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Die afghanische Familie Ahmadi lebt seit Januar in einer kleinen Wohnung in Athen.
SRF. Franco Battel
abspielen. Laufzeit 28:45 Minuten.
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Griechenland – vom Aus- zum Einwanderungsland

Griechenland ist überfordert. Die vielen Flüchtlinge bringen das Land an seine Grenzen und in letzter Zeit nimmt ihre Zahl wieder merkbar zu. In den Lagern auf den Inseln herrschen Missstände. Doch für die Flüchtlinge, die aufs Festland verlegt wurden, hat sich einiges verbessert.

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Vor fünf Jahren kamen plötzlich beinahe eine Million Frauen, Kinder und Männer nach Griechenland. Aus Syrien, Irak, Afghanistan und vielen anderen Ländern. Meist setzten sie in kleinen Booten von der Türkei auf griechische Inseln über und zogen später weiter nach Mittel- und Nord-Europa. Noch immer befinden sich aber rund 110'000 registrierte Asylsuchende, Flüchtlinge und Migranten in Griechenland. Die Lager auf den Inseln sind nach wie vor komplett überfüllt und die Flüchtlinge dort leiden.

Die Flüchtlinge aber, die aufs Festland verlegt wurden und sich in einem Asylverfahren befinden, leben inzwischen deutlich besser. Es sind rund 90'000. Mit Geldern der EU wird ihnen geholfen. Einzelpersonen erhalten bis zu 150 Euro im Monat, Familien rund 400. Mehrere Tausend Wohnungen wurden für Flüchtlinge angemietet. Viele Kinder können zur Schule gehen und viele Kranke erhalten Pflege.

Die Reportage aus Athen zeigt, was inzwischen funktioniert und woran es immer noch hapert.