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Legende: Audio Nachricht zum entdeckten Football-Planeten abspielen. Laufzeit 00:45 Minuten.
Aus Kultur-Aktualität vom 02.08.2019.
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Action im All Forscher beobachten Planeten, der Metalle spuckt

Astronomen haben erstmals nachgewiesen, dass ein superheisser Planet Metalle ins All schleudert.

Es tönt spektakulär: Ein Planet, der Metalle ins All schleudert. Beobachten konnten dies Forscher um David Sing von der Johns-Hopkins-Universität (Baltimore) mit dem «Hubble»-Weltraumteleskop.

Erstmals gelang es Astronomen, Wolken von Magnesium- und Eisengas um den Exoplanet WASP-121b nachzuweisen. Dies berichten sie nun im Fachblatt «Astronomical Journal».

Planet in der Form eines Footballs

Der Planet umkreist eine Sonne im Sternbild Achterdeck (Puppis) am Südhimmel. Entdeckt wurde er bereits 2015. Der Planet ist rund 900 Lichtjahre von der Erde entfernt und hat etwa ein Drittel mehr Masse als der Jupiter, der grösste Planet in unserem System.

Der Exoplanet umkreist seinen Heimatstern so eng, dass dessen Schwerkraft ihn fast zerreisst. Der Planet ist dadurch in die Länge gezogen, so dass seine Form an einen American Football erinnert.

Unvorstellbar heiss

Seine obere Atmosphäre wird durch den nahen Stern auf mehr als 2500 Grad Celsius aufgeheizt. Das ist wesentlich heisser als auf anderen bekannten Exoplaneten. So heiss, dass Metalle wie Eisen und Magnesium nicht in tieferen Atmosphärenschichten kondensieren, sondern als Gas ins All entkommen können.

Der Planet gehört durch seine Masse und Temperatur zur Klasse der Heissen Jupiter. Derartige Metalle seien auch auf anderen Heissen Jupitern beobachtet worden, aber nur in der unteren Atmosphäre, erläuterte Sing in einer Mitteilung des Wissenschaftlichen Weltraumteleskop-Instituts in Baltimore.

«Dabei weiss man nicht, ob sie entkommen oder nicht», betont er. «Bei WASP-121b sehen wir Magnesium- und Eisengas so weit weg vom Planeten, dass sie nicht durch die Schwerkraft gebunden sind.» Es ist gemäss den Forschern der erste Nachweis, dass ein Exoplanet solche Metalle ins All schleudert.

14 Kommentare

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  • Kommentar von Mike Pünt  (Scientist)
    Herr Fuchs, das Licht bewegt sich im All mit 300'000 km/s. Das heisst ein Objekt, dass 900 lichtjahre entfernt ist, ist wirklich sehr sehr weit weg (bin zu faul, um es auszurechnen). Das Hubble Teleskop dagegen kreist auf 600 km Höhe. Das heisst, Hubble sieht den heissen Planeten so, wie er vor 900 Jahren ausgesehen hat (weil das Licht so lange durchs All reisen musste). Das Teleskop macht ein Bild und schickt die Daten (mit Lichtgeschw.) zur Erde. Das dauert nur eine tausendstel Sekunde.
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  • Kommentar von Beni Fuchs  (Beni Fuchs)
    Erklären sie bitte mal, wieviele Kilometer Distanz 900 Lichtjahre ausmachen. :-) Und wieviele Kilometer das Hubble Teleskop grad von der Erde entfernt unterwegs ist, wie es dorthin gelangt, und die Bilder zu uns. Auch den Umstand, wenn diese Objekte 900 LJ entfernt sind, warum Bilder und Info davon so schnell verfügbar sind... Uns macht man weis, dass Sterne, die wir sehn, schon längst nicht mehr existieren, bis wir deren Licht wahrnehmen... (sorry, irgendwas kapier ich nicht ganz...)
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    1. Antwort von Beni Fuchs  (Beni Fuchs)
      Selsam, selbst ganz einfache Fragestellungen, auch ohne damit überhaupt eine Meinung kundzutun, werden mit Ablehnen 'gewürdigt'. ;-) Nicht, dass mich das stört, (im Gegenteil, ich amüsiere mich darüber) nur versteh ich solche Reaktionen nicht, geht es einfach darum, Personen, die man bereits mit 'andersdenkend' klassiert hat, zu dissen? Oder überfordert so eine plumpe Fragestellung bereits? :-)
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    2. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      1 Lichjahr sind ungefähr 9.5 Billionen km und Hubble ist gut 600 km von der Erdoberfläche entfernt. Die Informationen von diesem Objekt sind gut 900 Jahre alt, wenn sie uns erreichen. Die Objekte, welche wir mit blossem Auge am Nachthimmel sehen, sind teilweise noch wesentlich weiter weg aber grösstenteils in unserer Galaxie. Da wäre das maximale Alter "der Daten", also des Lichts welches die Erde erreicht, 120'000 Jahre. Die meisten sichtbaren Sterne dürften also noch existieren.
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    3. Antwort von Beni Fuchs  (Beni Fuchs)
      Danke M. Koller, genau das wollt ich hören. :-) Habe bewusst etwas naive Fragen gestellt, vielen Leuten, die sich nicht so für die Wissenschaft des Universums interessieren, sie aber strikte ablehnen, fehlen rationell erfassbare Vorstellungen, man 'haut' ihnen abstrakte Begriffe um die Ohren, mit denen sie nichts anfangen können - da reichen blosse Mitteilungen, 'Forscher hätten nachgewiesen' nicht ganz... beste Grüsse!
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    4. Antwort von Mike Pünt  (Scientist)
      auch wenn Sie auf der Rigi stehen und zum Pilatus rüber schauen, dann sehen sie den Pilatus so, wie er vor einer millionstel Sekunde ausgesehen hat. Mit Schallwellen gilt dasselbe Prinzip. Nur dass diese viel langsamer sind als das Licht. Das heisst, wenn Sie einen Blitz sehen am Horizont, dann ist das Licht (der Blitz) fast sofort bei Ihnen, der Donner folgt aber erst ein paar Sekunden später.
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  • Kommentar von Michel Koller  (Mica)
    Wie die Leute sich ab neuem Wissen aufregen können. Nicht die Forscher müssen sich um unseren Probleme kümmern, sondern ALLE Menschen. Die Probleme und deren Lösungsansätze sind bekannt. Hört auf immer von Anderen eine Umsetzung zu fordern und beginnt selbst.
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