativen geben??Danke

Christian Hess: Ich denke da gibt es keine Alternativen. Mann kann noch über den Zeitpunkt sprechen und dafür allenfalls eine Zweitmeinung einholen, aber die Operation (verschiedene Verfahren) ist wohl unumgänglich.

Sofern ich eine 2.Meinung einholen möchte, wie finde ich einen entsprechenden Hausarzt/Spezialarzt etc.. In unserer Umgebung gibt es z.B. keine Hausärzte die Patienten annehmen

Christian Hess: Woher haben sie dann Ihre 1. Meinung? Jemanden zu finden ist tatsächlich manchmal schwierig. Aber der Arzt der 1. Meinung sollte Ihnen weiterhelfen. Kommunizieren Sie ihm doch einfach offen, dass Sie verunsichert sind und noch ein andere Meinung hören möchten. Dann sollte er Ihnen helfen und Sie an jemanden überweisen (der vielleicht sonst keine "neuen" Patienten mehr übernimmt.

Meine Mutter (87) hat sich bei einem unglücklichen Sturz am 20. Aug. 2017 den Oberarm gebrochen. Seither wurde sie konservativ mit einem Brace behandelt. Der Bruch ist aber leider nicht verheilt. Wäre eine Zweitmeinung in der Schulthess-Klinik hilfreich? Herzlichen Dank für Ihre Antwort.

Erika Ziltener: Das Stadtspital Waid praktiziert eine qualitativ hochstehende Altersmedizin. Ich empfehle Ihrer Mutter, dort eine Zweitmeinung einzuholen.

Bin 84 Jahre alt. Vor ca. 15 Jahren hat man bei mir eine Spinalkanalverengung diagnostiziert. Vor zwei Jahren stand ich kurz vor einer OP. Zuvor hat mich noch ein Neurologe untersucht und eine 100 % Polyneuropathie festgestellt. Da die Symptome nicht dem Krankheitsbild nicht voll entsprachen, habe ich in der Schultessklinik eine Zweitmeinung eingeholt. Keine 100 % Bestätigung der Polyneuropathie, vielleicht ist der Spinalkanal für meine Schwäche in den Beinen verantwortlich. Was soll ich nun mac

Christian Hess: Ja das kann ich Ihnen so auch nicht beantworten. Was hat man dann in der Schulthessklinik empfohlen? Ev. mit dieser Empfehlung nochmals zum damaligen Neurologen gehen und die Situation (auch im Verlauf) erneut besprechen.

Kann eine Erhaltungstherapie bei Leukämie einfach so, wenn nötig wieder aufgenommen werden?

Erika Ziltener: Für eine onkologische Behandlung empfehle ich Ihnen die Fachmeinung (Zweitmeinung) im Universitätsspital Zürich einzuholen.

Meine Tochter 14 Jahren hat seit Jahren einen Dauerschnupfen der sie je länger wie mehr stört. Unser HNO Arzt erklärte uns, dass sie eine krumme Nasenscheidenwand hat und er diese Operativ gerade machen will. Therapien mit Amavys Nasenspray haben keine Erleichterung gebracht. Laut HNO Arzt hat meine Tochter geschwollene Schleimhäute. Er sagt, mit der OP gäbe es eine grosse Erleichterung was die Atmung und den Schlaf anbelangt. Meine Tochter ist Wettkampfschwimmerin. Ist die OP notwendig?

Dragana Weyermann: In Ihrem Fall fände ich eine Zweitmeinung sehr sinnvoll. Sprechen Sie mit Ihrem HNO Arzt offen darüber, dass Sie gerne eine Zweitmeinung einholen möchten damit Ihnen die Entscheidung leichter fällt. Suchen Sie für Ihre Tochter einen Spezialisten. Was sind die Risiken? Was sind die Alternativen? Was ist der Nutzen? Was passiert, wenn ich nichts mache?

Meine spez Frage:wer macht unabhaengige Gutachten v. ROENTGENBILDER bei Behandlungsfehler ? was kostet mich das?

Erika Ziltener: Um einen Behandlungsfehler beurteilen zu können, reicht ein Gutachten von Röntgenbildern nicht aus. Die Abklärung eines möglichen Behandlungsfehlers ist komplex. Sie können sich beispielsweise an uns wenden, damit wir Ihnen die Möglichkeiten und das Vorgehen aufzeigen können.

