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Balthasar Glättli, Parteipräsident der Grünen.
Keystone
abspielen. Laufzeit 30:20 Minuten.
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Balthasar Glättli zum Klimaplan der Grünen

Die Grünen sind zwar die Umweltpartei und sie haben die letzten (Klima)-Wahlen gewonnen. Trotzdem haben die Grünen bis anhin kein ausdifferenziertes, von den eigenen Delegierten verabschiedetes Konzept, wie sie gegen den Klimawandel vorgehen wollen. 

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An diesem Samstag nun diskutieren und entscheiden die Delegierten über ihren neuen «Klimaplan». Das hat es aus zwei Gründen in sich.

Die erste zentrale Frage betrifft das Datum, bis wann die Schweiz keine Treibhausgase mehr in die Atmosphäre entlassen soll. Die Parteileitung will bis 2040 das so genannte netto-null Ziel erreichen. Bereits das ist ehrgeizig. Doch die Klimajugend macht Druck, sie will bereits 2030 dieses Ziel erreicht sehen. So soll es auch im «Klimaplan» der Grünen verankert sein. Doch sagen viele, dass 2030 nur mit so einschneidenden Massnahmen zu erreichen sei, welche den normalen demokratisch-rechtsstaatlichen Rahmen sprengen würden.

Zudem hat Parteipräsident Balthasar Glättli mit dem «Klimaplan» auch eine Wertedebatte lanciert. Er will einen Wertewandel weg von der Konsumgesellschaft hin zu gesellschaftlichen Werten des Teilens, der Solidarität und der Bescheidenheit – «Sein statt Haben». In diesem Kontext hat Glättli auch schon die Forderung aufgestellt, die Grünen sollen sich neu in der sozial-konservativen Ecke positionieren. Doch ob das gut kommt und begeistern und mobilisieren kann?

Balthasar Glättli ist Gast in der «Samstagsrundschau» bei Oliver Washington