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Bestimmt ist es mal wieder der Hasel...
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Was taugen Pollen-Apps?

Die Augen tränen, die Nase läuft, der Gaumen juckt – es ist Pollen-Zeit! Welche Apps zeigen Allergikerinnen und Allergikern, wo die Pollenbelastung im Moment am stärksten ist?

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Gleich zu Beginn: Noch kann keine App in Echtzeit darüber informieren, an welchem Ort wie viel von welchen Pollen fliegen. Das liegt an der Messmethode, die sich seit den 1960er-Jahren kaum verändert hat.

MeteoSchweiz betreibt an 14 Orten in der Schweiz Messgeräte, die Pollen einsaugen und auf einem Klebestreifen festhalten. Dieser Streifen wird von Expertinnen und Experten ausgewertet. So bestimmen sie die Pollenbelastung am Ort der 14 Messtationen.

Das Sammeln der Pollen und die Auswertung braucht allerdings Zeit, deshalb können die Werte höchstens für die vergangene Woche gelten. Pollenwerte für heute sind deshalb nur Schätzungen und Prognosen.

Neue Messmethode soll 2022 zum Einsatz kommen

Das soll sich bald ändern: Zusammen mit dem Unternehmen Swisens (einem Spin-Off der Hochschule Luzern) ist MeteoSchweiz daran, neue Geräte zur Pollenzählung zu testen. Sie arbeiten mit einer optischen Messmethoden und automatischer Bilderkennung und können ihre Daten selbständig und in nahezu in Echtzeit weiterleiten.

Die ersten Stationen kommen schon in der diesjährigen Pollensaison zum Einsatz, doch das gesamte Netz wird erst im Jahr 2022 einsatzbereit sein. Bis dahin müssen sich Allergikerinnen und Allergiker noch mit der bisherigen Messmethode begnügen, auf deren Daten sich verschiedene Pollen-Apps stützen.

Mit eigenen Daten anderen helfen

Pollen-News (Android/iOS) vom Allergiezentrum Schweiz zum Beispiel: Die Gratis-App bietet neben der Pollenprognose auch viele weitere Informationen rund ums Thema Allergie. Die App Ally Science (Android/iOS) ist ebenfalls gratis, wählt aber einen etwas anderen Ansatz. Hier gibt es ebenfalls eine Pollenprognose, doch die Nutzerinnen und Nutzer können ausserdem ihre eigenen aktuellen Allergie-Symptome erfassen (Augen tränen, Nase läuft, Gaumen juckt, usw.).

Auch diese gesammelten Informationen werden auf einer Karte angezeigt, so dass sich Pollen-Geplagte ein ungefähres Bild davon machen können, was sie am jeweiligen Ort erwartet. Und mit der Eingabe ihrer eigenen Werte tragen sie gleichzeitig die (anonymisierten) Daten bei, um die Symptome-Karte noch genauer zu machen.