Zum Inhalt springen
Inhalt

Neuer Intendant Benedikt von Peter wird neuer Intendant des Theaters Basel

Benedikt von Peter wird ab der Spielzeit 2020/2021 neuer Intendant des Theaters Basel. Von Peter ist gegenwärtig Intendant am Luzerner Theater.

Benedikt von Peter
Legende: Benedikt von Peter wurde 1977 in Köln geboren und studierte in Bonn Musikwissenschaft, Germanistik, Jura und Gesang. zvg

Benedikt von Peter tritt die Nachfolge von Andreas Beck an. Der Verwaltungsrat der Theatergenossenschaft Basel hat den 41-Jährigen einstimmig zum neuen Intendanten gewählt. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt genehmigte die Wahl am 14. August 2018.

Von Peter erfülle höchste künstlerische Ansprüche in den Sparten Oper, Schauspiel und Ballett und verfüge über eine überzeugende und gewinnende Führungspersönlichkeit, teilte der Verwaltungsrat des Theaters Basel mit.

Einschätzung von SRF-Theaterredaktorin Dagmar Walser

Für das Luzerner Theater ist sein Abgang bitter. Was Benedikt von Peter dort in gerade mal zwei Jahren in Bewegung gesetzt hat, ist beeindruckend.

Mit neuen Formen, einem aktiven Zugehen auf die Stadt und vielen künstlerischen Experimenten hat er neues Publikum angezogen und auch überregional für Aufsehen gesorgt.

Das Theater Basel dagegen kann gespannt sein, wie Benedikt von Peter seine Ideen und Konzepte für ein zeitgenössisches Dreispartenhaus umsetzen wird.

Für von Peter als Opernspezialist wird es dabei essenziell sein, wen er für die Sparten Schauspiel und Tanz nach Basel verpflichten kann.

Gerade das Schauspiel spielte sich in den letzten drei Jahren unter Andreas Beck durch ein hervorragendes Ensemble und viele Uraufführungen in die Toptheater der deutschsprachigen Theaterlandschaft.

Der 1977 in Köln geborene von Peter studierte in Bonn Musikwissenschaft, Germanistik, Jura und Gesang. Danach war er an Theatern und Opern im deutschsprachigen Raum tätig. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist von Peter Intendant des Luzerner Theaters.

Von Peter wurde unter anderem mit dem Götz-Friedrich-Preis, dem Theaterpreis «Der Faust» und dem Kurt-Hübner-Preis ausgezeichnet.

Für das Theater Basel ist der deutsche Regisseur kein Unbekannter: 2009 inszenierte er hier Francis Poulencs «Dialogues des Carmélites» und 2011 Richard Wagners «Parsifal».

Benedikt von Peter zeichne eine zeitgenössische, aber zugängliche künstlerische Handschrift aus, so das Theater Basel in einer Medienmitteilung. Er wolle das Theater Basel zu einem Begegnungsort für sein Publikum und die Basler Bevölkerung machen – durch eine starke regionale und lokale Vernetzung, mit international gefragten Regiehandschriften und der ganzheitlichen Bespielung von Theaterräumen.

Von Peter selbst betont, dass er den Wechsel nicht gesucht habe: «Ich hätte mich nicht wegbeworben. Ich bin gefragt worden von Basel, ob ich mich vorstellen würde. Ich glaube, das ist einfach ein ganz normaler Karriereschritt. Es hat zumindest nichts mit Luzern zu tun, wo ich sehr glücklich bin.»

Sendung: Kultur Kompakt, Radio SRF 2 Kultur, 21.08.2018, 12.03 Uhr

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Richard Liu (richard-liu)
    Bitte Goethes Faust, I und II, an einem (langen) Abend. Das habe ich einmal in Salzburg erlebt. Gespielt hat das Thalia Theater Hamburg. Unvergesslich. Der Sinn eines grossen Hauses wie Basel ist die Pflege der grossen Werke. Das hat Hr. Beck bei seinem Amtsantritt gesagt, und das hat er auch gemacht, ohne Neues zu vergessen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Martin Aeschlimann (TinuAeschlima)
    Hoffentlich werden vermehr Theaterstücke auf Schweizerdeutsch aufgeführt. Mir müssen unsere Kultur vermehrt schätzen und aktiv fördern.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen