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Ein Mann mit kurzen Haaren und Brille steht vor dunklem Hintergrund auf einer Bühne.
Legende: Bänz Friedli: Der Satiriker, der auch gerne auf der Bühne steht, erhält den Salzburger Stier. Vera Hartmann
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Bühne Bänz Friedli erhält den Kabarettpreis Salzburger Stier

Der Job als Hausmann ist nicht leicht. Das weiss auch Bänz Friedli, Vater zweier Kinder, Satiriker und beliebter Kolumnist. Wenn er über sein Leben schreibt, dann mit scharfer Zunge und spitzer Feder. Für seine Arbeit wird der 49-jährige Emmentaler nun mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet.

Ein Sprachkünstler, der seine Meinung ohne Rücksicht auf Verluste vertritt: Bänz Friedli, 49, Hausmann, Satiriker und Autor. Seine Kolumne «Der Hausmann» ist eine der meistgelesenen in der Schweiz, seine Bühnenprogramme füllen seit Jahren nationale Kleinkunsttheater. Zudem ist er regelmässig in der satirischen Radiokolumne «Zytlupe» auf Radio SRF 1 zu hören. Nun wird Bänz Friedli mit dem Kabarett-Preis Salzburger Stier ausgezeichnet, dem renommiertesten Kleinkunstpreis im deutschen Sprachraum.

«Meister der Dialekte»

Bänz Friedli kam über den geschriebenen Text zur gesprochenen Satire. Als Journalist für Popkultur und Sport war er lange Jahre für Radio, TV und Presse tätig. «Friedlis Talent, sich die Jargons und Slangs anderer anzueignen, kommt auf der Bühne erst richtig zur Geltung», heisst es in der Begründung der Jury.

Theaterkritiker bezeichnen ihn als «Meister der Dialekte», der in seinem aktuellen Programm «Gömmer Starbucks?» die Sprache der Jugend unter die Lupe nimmt – und auf diese Weise die Jugend erklärt, die Schweiz zu verstehen versucht und den ganzen Rest belächelt – ebenso sich selbst. Er gilt als Entdeckung des Arosa Humor Festivals 2013, die «SonntagsZeitung» setzte ihn im Sommer auf Rang zwei ihres Comedyratings.

Heimatverbunden, philosophisch, witzig

«Bänz Friedli verdient diesen Preis, weil er nicht nur Medienmacher, sondern auch das breite Publikum von seiner Arbeit überzeugt», meint Alexander Götz, Mitglied der Redaktion Hörspiel und Satire bei SRF, die unter anderem auch «Zytlupe» betreut. Dabei sei Friedli immer kritisch heimatverbunden, sympathisch philosophisch und verlässlich witzig. «Auch nach zehn Jahren Zusammenarbeit bleibt er nie stehen! Es gibt immer etwas zu verbessern.»

Bei Bern aufgewachsen, arbeitete Friedli zuerst als Moderator für ein Berner Lokalradio, anschliessend als Redaktor für Fernsehsender und Printmedien wie «Das Magazin», «Rolling Stone», «Die Welt» oder «Facts». Zudem wurde er als unabhängiger und einer der jüngsten Politiker in den Gemeinderat von Wohlen gewählt.

Weitere Gewinner aus Deutschland und Österreich

Hinter dem Salzburger Stier stehen die öffentlich-rechtlichen Radiostationen von Deutschland, Österreich, der Schweiz und des Südtirol. Der diesjährige Preis wird am 9. Mai 2015 im österreichischen Gmunden verliehen.

Dann werden auch eine deutsche und zwei österreichische Kollegen von Bänz Friedli mit einem «Stier» gewürdigt. Einerseits Simone Solga, eine politische Kabarettistin, die erfolgreich in der Rolle der «Kanzlersouffleuse» auf deutschen Bühnen auftritt. Und andererseits das Duo Christoph & Lollo: Christoph Drexler und Lorenz Pichler überzeugten die Jury mit Skispringer-Lieder und satirischen Wahlkampfhymnen. Der Preis ist mit je 6000 Euro dotiert.

Sendehinweis

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Bänz Friedli ist am Donnerstag zwischen 6.00 und 8.00 Uhr bei Radio SRF 1 Morgengast.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Agnes & Hans Peter Cuttat , Bern
    Lieber Bänz! Wir haben schon heute früh am Radio von dieser ehrenvollen Nennung vernommen & konnten nicht gleich reagieren und gratulieren. Darum tun wir es jetzt etwas verspätet, aber umso herzlicher! Haben zudem Pascal in Moskau via SMS davon unterrichtet. Vielleicht hörst Du gelegentlich etwas von ihm. Alles Gute weiterhin & liebe Grüsse. Agnes & Hans Peter
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  • Kommentar von felix müller , bern
    Jedesmal wenn mir Herr Friedli von den Medien aufgenötigt wird, sagt er etwas, dass ich als rassistisch empfinde. Ich erinnere mich völlig geschockt an seine völkische papirlischwizer Logik bezüglich des Fussballspiels Schweiz-Albanien. Heute berief er sich auf einen Volksmund, der das Jugoklischee weiter am Leben erhält, abwertende Imitation inklusive. Ich frage mich was das für Leute sind, die so etwas fördern wollen.
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    1. Antwort von Bänz Friedli , Zürich
      Lieber Felix Müller, Sie verbreiten blanken Unsinn über mich, und weil man sich im Web nicht alles gefallen lassen muss, entgegne ich: Sie unterstellen Äusserungen, die ich nie gemacht habe. Es gab keine Satire von mir zu Albanien-Schweiz. Und Sie beurteilen ein Programm (dasjenige über Jugendslangs), das Sie nicht kennen und das sich nach Meinung von Leuten, die es gesehen haben, differenziert mit diversen Färbungen der Jugendsprache auseinandersetzt und just das Gegenteil von rassistisch ist.
    2. Antwort von Nils Lundsgaard , Bern
      Oje, Herr Müller... Kann es sein, dass Sie Bänz Friedli ganz einfach nicht verstehen?
  • Kommentar von Michael Renner , Ebmatingen
    Der Job als Hausmann ist nicht leicht. Das weiss auch Bänz Friedli, Vater zweier Kinder, Statiriker und beliebter Kolumnist… Statiriker ist dem Duden unbekannt; Rechtschreibeprüfung kann helfen!
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