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Süsses und Saures schädigt die Zähne

Abhilfe schafft ein Glas Wasser.

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Zucker fördert Karies

Schweizer und Schweizerinnen essen zu viel Zucker. Die Folgen davon sieht Zahnarzt Florin Eggmann vom Universitären Zentrum für Zahnmedizin in Basel in seiner Praxis: Karies, in allen Altersgruppen. 

Allerdings schädigt der Zucker nicht direkt die Zähne. Er fütter nur die Bakterien im Mund. Diese verstoffwechseln den Zucker zu Säure, welche dann den Zahnschmelz angreift. 

Wo die Säure der Bakterien an den Zähnen frisst, entstehen Löcher. Um das zu vermeiden, ist eine gute Mundhygiene wichtig. Denn damit macht man den Bakterien das Leben schwer. 

Saure Lebensmittel nagen am Zahn

Was man nicht unterschätzen darf, sind die Auswirkungen von sauren Lebensmitteln. Denn diese, erklärt Florin Eggmann, machen den Zahnschmelz weicher oder lösen ihn auf.

Früher riet man, nach dem Verzehr saurer Lebensmittel mit dem Zähneputzen zuzuwarten. Damit sollte verhindert werden, dass der erweichte Zahnschmelz beim Zähneputzen weggeschrubbt wird.

Warten bringt nichts

Diesen Rat erteilt Florin Eggmann nicht mehr. Denn es hat sich gezeigt: Die Wartezeit hilft nicht, den Zahnschmelz wieder härter zu machen.

Stattdessen sollte man während oder direkt nach dem Verzehr saurer Lebensmittel ein Glas Wasser trinken. Das verdünnt die Säure und verringert den Schaden, den sie am Zahnschmelz anrichtet. 

Fluorid für härteren Zahnschmelz

Florin Eggmann empfiehlt weiter, mindestens zweimal täglich zu einer fluoridhaltigen Zahnpasta zu greifen. Denn das Fluorid lagert sich in den Zahnschmelz ein und macht ihn widerstandsfähiger gegen Säuren. 

Zähneputzen ist laut dem Zahnarzt grundsätzlich nach den Hauptmahlzeiten angesagt, und zwar mit Fingerspitzengefühl. Eine Zahnbürste mit weichen Borsten und geringer Druck verhindert, dass man beim Putzen den Zahnschmelz unnötig belastet.

Nach einer Frucht zum «z'Vieri» kann man laut Florin Eggmann auch auf das Zähneputzen verzichten. Doch weil die Frucht sauer ist, ist dann das Glas Wasser nicht zu vergessen.