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SRF/ Karoline Arn
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Michael Herzig, Christian Mehr: Landstrassenkind

Michael Herzig erzählt die Geschichte von Christian Mehr und seiner Mutter, der Schriftstellerin Mariella Mehr. Sie wurden durch die «Aktion Kinder der Landstrasse» von ihren Familien getrennt. Das Hilfswerk der Pro Juventute wurde vor 50 Jahren gestoppt, die Auswirkungen sind bis heute präsent.

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Er hat alles in den Griff bekommen: Seine Drogensucht, seine Kindheit mit den traumatischen Erlebnissen und seinen hochgradigen Verbrennungen. Nur das unbändige Reden ist geblieben. Es ist ein Ventil, das Christian Mehr hilft, seine Wut, seine Schmerzen zu verarbeiten.

Seine Mutter, die Schriftstellerin Mariella Mehr, ist vor einem Jahr gestorben. Ein Leben lang hat sie in ihren Büchern ihre Trennung von den Eltern, die Kindheit in Heimen und bei Pflegeeltern zu verarbeiten versucht. Sie seien durch die gewaltsame Trennung versehrt, aber nicht gebrochen worden, bilanziert Christian Mehr. Die Familie Mehr gehörte zu den ersten, welche von der «Aktion Kinder der Landstrasse» der Pro Juventute betroffen waren, Christian ist wohl einer der letzten, welcher wegen seiner jenischen Herkunft seiner Mutter weggenommen wurde.

Michael Herzig, Autor und Dozent für Soziale Arbeit, erzählt die Geschichte von Christian Mehr und seiner Mutter. Er bettet diese im Buch «Landstrassenkind» in den historischen und gesellschaftlichen Kontext ein. Christian Mehr und Michael Herzig sind die beiden Gäste im Tagesgespräch bei Karoline Arn.

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