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Warhol- und Basquiat-Förderer Zürcher Pop-Art-Galerist Bruno Bischofberger ist tot

  • Der einflussreiche Kunsthändler Bruno Bischofberger ist im Alter von 86 Jahren verstorben.
  • Verschiedene Medien hatten unter Bezugnahme auf einen Instagram-Post seiner Galerie berichtet.
  • Bischofbergers Galerie gilt bis heute als eine der bedeutendsten Institutionen des europäischen Kunstmarktes.
Schwarz-weiss-Foto eines lächelnden älteren Mannes mit Mütze vor Wandkunst.
Legende: Galerist Bruno Bischofberger an der Ausstellung «Basquiat x Warhol Painting Four Hands». (2023) Getty Images/Luc Castel

Bischofbergers Rolle ging weit über die eines einfachen Galeristen hinaus: Im Laufe der Jahrzehnte wurde er zum engen Freund, Berater und sogar kreativen Partner vieler Künstler. Die Verbindung zu Warhol war besonders tief. In den 1960ern erwarb Bischofberger elf frühe Gemälde von Warhol zu einem Preis, der damals als extrem hoch galt. Er erhielt im Gegenzug das Vorkaufsrecht an dessen Werken – eine Vereinbarung, an die sich der Vater der Pop Art bis zu seinem Tod im Jahr 1987 hielt.

Vier Männer nebeneinander in Schwarz-Weiss-Porträt.
Legende: In höchsten Künstlerkreisen: Bruno Bischofberger (3. v.l.) mit Andy Warhol, Jean-Michel Basquiat und Francesco Clemente (v.l.n.r.) in New York. (1984) Galerie Bruno Bischofberger

Entscheidend war auch Bischofbergers Rolle bei der Begegnung zwischen Warhol und Jean-Michel Basquiat. 1984 war es Bischofberger, der eine künstlerische Zusammenarbeit zwischen den beiden vorschlug, woraus eine Reihe von Werken entstand, die heute als grundlegend für die Geschichte der zeitgenössischen Kunst gelten.

Regionaljournal ZH/SH, 10.5.2026, 17:30 Uhr ; 

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