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Empathie – zwischen Mitgefühl und Überforderung

Empathie gilt als Schlüsselkompetenz unserer Zeit – und steht doch unter Druck. Die Philosophin Barbara Bleisch spricht mit Host Rahel Giger über Chancen, Grenzen und Missverständnisse des Einfühlens.

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Empathie wird heute fast überall eingefordert: in Politik, Gesellschaft und privaten Beziehungen. Gleichzeitig scheint sie ungleich verteilt, missverstanden zu werden oder zu überfordern. Was genau ist Empathie – und was kann sie leisten? Barbara Bleisch unterscheidet zwischen affektivem Mitfühlen und kognitivem Perspektivwechsel und zeigt, warum Empathie weder reine Gefühlssache noch moralische Garantie ist. Im Zentrum stehen auch die dunklen Seiten: Empathie kann selektiv sein, Konflikte verstärken oder zur Überidentifikation führen. Und sie hat Grenzen – etwa dort, wo Stress und Überforderung die Bereitschaft zum Perspektivwechsel reduzieren. Ein Talk über Verantwortung, Selbstwahrnehmung und die Kunst, sich einzufühlen, ohne sich zu verlieren.

Hinweise:

Podcast:
Sternstunde Philosophie: Zimmer 42 «Sollten wir mehr Empathie wagen, Yasmine M’Barek?». Journalistin bei «Zeit Online», bekannt aus dem Podcast «Apokalypse & Filterkaffee».

Literatur:
Susanne Schmetkamp: Theorien der Empathie zur Einführung, Junius 2019.
Fritz Breithaupt: Die dunklen Seiten der Empathie, Suhrkamp 2017.
Leslie Jamison: Die Empathie-Tests. Über Einfühlung und das Leiden anderer, Suhrkamp 2017.
David Hume: Traktat über die menschliche Natur, Buch II (1739).
Adam Smith: Theorie der ethischen Gefühle (1759).
David Lauer: «Empathie verkommt zur Verkaufsmethode», in «Psychologie heute», 3.12.2021.
Paul Bloom: Against Empathy: The Case for Rational Compassion, Ecco 2016.

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