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«Black Widow» im Kino Scarlett Johanssons furioser Kampf gegen Sexismus

Hurra! Endlich wieder ein Blockbuster! Eine der ersten Hollywood-Grossproduktionen kommt nach der Corona-Pause ins Kino: der Superheldinnenfilm «Black Widow». 

Natasha Romanoff, Kampfname Black Widow, ist eine ehemalige russische Agentin und Mitglied der Superheldentruppe «Avengers», obwohl sie keine besonderen Kräfte besitzt. Seit elf Jahren spielt Hollywoodstar Scarlett Johansson diese Kämpferin. Sie ist eine der Hauptfiguren in den erfolgreichen «Iron Man»-, «Captain America»- und «Avengers»- Filmen.

Legende: Zum achten Mal spielt Scarlett Johansson die Superagentin Black Widow. Disney.com

Lange musste die Schauspielerin auf ihr erstes Soloabenteuer warten. Die Hollywood-Studios zweifelten, dass Frauen als Retterinnen im Kampfanzug Profit an den Kinokassen bringen. Erst nachdem «Wonder Woman» und «Captain Marvel» hunderte Millionen Dollar einspielten, war der Weg frei für Scarlett Johanssons Black Widow.

Der Ursprung der «Black Widow»

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Legende: Marvel.com

Black Widow ist, wie die meisten Figuren aus dem Marvel-Superhelden-Universum, schon recht betagt.

Erfunden während des Kalten Krieges. 1964 hatte sie ihren ersten Auftritt, in dem Comic-Heft «Tales of Supense».

Allerdings trat sie nicht als Heldin auf, sondern als Schurkin: als sowjetische Spionin, die einen Verräter aus der kapitalistischen USA zurück in die kommunistischen UdSSR bringen soll und dabei gegen den Superhelden Iron Man kämpft.

Über die Jahrzehnte wurde die Black Widow-Figur immer wieder verändert. Heute ist sie eine Heldin, kämpft für die USA, aber ihre russischen Wurzeln sind geblieben – und auch ihre Vergangenheit als skrupellose Geheimdienstlerin.

2010 tauchte Black Widow das erste Mal auf der Leinwand auf. In «Iron Man 2».


Im Film wird Black Widow mit ihrer Geheimdienst-Vergangenheit in Russland konfrontiert. Als junges Mädchen wurde sie einer Gehirnwäsche unterzogen und zur russischen Agentin und Killerin ausgebildet.

Black Widow hatte gedacht, dass das menschfeindliche Ausbildungsprogramm abgeschafft wurde. Aber es existiert noch. Sie will es zerstören und trifft dabei natürlich auf Gegenwehr.

Kampf dem Sexismus

Legende: Florence Pugh, David Harbour und Scarlett Johansson in «Black Widow». Disney.com

Ihr Gegner ist ein widerlicher Sexist. Er benutzt junge Frauen, denen er nicht nur den freien Willen, sondern auch die Fähigkeit zur Fortpflanzung raubt.

Seine frauenfeindliche Begründung für die Misshandlung: Mädchen seien «die einzige natürliche Ressource», von der es auf der Welt zu viel gebe. Was für eine Aussage. Selten hat man sich mehr auf den Moment gefreut, wenn die Heldin den Schurken stellt.

Genre: Agentenfilm

Metawesen mit erstaunlichen Kräften gibt es in «Black Widow» nicht. Der Film bietet keinen üblichen Superheldenstoff, sondern ist ein Spionagefilm, der an die letzten 007-Filme oder an die Jason-Bourne-Reihe erinnert.

Legende: David Harbour spielt einen russischen Ex-Superhelden und sorgt für die komischen Momente in «Black Widow». Disney.com

Ausgezeichnete Besetzung

Was den Film neben seiner Geschichte, wohldosierten Humor und gelungenen Kampfchoreografien auszeichnet, ist seine Besetzung.

Da wäre Hauptdarstellerin Scarlett Johansson. Arthouse-Fans lieben sie für ihre Auftritte in Dramen wie «Lost in Translation» oder «Marriage Story», Liebhaberinnen von Action-Blockbuster für ihre Auftritte in den Superhelden-Spektakeln.

An ihrer Seite spielt David Harbour, den seit der supererfolgreichen Mystery-Serie «Stranger Things» fast jeder kennt. Dort spielt er den liebenswerten Sheriff Jim Hopper.

In «Black Widow» gibt er den Ziehvater von Black Widow, ein verfetteter und heruntergekommener Ex-Superheld aus der untergegangenen UdSSR.

Legende: Schauspielerin Florence Pugh (rechts) wurde für ihre Rolle in «Little Women» für den Oscar nominiert. Disney.com

Und dann ist da die Britin Florence Pugh, die eher von der anspruchsvollen Seite kommt und durch historische Filme wie «Lady Macbeth» und «Little Women» bekannt geworden ist.

Für letzteren gab es sogar eine Nominierung für den britischen Filmpreis und den Oscar. In «Black Widow» spielt sie eine zynische Freundin der Titelheldin, die das gleiche Ausbildungsprogramm durchmachen musste.

Agentenfilm und Blockbuster-Spektakel

«Black Widow» ansehen sollte, wer Edelmimen in einem Blockbuster-Spektakel was abgewinnen kann, wer Agentenfilme mag und die vorherigen 22 Filme aus dem Marvel-Superhelden-Universum zu schätzen weiss.

08.07.2021, SRF 3, 16.10 Uhr

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Wiedler  (infonews)
    Es hört nicht auf.... wieder ein lächerlicher Versuch, die "bösen" Männer dieser Welt auf die richtige Bahn zu bringen. Wenn die lieben Frauen nur verstehen würden, dass solche Filme nur noch mehr Gegner der Emanzipation und Gleichberechtigung auf die Bühne ruft.
    1. Antwort von Angela Schenk  (Angela Schenk)
      Wie soll ich das verstehen? Wenn jemandem ein Film nicht gefällt, will er den Frauen das Stimmrecht wegnehmen und das Eherecht von 1907 wieder einführen?
    2. Antwort von Franziska Stäheli  (Franziska Stäheli)
      Wer sich von sowas schon einschüchtern lässt, ist eh verloren. Und es ist uns egal was Männer wie sie, die festgefahren in ihren Rollenbilder sind, denken. Aber danke das sie sich zu Themen äussern die sie nicht mögen. Hmm... vielleicht sollte ich mich von jetzt an in der Wirtschafts Kommentar spalte äussern ^^