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23.04.2026, 09:05 Uhr Bertrand Russell und die Kunst, Philosophie zu erklären

Wie lässt sich abstraktes Denken verständlich machen? Der britische Philosoph Bertrand Russell vermittelte Philosophie auch mit Bildern und Grafiken. Er habe damit einen Trend gesetzt, der bis heute anhält, sagt Nils Röller, Professor an der Zürcher Hochschule der Künste.

Bertrand Russell war nicht nur einer der einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts, sondern auch ein leidenschaftlicher Vermittler. In seinem Buch «Denker des Abendlandes» von 1959 setzte er auf Grafiken und Illustrationen, um komplexe Gedanken einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Nils Röller, Philosoph und Professor für Kultur- und Medientheorie, erklärt, warum diese visuelle Philosophie kein vereinfachender Trick ist, sondern Teil einer langen Tradition – und weshalb Philosophie heute wieder boomt: in Büchern, Podcasts und auf Social Media.

Buchhinweise:

Bertrand Russell: Philosophie des Abendlandes. Europa, 2012.

Bertrand Russell: Denker des Abendlandes. Eine Geschichte der Philosophie. Nikol, 2012. (antiquarisch erhältlich)

Nils Röller: Philosophia – Poetik der Wahrnehmung. Schreiben in Gefangenschaft bei Boethius und Altan. frommann-holzboog, 2025.



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