Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Faszientraining: Vielfalt punktet

Eine Massage mit einer Faszienrolle kann so richtig guttun – als Ergänzung zu einem abwechslungsreichen Training.

Jetzt hören
Download

Faszien sind ein Teil des Bindegewebes und halten unseren Körper zusammen. Doch Faszien sind nicht nur ein inertes Verpackungsmaterial, sondern können sich auch verändern. Bewegt man sie etwa wochenlange nicht, weil man den Arm im Gips hat, dann werden sie unordentlich, verfilzen quasi. 

Verklebte Faszien im Verdacht

Therapeutinnen und Therapeuten führen nun gewisse Beschwerden – etwa chronische Rückenschmerzen – auf solche «verklebte» Faszien zurück.

Ein Weg, wie man solche Faszien wieder auf Vordermann bringen will, sind Faszienrollen. Mittlerweile gibt es sie in allen möglichen Ausführungen und Grössen zu kaufen: von der Minirolle für die Füsse zu genoppten oder sogar vibrierenden Rollen für den Rücken.

Was Faszienrollen bringen und ob man damit Faszienveränderungen rückgängig machen kann, ist wissenschaftlich nicht beweisen. Nichtsdestotrotz findet das Thema in der Praxis regen Zuspruch.

Dem Körper tut Vielfalt gut

Während das Rollen mit Faszienrollen gegen Verspannungen helfe, sagt der Personal Trainer Michael Brunner, setze er für gesunde Faszien auf ein umfassendes, vielfältiges Training. 

So ergänzt Michael Brunner die Massage der Faszien mit Kraft- und Beweglichkeitstraining. Dabei versucht er, den ganzen Körper von Zehenspitze bis zum Scheitel zu aktivieren. Er nutzt langsame, kontrolliere Bewegungen aus dem Yoga, aber auch dynamische Bewegungen, wie Hüpfen. 

Mit Fingerspitzengefühl ans Werk

Wer Faszienrollen ausprobieren möchte, sollte mit etwas Gefühl vorgehen. Zu exzessives, hartes Rollen kann zu Verletzungen im Gewebe führen. Zudem sollte man nicht über Krampfadern oder akute Entzündungen rollen, warnt Michael Brunner.

Zusammenfassend könnte man sagen: Während die Faszienmassage eine wohltuende Ergänzung zu der gewohnten Portion Bewegung sein kann, soll sie das Training nicht komplett ersetzen. Denn der Körper profitiert, wenn er auf möglichst vielfältige Art und Weise aktiviert und bewegt wird.