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Verena Nold, Direktorin des Kassen-Verbands Santésuisse.
Keystone
abspielen. Laufzeit 24:28 Minuten.
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Verena Nold: Wofür brauchen Krankenkassen Milliarden-Reserven?

Die Krankenkassen sitzen auf einer Schatztruhe: Bis zu zehn Milliarden Franken an Reserven sind angehäuft. Zu viel, findet der Bundesrat und macht den Kassen den Abbau schmackhaft. «Kommt nicht in Frage!», sagen die Versicherer. Den Widerstand erklärt die Santésuisse-Direktorin im Tagesgespräch.

Die Gesundheitskosten und die immer höheren Krankenkassenprämien gehören zu den Top-Sorgen der Schweizerinnen und Schweizer. Die Prämien sind aber auch deshalb so hoch, weil die Versicherer stets mehr Geld einnehmen als sie effektiv benötigen. So häufen sie hohe Reserven an. Der Bundesrat verlangt nun einen Abbau dieser Überschüsse – wogegen sich die Krankenkassen heftig wehren. Warum diese Opposition? Das fragt Marc Lehmann im Tagesgespräch Verena Nold. Die 58-jährige Ökonomin ist seit sieben Jahren Direktorin des Kassen-Verbands Santésuisse. Im Gespräch erklärt sie auch die Rolle der Krankenversicherer in der Corona-Pandemie – und warum ausgerechnet jetzt die Prämienrunde mild ausfällt.