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Eine magische Karriere Vom Zaubern zur Nasa: Die unglaubliche Karriere von Marco Tempest

Ein Schweizer, der die Raumfahrt verzaubert und die Kunst kennt, sich stets neu zu erfinden.

Marco Tempest wächst im Zürich der 1960er- und 1970er-Jahre auf. Mit 16 hat er genug von der Schule und beschliesst, professioneller Zauberer zu werden. «Das Zaubern war eine Möglichkeit, der harschen Realität zu entfliehen, in der ich lebte. Ich hatte Probleme in der Schule, komplizierte Familienverhältnisse. Die Zauberei war ein Ort, wo Anderssein erwünscht war», erinnert sich Tempest.

Magie trifft auf Technologie

Um als Profi durchzustarten, braucht es eine gute Idee: Tempest kombiniert die neue Tanzform Breakdancing mit Illusionskunst. Als er damit an der Weltmeisterschaft teilnehmen will, winkt der Schweizerische Zaubereiverband ab – seine Show habe nichts mit Zauberei zu tun. Zwei Jahre später gewinnt Tempest im Duo mit Midi Gottet den World Cup of Magic in New York – und legt damit den Grundstein für seine Weltkarriere.

Tempest experimentiert früh mit neuen Technologien, wird zum «Techno Illusionist» und emigriert nach New York. Er arbeitet mit Apple, Panasonic oder IBM, produziert die TV-Show «The Virtual Magician» und wird mit seiner «Phone Cam Street Magic»-Serie zum Youtube-Pionier. Es folgen Auftritte bei Jay Leno, in TV-Shows weltweit und auf TED-Konferenzen.

Das renommierte Massachusetts Institute of Technology (MIT) beruft ihn daraufhin als Director’s Fellow – und er wird Creative Technologist bei der Nasa, um Weltraum-Missionen als visuelle Erlebnisse erfahrbar zu machen.

Alter Mann mit grauen Haaren mit Drohne im Vordergrund.
Legende: Magie mit Drohnen und KI: Der gebürtige Zürcher macht komplexe Technologien für alle erfahrbar. Hier bei Dreharbeiten für die SRF-Serie «Swiss Success Stories», 2025. SRF/Alexis Amitirigala

«Viel von deinem Erfolg hat nichts damit zu tun, dass du so genial oder so gut bist», meint Tempest rückblickend. «Viele Dinge sind mir einfach zugeflogen. Ich hatte viel Glück. Es braucht immer Andere, die an einen glauben».

«Marco verkörpert die Zukunft des Lernens»

Trotz aller Erfolge bleibt Tempest in Bewegung – was nicht selten herausfordernd ist: «Ich finde mich oft in Situationen wieder, in denen ich ganz schnell neue Dinge lernen muss, damit ich die Menschen nicht enttäusche, die an mich glauben. Nach aussen sieht das dann nach einem neuen Meilenstein aus. Aber innerlich denke ich jedes Mal: Wie kriege ich denn das jetzt wieder hin? Schaffe ich das?»

Seine schnelle Anpassungsfähigkeit führt Tempest als Lehrer an die Mohammed bin Zayed University of Artificial Intelligence in Abu Dhabi. «Marco verkörpert die Zukunft des Lernens», meint Hao Li, Professor für Computer Vision und ehemaliger Entwickler bei der Star Wars-Produktionsfirma Lucasfilm. «Er ging nie zur Uni, aber das merkt niemand». Li sieht Tempests Werdegang als exemplarisches Vorbild, um Studierende auf eine kaum planbare Zukunft vorzubereiten.

The Sky is the Limit

Tempests Konstante ist die stete Neuerfindung - die Stelle als Director of Creative Technology & Innovation an der ETH Zürich hat er selbst erfunden. «Marco denkt anders über Probleme nach als ich oder andere Wissenschaftler», erklärt Thomas Zurbuchen, Leiter von ETH Space und ehemaliger Wissenschaftsdirektor der Nasa.

Zwei ältere Männer posieren für die Kamera, im Hintergrund weitere Personen bei Apero.
Legende: Marco Tempest und ETH Space-Leiter Thomas Zurbuchen an der MARS-Konferenz, 2023. Privatarchiv Marco Tempest

«Ich möchte Leute in meinem Team, die einen anderen Hintergrund haben als ich. Seien das Spitzensportler, Zauberer oder Künstler: Häufig ist ihre Denkweise anders.» Genau das braucht es, um die Schweizer Raumfahrt in die Zukunft zu führen, ist Zurbuchen überzeugt. Bis zur Ergründung des Universums reist Tempest weiterhin um die Welt und verzaubert – technisch immer einen Schritt voraus – die Menschen mit seinen magischen Geschichten.

Streaming- und Sendehinweis

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Die Geschichte von Marco Tempest gibt es jetzt zum Anschauen – in der Serie «Swiss Success Stories» auf Play SRF. Von Bümpliz nach New York, von Zürich zur Nasa, von Aarau in die Slums von Lagos: die Kulturplatz-Serie «Swiss Success Stories» porträtiert Menschen, die mit Mut, Visionen und Pioniergeist die Welt verändern. 

  • Marco Tempest: Der Zürcher Drohnenkünstler in der Tech-Elite | Folge 1, Folge 2
  • Susanne Bartsch: Die New Yorker Nachtclubikone aus Bern | Folge 1, Folge 2
  • Fabienne Hoelzel: Die Aarauer Architektin in der Megacity | Folge 1, Folge 2

Sendehinweis: «Swiss Success Stories» läuft bis Ende Dezember immer mittwochs um 22:25 Uhr auf SRF 1. 

SRF 1, Kulturplatz – Swiss Success Stories, 26.11.2025, 22:25 Uhr

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