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Gute Nacht - Die Suche nach der richtigen Matratze

Rund einen Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Die Matratze spielt daher eine wichtige Rolle und sorgt im Idealfall dafür, dass wir uns gut erholen. Wir sollten sie gut pflegen und wohl überlegt auswählen.

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Wann ist Zeit für eine neue Matratze?

  • Sicher, wenn man nicht mehr gut schläft oder wenn man sich am Morgen gerädert fühlt.
  • Aus hygienischen Gründen sollte man seine Schlafunterlage aber alle 8 bis 10 Jahre wechseln. Denn: Pro Jahr absorbiert eine Matratze circa 170 Liter Schweiss und nimmt rund 500 Gramm Hautschuppen auf. Nicht zu vergessen, die Milben, die sich einnisten.

Welche Matratze ist geeignet für mich?

Ein Pauschalrezept gibt es nicht, der Matratzenkauf ist vor allem Geschmacksache. Jedes Modell, jede Ausführung hat Vor- und Nachteile. Allein auf die Härtegrade kann man sich nicht verlassen. Zumal jeder Hersteller dafür eigene Definitionen hat.
Die Hauptfragen, die man sich stellen muss:

  • Bin ich Rücken-, Seiten- oder Bauchschläfer?
  • Bin ich zierlich oder kräftig gebaut?
  • Wie ist mein Bettklima? Schwitzte ich eher nachts? Oder friere ich?
  • Habe ich körperliche Probleme? (z.B. Rückenschmerzen)

Im Idealfall lässt man sich von einer Fachperson beraten.

Die verschiedenen Matratzentypen und ihre Vor- und Nachteile:

  • Federkern (Stahlfedern in Stofftaschen eingenäht)
    Vorteile: Gut für Schwitzer, da sie die Feuchtigkeit gut transportieren, passen sich gut dem Körper an.
    Nachteile: Geringe Wärmeisolierung, mit der Zeit können sich Kuhlen bilden, relativ schwer.
  • Schaumstoffmatratzen (Kaltschaum / Standardschaum)
    Vorteile: strapazierbar, leicht, gute Elastizität, gut geeignet für schwere Personen und für Personen, die eher frieren.
    Nachteile: Wärme und Feuchtigkeit kann zu Liegekuhlen führen, grosse Qualitätsunterschiede.
  • Viskoseschaum (mit Memory-Effekt)
    Vorteile: Passen sich der Körperform an, haltbar, wärmeisolierend.
    Nachteile: Bei Kälte erhärtet der Viskoseschaum oft zu einer Liegeschale, was das Bewegen erschwert. Für starke Schwitzer nicht geeignet.
  • Latexmatratzen
    Vorteile: Weich, gut haltbar, wegen ihrer Wärmeisolation gut geeignet für Frierer.
    Nachteile: Teuer, schwer, nicht zu empfehlen für Schwitzer.
  • Boxspringbetten
    Vorteile: Wegen ihrer Höhe erleichtern sie Hinlegen und Aufstehen, bei Topper aus Kaltschaum gute Wärmeisolierung (für Personen, die leicht frösteln)
    Nachteile: Schlechte Belüftung und schlechter Feuchtetransport, sperrig.

(Quelle: Stiftung Warentest)

Lassen Sie sich Zeit beim Probeliegen

  • Gehen Sie ausgeruht hin. Wer erschöpft ist, findet keine Matratze bequem.
  • Lassen Sie sich ausgiebig beraten.
  • Wünschen Sie keine Beratung, sollten Sie jemanden mitnehmen, der genau hinschaut, wenn Sie auf der Matratze liegen: In Seitenlage sollte die Wirbelsäule eine gerade Linie bilden. Liegt man auf dem Rücken, darf das Becken nicht zu tief einsinken, die natürliche S-Form der Wirbelsäule sollte erhalten bleiben.
  • Nehmen Sie sich viel Zeit. Legen Sie sich in Ihrer bevorzugten Schlafposition hin, drehen Sie sich hin und her, setzten Sie sich auf und legen Sie sich wieder hin. Nur so finden Sie heraus, ob Ihnen zu jederzeit wohl dabei ist.

Und was, wenn die Matratze doch nicht passt?

  • Viele Anbieter bieten Probeschlafen zu Hause heute als Verkaufsargument an. Die Matratze kann dann bei Nicht-Gefallen ohne Probleme retourniert werden.
  • Ansonsten ist eine Rückgabe nur möglich, wenn der Anbieter sie akzeptiert. Klären Sie vor dem Kauf ab, ob es möglich ist und zu welchen Bedingungen. Lassen Sie sich dies schriftlich geben.
  • Bitte denken Sie dabei aber auch an die Nachhaltigkeit: Viele Matratzen – oder zumindest Teile davon – werden nach der Rückgabe entsorgt. Eher selten werden sie gereinigt und als Occasionsmatratzen wieder angeboten. Man sollte also gut wählen und nicht zig Modelle aufs Geratewohl ausprobieren.

Tipps zur Matratzenpflege

  • Drehen und wenden: Drehen Sie Ihre Matratze mindestens alle drei Monate: Einerseits die Liegefläche nach unten, andererseits auch Kopf- und Fussteil wechseln. Letzteres jedoch nur, wenn die Matratze keine Zonen hat, die spezifisch auf die Körperteile abgestimmt sind.
  • Gut belüften: Legen Sie die Bettwäsche tagsüber ans Fussende, damit genug Luft an die Matratze kommt. Ausserdem sollte sie auch von unten her belüftet sein. Ein Nachteil von Boxspringbetten.
  • Regelmässig reinigen: Verwenden Sie einen schützenden Molton und waschen Sie diesen regelmässig. Viele Matratzenhüllen lassen sich heutzutage abnehmen. Sie sollte man alle 2 – 3 Jahre waschen oder reinigen lassen.