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Neue Musik – für Orgel?!

Beim Stichwort Orgel denken wir meist an Kirchenorgeln. Logisch. In Kirchenräumen stehen die meisten dieser Instrumente - sieht man von elektronischen Heimorgeln und ähnlichen Instrumenten ab. Eine Orgel ist ein aufwändiger Apparat, den sich in der Regel nur vermögende Institutionen leisten können.

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Auch musikgeschichtlich ist die Orgel stark mit der Kirche verbunden, wenn auch nicht ausschliesslich. Denn nicht wenige Komponisten seit Johann Sebastian Bach schrieben auch weltliche Stücke für Orgel. Und hier fängt die Geschichte einer wenig bekannten Beziehung an. Diejenige von neuer Musik für Orgel, für Kirchenorgel. Denn interessanterweise wird auch heute noch am häufigsten in Kirchen neue Orgelmusik gespielt.

So zum Beispiel in Köln. In der Kirche Sankt Peter dort. 1992 veranlasste deren damaliger Organist und Komponist Peter Bares in der im Zweiten Weltkrieg zerstörten und danach zum Kunstraum umfunktionierten Kirche eine Orgelerweiterung. Ein visionäres Projekt, das dazu geeignet sei, «den Komponisten neue Horizonte aufzutun. Kurz gesagt: Es ist eine zeitgenössische Orgel», wie ein Experte 2006 meinte.

Heute wird die «Kunst-Station Sankt Peter», wie sie sich offiziell nennt, von dem Organisten Dominik Susteck mitbetrieben. Susteck stellt nüchtern fest, dass, «ungeachtet ihrer enormen Möglichkeiten für Orgel weniger zeitgenössische Musik entsteht, als für andere Instrumente».
In der Sendung Musik unserer Zeit erklärt Susteck die für viele unerahnten Möglichkeiten, aber auch die Schwierigkeiten, die sich mit neuer Orgelmusik für Hörer und Spielerinnen ergeben. Wie das Instrument von seiner kirchlichen Konnotation befreien? Ist das überhaupt möglich und nötig? In Kurzportäts werden überdies einige Protagonisten neuer Orgelmusik vorgestellt. Und – die Vision der Vision – es wird die Frage erläutert, wie es weitergehen kann mit: Neuer Musik – für die Orgel?!

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