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Vermisst: Flüchtling

Nach Europa zu gelangen, ist für viele Flüchtlinge Hoffnung und Ziel. Für ihre Angehörigen wird dies zum Albtraum, wenn sich ihre Spur verliert. Mit vermissten Personen befasst sich das Schweizerische Rote Kreuz, aber auch eine Mailänder Rechtsmedizinerin, die tote Bootsflüchtlinge identifiziert.

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Südeuropa ist nach wie vor Schauplatz von dramatischem Flüchtlingselend. Hier kommen Flüchtlinge aus Syrien und Afrika an, wenn sie es denn überhaupt bis nach Europa geschafft haben. Viele bleiben unterwegs stecken, sitzen an einer Grenze fest oder kommen bei riskanten Überfahrten ums Leben. Für ihre Angehörigen in den Herkunftsländern wie in Europa bedeutet dies chronischer Stress. Sie wissen nicht, wo ihre Söhne und Töchter sind, ob sie überhaupt noch leben.

In «Kontext» schildert ein Flüchtling, der es nach Europa geschafft hat, die Situation der bangenden Angehörigen. Auch das Schweizerische Rote Kreuz ist mit seinem Suchdienst involviert und versucht, vermisste Flüchtlinge zu finden.

Und da ist weiter die Mailänder Rechtsmedizinerin Cristina Cattaneo, die die sterblichen Überreste von Flüchtlingen analysiert, die bei der Überfahrt nach Europa ertrunken sind. Die Identifizierung der Opfer sei, so ist die Forensikerin überzeugt, ein humanitärer Akt, denn für die Angehörigen sei es wichtig, Klarheit zu haben und Abschied nehmen zu können.

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