Guten Abend, ich habe eine zweite meinung eingeholt und wollte, dass der Arzt mir das schriftlicht gibt. Er weigerte sich. Er habe es mir mündlich erklärt hiess es. Hätte ich darauf beharren können? Ich holte mir eine dritte meinung ein. Bei diesem Arzt habe ich es schriftlich bekommen.

Christian Hess: Ja, Sie haben Anrecht auf einen Bericht, der immer Ihnen gehört, auch wenn er diesen Bericht einem anderen Arzt geschickt hat. Alle Dokumente, auch Röntgenbilder, Laborwerte etc. gehören Ihnen, denn sie wurden ja von Ihnen (via KK) auch bezahlt.

Guten Abend. Nach meiner Hüft OP (TEP) 2015 hatte ich grosse Probleme. Ich ging wiederum zu meinem Hausarzt um eine Überweisung in Unispital zu bekommen. Ich fand heraus, dass es ganz schlecht ist die Arbeit eines Berufskollegen in Zweifel zu ziehen. Er wollte mich schon fast polizeilich aus seiner Praxis werfen. Aber auch an der Uniklinik konnte oder wollte man mir nicht weiterhelfen. Zum Glück ist die linke Hüftprothese super eingebaut.

Erika Ziltener: Wenn ich Sie richtig verstehe, haben Sie keine gesundheitlichen Problem, wollten uns aber Ihre Erfahrungen mit dem Thema Zweitmeinung mitteilen. Glücklicherweise hat sich in den letzten Jahren in dieser Sache bereits einiges getan. Heute kommt es zunehmend vor, dass Ärztinnen und Ärzte selber auf die Möglichkeit der Zweitmeinung hinweisen und sich dadurch auch entlastet fühlen.

Habe eine Aortendissektion Typ B und eine intermittierende spinale TA, bin in Therapie und in dieser gestürzt, habe seither Beinkrämpfe sowie schwache Beine, alle Untersuchungen MRI CT Angliologie brachten kein Resultat und deswegen wurde mir empfohlen diesen Zustand zu akzeptieren und halt zu Hause zu bleiben was für mich sehr schwer ist. Ich suche selbst auch Nonstop nach Lösungen, habe aber nichts gefunden. 2. Meinung kam zum selben Schluss, also Exit oder weitermachen?

Christian Hess: Schwierig zu sagen. Wenn Sie den Eindruck hatten, dass sowohl an der ersten Stelle und an der 2. Stelle engagiert und gut untersucht wurde und Ihnen die Situation auch ausführlich und verständlich (nachvollziehbar für Sie) erklärt wurde, dann müssen sie wohl damit leben. Vielleicht könnte eine psychologische Hilfe Sie unterstützen mit der neuen Situation besser fertig zu werden. Exit wäre, zumindest für mich, nicht der richtig Weg. Aber da gibt es bestimmt unterschiedliche Meinungen.

Betreffend Onkologie.Kann man als Ausländer (Südtiroler) auch in der Schweiz eine Zweitmeinung einholen? Laut Auskunft unseres Onkologen wurde die Krebserkrankung meines Vaters beim Tumorboard besprochen und eine Zweitmeinung kann man nur im Ausland einholen.

Dragana Weyermann: Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich Ihre Frage verstanden habe. Ist Ihr Vater wohnhaft in Österreich? Allgemein: Eine Zweitmeinung im Ausland muss vorgängig mit der Krankenkasse besprochen werden, es sollte auf jeden Fall erst eine Kostengutsprache beantragt werden.

Gibt es ein Verzeichis von Augenärzten, die eine 2Meinung durchführen? Ich war vor 1 1/2 Jahren operiert - Kombinierte OP von Grauen und grünem Star - Implantation eines CyPass Stents und jetzt habe ich plötzlich wieder höheren Augendruck und auch Ausfall in Gesichtsfeld - (Octopus) Möchte erfahren, ob eine OP nötig ist, oder mit anderen Augentropfen probieren AD herunter zu bringen?

