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Schweizer Grand Prix Kunst Das sind die Gewinner des Prix Meret Oppenheim 2026

Das Bundesamt für Kultur zeichnet Künstler Fabrice Gygi, Kurator Hilar Stadler und Architektin Tilla Theus mit dem Schweizer Grand Prix Kunst aus.

Zum 26. Mal in Folge zeichnet das Bundesamt für Kultur herausragende Schweizer Kulturschaffende aus. Der mit 40'000 Franken dotierte Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim geht 2026 an Fabrice Gygi, Hilar Stadler und Tilla Theus. Das teilte das Bundesamt für Kultur (BAK) mit.

Es ehrt die drei Persönlichkeiten für ihr Lebenswerk. Die Preisverleihung findet am 15. Juni in Basel in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider statt.

Skulpturen der Überwachungsgesellschaft

Der Genfer Fabrice Gygi ergründet mit seinen Skulpturen autoritäre Strukturen. So finden sich in seinem Werk immer wieder Elemente aus dem modernen Sicherheits- und Kontrollapparat, beispielsweise Panzer- und Strassensperren, Sandsäcke oder Planen. An der 25. Biennale von São Paulo vertrat er die Schweiz mit einem zwölf Meter hohen Wachturm.

Zu Gygis Werk gehören nicht nur Skulpturen. Er arbeitete auch mit diversen Drucktechniken, machte Performances, stellte Installationen auf und Schmuckstücke her. Aktuell widmet er sich dem Aquarell und der Ölmalerei. Werke des 1965 geborenen Künstlers sind international ausgestellt, in Häusern wie dem Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Genf oder dem Centre Georges Pompidou in Paris.

Kurator mutiger Ausstellungen

Dem Kurator und Museumsleiter Hilar Stadler wird die Auszeichnung für seine Museumspraktik verliehen. Er habe die Schweiz nachhaltig geprägt, schrieb das BAK. Seit 30 Jahren ist er Direktor des Museums im Bellpark in Kriens. Die eidgenössische Kunstkommission würdigt seine Fähigkeit, «ein vielfältig interessiertes Publikum anzusprechen und zu beweisen, dass eine regionale Institution mit wenig Ressourcen exzellente Arbeit leisten kann».

Hilar Stadler, geboren 1963, habe einen einzigartigen kuratorischen Ansatz entwickelt, «der sich auf den Status der kulturellen Arbeit in unserer Gesellschaft ausrichtet», hiess es weiter. Die Ausstellungen im vom Kunsthistoriker geleiteten Museum seien mutig und würden Unerwartetes behandeln – von Schweizer Töfflikultur (2005) über die Architektur von Ehepaar Robert Venturi und Denise Scott Brown (2008) bis hin zur Kunst der amerikanischen Musikerin Kim Gordon (2022).

Schlüsselfigur der Schweizer Postmoderne

Die 82-jährige Tilla Theus ist die erste Architektin, welche allein mit dem Schweizer Grand Prix Kunst gewürdigt wird. Ihre berühmteste Arbeit ist das Zürcher Fünfsternehotel Widder, das aus dem Umbau von acht mittelalterlichen, denkmalgeschützten Häusern hervorging. Doch auch den Hauptsitz der FIFA in Zürich oder das Panorama-Bergrestaurant Weisshorn in Arosa hat Theus entworfen. Die Architektursprache der gebürtigen Bündnerin ist geprägt von Farben, Ornamenten und Stimmungen, heisst es in der Mitteilung.

Zu Beginn ihrer Karriere schwamm sie damit noch gegen den Strom, bevor sich der Stil durchsetzte. Heute ist sie «Pionierin der Schweizer Architektur und Schlüsselfigur der Schweizer Postmoderne», so das BAK in seiner Mitteilung. Theus ist unter anderem spezialisiert auf Umbauten und Sanierungen denkmalgeschützter Objekte. Für diese Tätigkeit wird sie nun auch gewürdigt, für die «vorbildliche Arbeit im Umgang mit historischer Bausubstanz und beim Bauen im Bestand». Solche Ansätze seien heute im Hinblick auf nachhaltige Architektur besonders wichtig, heisst es in der Mitteilung.

Über den Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim

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Mit dem Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim zeichnet das BAK seit 2001 Lebenswerke von Persönlichkeiten aus Kunst, Architektur, Kritik, Verlags- oder Ausstellungswesen aus. Der Preis ist mit je 40'000 Franken dotiert. Das BAK vergibt diese renommierten Preise jährlich auf Empfehlung der Eidgenössischen Kunstkommission.

Der Prix Meret Oppenheim 2026 wird zusammen mit den Schweizer Kunstpreisen im Rahmen der Ausstellung «Swiss Art Awards» am 15. Juni in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider in Basel vergeben.

Radio SRF 4 News, 12.2.2026, 11:00 Uhr ; 

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