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«Xinjiang Police Files»: Was stört China so sehr an den Uiguren?

Das neue Datenleck zur uigurischen Minderheit, die «Xinjiang Police Files» zeigen schockierende Szenen, möglicherweise aus Zwangslagern in der Region. Schon seit Jahren gibt es Hinweise darauf, dass China die uigurische Minderheit im Land systematisch unterdrückt und gängelt.

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Die «Xinjiang Police Files» zeigen nun unter anderem Bilder, die den Verdacht untermauern. Einen speziellen Folterstuhl, gefesselte Menschen, Schiessbefehle.

Auch wenn ein grosser Teil der Bevölkerung in China zu den sogenannten Han-Chinesinnen und Chinesen gehört: Ethnische Minderheiten gibt es viele; über 90 Gruppen sind bekannt.

Warum also wird gerade die uigurische Bevölkerung so schlecht behandelt?

«Dafür gibt es verschiedene Gründe», sagt SRF-China-Korrespondent Martin Aldrovandi. Zunächst einmal litten durchaus auch andere Gruppen unter dem chinesischen Regime - Regionen wie Tibet aber seien noch abgeschotteter und könnten von Medienschaffenden kaum besucht werden. So sei sehr wenig bekannt.

Zudem sei die uigurische Minderheit zahlenmässig stark, sie lebe in einer Grenzregion, habe eine eigene Sprache und Kultur und habe bereits Abspaltungsgelüste gezeigt. Dadurch fühle sich die chinesische Zentralregierung bedroht, erklärt Aldrovandi.

Was kann das Ausland tun? Das Wichtigste sei, regelmässig zu berichten, sich nicht zu verschliessen, so Aldrovandi. Und anzuerkennen, dass Unrecht geschehe.

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