Erika Ziltener: Uns ist keine solche Liste bekannt. Sie können sich beispielsweise an uns wenden, damit wir Ihnen eine Empfehlung für eine Zweitmeinung abgeben können.

Guten Abend, meine Frage zum Thema Zweitmeinung: Im August 2015 habe ich meine rechte Schulter ausgerenkt und alle Bänder abgerissen, welche arthroskopisch wieder befestigt wurden. Bei einer erneuten MRI-Untersuchung hat sich nun herausgestellt, dass die Supra-Spinatus-Sehne wider abgerissen ist und der entsprechende Muskel verfettet ist. Nun wurde mir ein Latissimus dorsi-Sehnentransfer empfohlen. Wo kann ich dazu eine Zweitmeinung einholen? Besten Dank.

Christian Hess: Das sind schwierige Entscheidungen. Unbedingt 2. Meinung, welche ich im Balgrist einholen würde.

Wo kann ich am besten eine Zweitmeinung zur Behandlung eines CCC Tumors einholen?

Christian Hess: Ich weiss zwar nicht was ein CCC Tumor ist, aber wenn Sie eine Zweitmeinung in der Onkologie brauchen würde ich an das Zentrumspital Ihres Kantons, also nach Chur gehen.

Nach einer Brustkrebserkrankung vor einem Jahr wurde mir die Brust entfernt. Danach durchlief ich eine Chemotherapie und anschliessend wurde bestrahlt. Seit August 17 nehme ich Femara ein und leide seither unter relativ starken Gelenkschmerzen. Mein Onkologe meint, ich solle mich noch gedulden, die Schmerzen könnten sich ev. noch verringern. Er ist der Meinung, in meinem Fall wäre Femara das beste Medikament. Zweitmeinung? Was meinen Sie dazu? Herzlichen Dank

Erika Ziltener: Ich empfehle Ihnen auf jeden Fall eine Zweitmeinung im Universitätsspital in Zürich einzuholen. Dort ist die Behandlung auf dem neuesten Stand, werden Studien miteinbezogen und die Behandlung wird interdisziplinär besprochen. Die Zweitmeinung könnte online eingeholt werden, wenn ich auch grundsätzlich die persönliche Begegnung empfehle.

Seit ca. 6 Monaten leide ich an Durchblutungsstörung des rechten Daumens, Zeigefingers und Mittelfingers. Diese bereiten mir starke Schmerzen und Taubheit ( Kapaltunnelsyndrom). Gemäss meinem Neurologen sollte die Hand operiert werden. Vor 2 Jahren wurde das Karpaltunnelsyndrom der linken Hand erfolgreich operiert. Wäre es sinnvoll eine Zweitmeinung einzuholen, wenn ja können Sie mir eine Adresse mitteilen?

Dragana Weyermann: Wenn Sie selber unsicher sind dann ist eine Zweitmeinung in Ihrem Fall sinnvoll (es spielt keine Rolle, dass Sie die linke Hand schon operiert haben) Um einen guten Spezialisten zu finden könnten Sie sich an eine Patientenorganisation in Ihrem Kanton wenden, da ich nicht weiss wo Sie wohnen ist dies für mich etwas schwierig. Wichtig finde ich, dass es ein Hand-Chirurg ist! Dass heisst ein spezialisierter Chirurg und nicht ein ”Allrounder”

