Die Gründe für den ständig kleiner werdenden Bestand an Appenzeller Sennenhunden sind vielfältig:
· Verlorene Aufgabe: Moderne Landwirtschaft braucht keine Treibhunde mehr.
· Schmale Zuchtbasis: Fast alle Hunde sind verwandt, was das Risiko von Inzucht und Gesundheitsproblemen erhöht.
· Schlechtes Image: Der Ruf als «giftiger Kläffer» hält viele Interessenten ab, obwohl dies bei guter Erziehung unbegründet ist.
· Geringe Verbreitung: Selten ausserhalb des Appenzellerlands, Mischlinge sind häufiger als reinrassige Tiere.
Der Appenzeller Sennenhund ist robust und vielseitig: Er ist wetterfest und genügsam, was ihn ideal macht für das Schweizer Bergklima. Ursprünglich als Treib-, Hüte- und Wachhund eingesetzt, ist er heute auch Rettungs-, Therapie- oder Blindenhund oder im Hundesport aktiv.
Bei richtigem Umgang und mit entsprechender Kenntnis des Halters oder der Halterin ist der Appenzeller Sennenhund auch ein hervorragender Familienhund. Die Rasse braucht aktive Halter, viel Bewegung und Aufgaben. Sie ist nicht für Anfänger oder Stadtwohnungen geeignet. Ideal ist ein Haus mit Garten in ländlicher Umgebung und eine sportliche Familie.
Zum Erhalt der Rasse beitragen kann, wer entsprechende Tiere hält. Dabei sollte auf verantwortungsvollen Kauf gesetzt werden. Beschaffen Sie Hunde nur von seriösen Züchtern und Züchterinnen z.B. über den Club für Appenzeller Sennenhunde. Achten Sie auch auf Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere.
Sie können auch Botschafter oder Botschafterin sein: Klären Sie andere über den wahren Charakter des Appenzeller Sennenhundes auf und entkräften Sie Vorurteile.