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Neu im Kino «Venom»: Der Parasit aus dem All

Tom Hardy brilliert als menschlicher Wirt des ausserirdischen Monsters Venom. Auch der freche Humor und die wohl dosierte Action machen diese Comicadaption sehenswert.

Legende: Video Kinostart diese Woche: «Venom» abspielen. Laufzeit 01:36 Minuten.
Aus Keine 3 Minuten – Die Filmkritik für Eilige vom 05.10.2018.

TV-Reporter Eddie Brock (Tom Hardy) soll den Industriellen Carlton Drake (Riz Ahmed) zu dessen Raumfahrtprogramm interviewen. Der Mann hat Dreck am Stecken. Er führt Menschenversuche durch.

Drake bricht das Interview ab, weil Brock nicht nur Zuckerwatte-Fragen stellt. Als Brock später Drakes Labor heimlich untersucht, findet er einen ausserirdischen Organismus. Der dringt in seinen Körper ein. Der sogenannte Symbiont braucht einen menschlichen Wirt, um auf der Erde zu überleben. Brock nennt ihn später salopp «mein Parasit».

Das zentralste Zitat

Das Alien-Monster Venom zeigt Zähne.
Legende: Venom zeigt Zähne. Sony

«Wir sind Venom», sagt das Doppelwesen Venom/Brock gegen Ende des Films. Das «Wir» signalisiert: Der Journalist Brock hat sich mit dem Alien arrangiert und findet dessen übermenschliche Kräfte toll. Nur dessen Wunsch Menschen zu verspeisen, erschreckt ihn.

Der Hauptdarsteller

Tom Hardy als rasender Reporter Eddie Brock auf dem Motorrad.
Legende: Tom Hardy als rasender Reporter Eddie Brock in «Venom». Sony

Der Engländer Tom Hardy wurde international durch Christopher Nolans Sciencefiction-Film «Inception» (2010) bekannt. Nolan gab ihm auch die Rolle des Bösewichts Bane im Batman-Film «The Dark Knight Rises» (2012).

Nach der Titelrolle in «Mad Max: Fury Road» (2015) war Hardy im rauen Western «The Revenant» (2015) der Gegenspieler des von Leonardo DiCaprio verkörperten Helden. Diese Leistung brachte dem heute 41-Jährigen eine Oscar-Nomination ein.

Fakten, die man wissen sollte

Der Alien Venom trat zuerst in einem «Spider-Man»-Comic auf.
Legende: Der Alien Venom trat zuerst in einem «Spider-Man»-Comic auf. Marvel

Die Figur Venom tauchte erstmals 1984 in einem Marvel Comic auf. Damals war ausgerechnet Spider-Man der erste Wirt des Ausserirdischen. Venoms zweiter unfreiwilliger Gastgeber war der Reporter Eddie Brock.

Das ist nun auch in Venoms erstem eigenen Film der Fall. Ein Cliffhanger nach dem Abspann deutet daraufhin, dass in einer möglichen Fortsetzung der Gegner «Carnage» sein könnte. Comic-Kenner wissen: Das ist ein Serienkiller, der sich mit dem Nachwuchs von Venom verbunden hat.

Das Urteil

Der Alien Venom greift einen Mann an.
Legende: Niemand sollte Venom verärgern. Sony

Der ausdrucksstarke Tom Hardy glänzt nicht nur als unzimperlicher Reporter, sondern vor allem auch in den physisch anspruchsvollen Szenen, in denen Venom von ihm Besitz ergreift.

Die Spezialeffekte sind gut, und die Action ufert zum Glück nicht aus. All dies sowie der freche Humor machen den Film sehenswert. Wer Marvel Comics mag, kommt voll auf seine Rechnung.

Kinostart: 4.10.2018

2 Kommentare

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  • Kommentar von David Arnold (darnold)
    Anfangs noch hin und weg, bin ich der steten Superheldenverfilmungen langsam überdrüssig. Böse Zungen würden behaupten, man wird vom Denken abgelenkt. Wo sind die intelligenten oder sozialkritischen Filme, die einem effektiv zum Nachdenken anregen? Etwas wie Enemy of the State, Truman Show, Gattaca? Perlen wie Ex Machina, welche uns den Spiegel vorhalten, wo ich aus dem Kino gehe und als Mensch weitergekommen bin, sind mir zu selten.
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    1. Antwort von Flurin Amsler (Fluamsler)
      Sehe ich ähnlich. Die ganzen Marvel-Verfilmungen sind technisch stets super (vor allem sie special effects), jedoch hat sich das Schema „Superheld rettet die Welt vor einem Superschurken“ langsam totgespielt. Obwohl sie meist riesigen Budgets haben, sind diese familienfreundlichen Comic-Verfilmungen höchstens gutes Mittelmass. Bei Marvel ist es halt ein wenig wie mit einer Flasche Coca Cola: immer gut und trinkbar, aber geschmacklich (weltweit) immer dasselbe!
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