Wie beurteilen sie diese Anfrage an den Aarg. Kantonsarzt: Sehr geehrter Herr Dr. R. ich bitte sie ihren Entscheid zu revidieren.Die Situation ist wie folgt: - Dr. J. stellte zusammen mit einem Spezialisten fest dass mein ICD mit nur einer Elektrode nicht genügt. - Dr. R. versuchte dies zu korrigieren. Es gelang nicht, die Elektrode in die linke Herzkammer einzuführen. Er schlug vor die Operation zu widerholen aber bei nochmaligem Misslingen vorzusehen, den Eingriff durch einen Herzchirurgen auf invasive Art vorzunehmen.- Dr. J. holte bei Dr. S. Zürich eine Zweitmeinung ein. - Dr. S. erklärte mir am Kantonsspital Baden dass sie in EINEM Vorgang beide Eingriffe machen würden. Sie würden dazu den Hybrid-Operationssaal der Uniklinik benutzen. Und sie würden von Anfang an mit Vollnarkose operieren. Er stellte ein Gesuch an Sie Dr. R., dies zu bewilligen, was Sie ablehnten. Die Operation war auf Anfang März geplant.- Dr. R. lud mich zur nächsten Besprechung ein. Er war bezüglich Vorgehen mit Dr. St. gleicher Meinung. Allerdings erklärte er, sie können die beiden Operationen nicht im gleichen OPS vornehmen was zu Schwierigkeiten führe könne. Die kardiologische Operation müsste separat vorgenommen werden. Ein wiederholtes Misslingen bedinge einen chirurgischen Eingriff. Ein Wechsel des OPS bringe Komplikationen mit sich bezüglich Wundentzündung. Ob dann die gleiche Anästhesie angewendet würde sei abzuklären. Auch ob die Folgeoperation am gleichen Tag oder besser später durchgeführt werde müsse geklärt werden. In Anbetracht aller Faktoren wäre ein Termin erst Ende März möglich. Wir beschlossen zusammen alles um zwei Monate zu verschieben. Fazit: - Ich bin überzeugt von der Kompetenz aller beteiligten Ärzte und schätze ihre objektiven und transparenten Informationen.- Das Vorgehen an der Hirslanden-Klinik Aarau ist riskanter als das an der Uniklinik. Bei getrennten Vorgängen ist mit grösseren Kosten zu rechnen (verschiedene Anästhesie, getrennte Ops., zeitliche Unterbrüche). Beim Abwägen sollen nicht die Kosten Ausschlag gebend sein. Eine Minimierung der Risiken ist erstrangig. Deshalb bitte ich sie ihre Ablehnung zu revidieren und mir mitzuteilen wer bei meiner Krankenkasse EGK die entsprechende Kosten-Gutsprache beantragen muss.Ich hoffe sehr auf ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüssen

Christian Hess: Tönt vernünftig. Seit 2012 muss die KK in der ganzen Schweiz zahlen. Kostengutsprachen holen in der Regel die Ärzte ein, die auch operieren. Der Kantonsarzt muss nur bewilligen wenn die sog. Baserate in Ihrem Wohnkanton tiefer ist als im Kanton indem der Eingriff stattfindet. Falls er ablehnt, weil er der Ansicht ist, dass sie das auch im Wohnkanton machen können, müssten Sie die Differenz selber bezahlen. Wie sich das zwischen dem Kanton Aargau und Zürich verhält weiss ich nicht. Die Differenz dürft allerdings nicht allzu gross sein. Leider ist auch meine Erfahrung so, dass primär von den Kantonen abgelehnt wird und immer gesagt wird, dass man das auch vor Ort machen könne, was ja aber in Ihrer Situation nun offensichtlich nicht der Fall ist. Das müsste eigentlich bewilligt werde.

Anfangs Februar erlitt ich eine traumatische anteroinferiore Schulterluxation(erecta), Hill-Sachs Läsion mit Impressiosfraktur des Tuberculus majus. Eine MRI-Untersuchung folgte. Eine OP sei nicht notwendig. Empfehlen Sie mir eine Zweimeinung einzuholen? Vielen Dank.

Erika Ziltener: Wenn Sie keine Beschwerden haben und die Heilung vorangeht, benötigen Sie zur Zeit keine Zweitmeinung. Besprechen Sie Veränderungen, Bedenken usw. laufend mit Ihrem behandelnden Arzt, damit Sie gegebenenfalls rechtzeitig handeln bzw. eine Zweitmeinung einholen könnten.

Guten Abend.Ich habe MS und Probleme mit dem Darm. W kann ich eine Zweitmeinung ein holen.

Dragana Weyermann: Am besten sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt, er kann Ihnen helfen einen geeigneten Spezialisten zu finden. Eventuell könnten Sie offen mit Ihrem Arzt reden und er kann Ihnen dann einen Spezialisten empfehlen. Oder Sie wenden sich an eine Patientenorganisation in Ihrem Kanton.

Chat-Admin: Der Chat ist beendet. Vielen Dank für Ihr Interesse! Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.srf.ch/sendungen/puls/vertrauen-ist-gut-zweitmeinung-ist-besser

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