- Der deutsche Filmemacher und Autor Alexander Kluge ist tot. Dies teilte der Suhrkamp-Verlag unter Berufung auf seine Familie mit.
- Kluge starb am Mittwoch im Alter von 94 Jahren in München.
Alexander Kluge galt als einer der vielseitigsten Intellektuellen in Deutschland: Er war Filmemacher, Schriftsteller, Philosoph und Jurist. Als Autor gehörte er zum Kreis der «Gruppe 47», die den Literaturbetrieb in der Bundesrepublik der Nachkriegszeit prägte, und machte sich vor allem mit Kurzgeschichten einen Namen.
Vom Rechtsanwalt zum Filmemacher
Kluge wurde 1932 in Halberstadt geboren, studierte Jura, Geschichte und Kirchenmusik. Er arbeitete zunächst als Rechtsanwalt. 1958 volontierte er bei dem weltberühmten Regisseur Fritz Lang («Metropolis») und fing bald darauf an, selbst Regie zu führen.
1987 war er Mitbegründer der Produktionsfirma dctp, die private Fernsehsender mit wissenschaftlichen und kulturellen Beiträgen versorgte. Das Magazin «Spiegel TV» stammt beispielsweise aus seinem Haus. Für seine Bücher und Filme erhielt unter anderem den Adolf-Grimme-Preis, den Georg-Büchner-Preis, den Heinrich-Heine-Preis sowie den Klopstock-Preis.