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Atomare Explosion über dem Ozean.
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Atomare Rüstung - ausser Kontrolle?

Noch vor ein paar Jahren wurden die todbringenden Nukleararsenale verkleinert, Rüstungskontrollverträge geschlossen. Sogar von einer Welt ganz ohne Atombomben war die Rede. Inzwischen hat der Wind gedreht - und zwar radikal. Die Zeichen stehen wieder auf atomares Wettrüsten.

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6. August 1945, die USA werfen eine Atombombe über dem japanischen Hiroshima ab. Drei Tage später: eine weitere Bombe, diesmal auf Nagasaki. Weltweites Entsetzen. Und der entschlossene Ruf: «Nie wieder!»

Doch bis heute kam man der Abschaffung der Atombombe nicht wirklich näher. Dabei gab es zwischendurch, während rund vier Jahrzehnten, durchaus Fortschritte. Ein ganzes Geflecht von Abrüstungs- und Rüstungskontrollverträgen entstand. Zäh ausgehandelt, aber insgesamt erfolgreich. US-Präsident Barack Obama sprach sich als Erster im Weissen Haus sogar für eine atomwaffenfreie Welt aus. Selbst der alte Kalte Krieger und Ex-US-Aussenminister Henry Kissinger bekannte sich zum Ziel einer Welt ohne Atombomben.

Doch mittlerweile laufen kaum noch ernsthafte atomare Abrüstungsbemühungen. Statt ab- wird atomar wieder aufgerüstet, investiert, modernisiert.

Es ist nicht abzusehen, dass auch nur ein Atomstaat auf sein Arsenal verzichtet. Wahrscheinlicher ist, dass sogar das eine oder andere Land neu Atombomben baut. Das sind düstere Perspektiven. Erleben wir gerade, wie das ganze mühsam aufgebaute, aber leidlich funktionierende Rüstungskontrollregime vor unseren Augen zusammenbricht?