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Romanisch-Tagung in Zürich, aufgenommen im Februar 1937. Die Anwesenden an der Tagung setzen sich für die Anerkennung des Rätoromanischen als vierte Landessprache der Schweiz ein.
Keystone/Photopress-Archiv/str
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Rätoromanisch wird 1938 vierte Landessprache der Schweiz

In unserer Serie «100 Jahre Weltgeschichte im Radio - was Sie und uns bewegt» blicken wir in dieser Folge auf die Annahme des Rätoromanischen als vierte Landessprache im Jahr 1938. Wie kam es dazu, dass über neunzig Prozent der Stimmberechtigten Schweizer Männer zur Vorlage Ja sagten?

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In der Serie «100 Jahre Weltgeschichte im Radio - was Sie und uns bewegt» widmen wir uns in dieser Episode der Annahme des Rätoromanischen als vierte Landessprache im Jahr 1938. Dieses Kapitel der schweizerischen Geschichte zeichnet sich durch den überwältigenden Zuspruch von über neunzig Prozent der stimmberechtigten Schweizer Männer aus, die dieser Vorlage ihre Zustimmung gaben. Doch wie kam es zu dieser aussergewöhnlichen Entscheidung, und welche Faktoren trugen zu dieser breiten Unterstützung bei?

Wir blicken auf die historische und kulturelle Entwicklung des Rätoromanischen. Diese Sprache, die tief in den Traditionen und der Identität der Region Graubünden verwurzelt ist, stand lange Zeit im Schatten der drei anderen Landessprachen: Deutsch, Französisch und Italienisch. Trotz dieser marginalisierten Stellung lebt das Rätoromanische in den Herzen und im Alltag vieler Menschen weiter und ist ein wichtiger Bestandteil ihrer kulturellen Identität.

In den 1930er Jahren, einer Zeit grosser politischer und sozialer Umwälzungen in Europa, erkannte die Schweiz die Notwendigkeit, ihre kulturelle Vielfalt und Einheit zu stärken. Die Anerkennung des Rätoromanischen als Landessprache war ein symbolischer Akt, der weit über die sprachliche Ebene hinausging. Es war ein Zeichen der Anerkennung und des Respekts gegenüber einer wichtigen Sprachgemeinschaft und deren Beitrag zur schweizerischen Kultur und Geschichte.

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