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Die Wolgadeutschen zwischen Aufbruch und Vertreibung

Vor Jahrhunderten nach Russland ausgewandert, später von Stalin deportiert und nach der Wende in den Westen zurückgekehrt – die Geschichte der Wolgadeutschen ist voll von dramatischen Brüchen. «Kontext» beleuchtet ein vergessenes Kapitel der neueren Historie aus verschiedenen Perspektiven.

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Die Geschichte der Wolgadeutschen reicht ins 18. Jahrhundert zurück: Auf Einladung von Zarin Katharina der Grossen liessen sich zehntausende deutsche Siedler in Russland nieder. Ein Teil davon am unteren Lauf der Wolga: die Wolgadeutschen.

Sie waren Bauern und Handwerker und pflegten in Nachbarschaft zu slavischen Völkern weiterhin ihre angestammte Sprache und Kultur. Nach der Revolution 1917 erklärten die Bolschewiki das Gebiet zur autonomen sozialistischen Wolgarepublik.

1941 war damit Schluss: Stalin liess die 400'000 Wolgadeutschen nach Sibirien und in die zentralasiatischen Teilrepubliken deportieren und zerstörte die jahrhundertealte Kultur. Er bezichtigte die deutschstämmige Minderheit der angeblichen Kooperation mit Hitler.

Im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion übersiedelten mehr als zwei Millionen Russlanddeutsche nach Deutschland. Einige Dutzend leben heute auch in der Schweiz.

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