Französische Muse Anne Wiazemsky, die Muse von Jean-Luc Godard, ist gestorben

Die französische Schauspielerin und Autorin Anne Wiazemsky ist tot. Sie ist im Alter von 70 Jahren an den Folgen eines Krebsleidens gestorben, wie ihre Familie mitteilte.

Eine Frau mit Locken stützt ihren Kopf mit der Hand ab. Sie sitzt auf einem Sofa. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Liebte Jean-Luc Godard, den Film und Bücher: Schauspielerin und Autorin Anne Wiazemsky. imago/leemage

Wiazemsky war die Enkelin des Literaturnobelpreisträgers François Mauriac und einige Jahre mit dem Nouvelle-Vague-Regisseur Jean-Luc Godard verheiratet.

Jean Luc Godard und seine damalige Frau Anne Wiazemsky stehen vor einem Auto und schauen einen Hund an. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Waren zwölf Jahre lang ein Ehepaar: Jean-Luc Godard und Anne Wiazemsky. imago/zuma/keystone

Ihr Filmdebüt feierte sie 1966 mit «Au hasard Balthazar» von Robert Bresson. Ein Jahr später folgte «La Chinoise» von Godard, den sie kurz darauf heiratete.

Mit Godard drehte sie mehrere Filme, darunter auch «One plus One», ein Film über die Rolling Stones. Die Ehe hielt zwölf Jahre.

Das Leben mit Godard

Bereits Ende der 60er-Jahre stand sie für Pasolini in «Teorema» vor der Kamera.

Als die Rollenangebote seltener wurden, zog sie sich Mitte der 80er-Jahre aus dem Filmgeschäft zurück und begann, Bücher zu schreiben.

Unter ihren Werken befinden sich mehrere autobiografische Romane wie «Jeune fille». Darin beschreibt sie die Zusammenarbeit mit Bresson. In «Une année studieuse» und «Un an après» erzählt sie von ihrem Leben mit Godard.

Sendung: Radio SRF 2 Kultur, Kultur Nachrichten, 5.10.2017, 16:30 Uhr