Der US-amerikanische Cartoonist Scott Adams, der mit der Figur «Dilbert» weltberühmt wurde, ist tot. Adams sei im Alter von 68 Jahren in seinem Haus im US-Bundesstaat Kalifornien an den Folgen einer Prostatakrebs-Erkrankung gestorben, teilte seine Ex-Frau Shelly Adams via Youtube mit.
Shelly Adams verlas zudem eine vorab vorbereitete Mitteilung ihres Ex-Mannes: «Ich hatte ein grossartiges Leben. Ich habe alles gegeben.»
Vorlage aus dem echten Leben
US-Präsident Donald Trump kondolierte via seinem Online-Sprachrohr Truth Social und würdigte Scott Adams als «fantastischen Typen». Adams hatte seine Krankheit bereits im vergangenen Jahr öffentlich gemacht.
Der 1957 im Bundesstaat New York geborene Adams hatte in den 80er- und 90er-Jahren als Manager bei mehreren US-Unternehmen gearbeitet. Währenddessen kam ihm die Idee für einen Comic, der sich satirisch mit der Arbeitswelt in Unternehmen auseinandersetzt. Als Hauptfigur dachte er sich «Dilbert» aus – mit kurzärmeligem Hemd, Krawatte und Brille.
1989 wurde erstmals ein «Dilbert»-Comic in den USA veröffentlicht, später erschienen sie auf der ganzen Welt. In der Schweiz wurden seine Comicstrips bis im Mai 2014 etwa in der Berner Tageszeitung «Der Bund» abgedruckt.
Rassismusvorwürfe
In den vergangenen Jahren sorgte Adams aber vor allem mit abwertenden, beleidigenden und rassistischen Äusserungen für Schlagzeilen. Daraufhin verlor er 2023 so gut wie alle Comic-Aufträge und veröffentlichte nur noch im Selbstverlag.
Adams hatte die Vorwürfe stets bestritten und betont, er fühle sich falsch verstanden. Gleichzeitig wiederholte er die Aussagen in ähnlicher Form jedoch in seinem Podcast.
Wie seine Ex-Frau Shelly Adams mitteilte, sei Scott Adams friedlich eingeschlafen, im Beisein seiner Angehörigen.