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Britischer Maler «Matisse der Pop Art»: David Hockney ist gestorben

  • Der britische Maler David Hockney ist im Alter von 88 Jahren gestorben.
  • Er war eine der einflussreichsten und bedeutendsten Figuren der zeitgenössischen Kunst.
  • Seine Werke erzählten die Welt mit charakteristisch leuchtenden Farben.

Kaum ein Künstler verkörperte den Wandel des Lebensgefühls der westlichen Gesellschaften nach dem Zweiten Weltkrieg besser als David Hockney. Nun ist der legendäre britische Maler kurz vor seinem 89. Geburtstag «friedlich in seinem Zuhause» in London gestorben, wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf seinen Publizisten berichtete.

Älterer Mann in grüner Strickjacke vor buntem Waldgemälde.
Legende: David Hockney posiert vor seinem Gemälde «The Arrival of Spring in Woldgate, East Yorkshire in 2011», das er dem Museum im Centre Pompidou (Paris) im September 2017 schenkte. Getty Images/Aurelien Meunier

Mit seinen von einem Spiel aus kräftigen Farben und Licht geprägten Gemälden wurde er zu einem der einflussreichsten Maler des 20. und des 21. Jahrhunderts. Der britische «Guardian» würdigte Hockney gar als «Matisse der Pop Art». Im Nachruf der Zeitung hiess es: «Er hat die simple Perfektion der Beatles – so wie sie den Klang der modernen Welt einfingen, fing er ihr Aussehen ein.» Er habe sich dem Trend zur Abstraktion seiner Zeitgenossen widersetzt und kompromisslos die Realität abgebildet. Seine Motive waren oft die Alltagsszenen der Konsumgesellschaft.

Hockney wurde im Norden Englands geboren, verbrachte aber einen Grossteil seines Lebens in Südkalifornien, dessen Vorstadtlandschaften zu einem zentralen Motiv seines Werks wurden. Später kehrte er nach Europa zurück und fand neue Inspiration in den bewaldeten Hügeln seiner Heimatgrafschaft Yorkshire sowie in den Feldern und Bäumen der Normandie.

«Seine Werke werden bewundert – geliebt ist nicht zu stark – von den Millionen, die weltweit herbeiströmen, um sie zu sehen, weil sie ein Versprechen von Freude in sich tragen», schrieb der Historiker Simon Schama in einem Essay zur Begleitung einer Hockney-Ausstellung 2025 in Paris.

Radio SRF 1, Rendez-vous, 12.6.2026, 12:30 Uhr. ; 

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