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Wie KI unsere Emotionen erkennt
Aus Kultur Webvideos vom 28.05.2021.
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Emotionale Intelligenz So gut verstehen Computer uns Menschen

Emotionen spiegeln sich in unseren Gesichtern. Eine Software kann sie erkennen – oft sogar besser als die Menschen selber.

Ein Wettkampf Mensch gegen Maschine. Auf der einen Seite «Einstein»-Moderatorin Kathrin Hönegger, auf der anderen eine Software. Die Frage: Wer liest besser die Emotionen in menschlichen Gesichtern?

Jedes Detail analysiert

Den Wettkampf an der Universität Zürich überwacht die Psychologin Vera Hampel. Die Forscherin erläutert, was in der Maschine steckt:  «Die Software hat über sechs Millionen Videoinformationen von Gesichtern eingelesen. Der Algorithmus wurde an Gesichtern aus verschiedenen Kulturen getestet.»

Die Maschine sei in der Lage sehr viele Informationen gleichzeitig zu verarbeiten und erreiche dadurch eine hohe Leistungsfähigkeit.Der Wettkampf verläuft auf Messers Schneide. Am Schluss gewinnt die Maschine knapp. Das überrascht Vera Hampel wenig. Emotionserkennungsmaschinen seien mittlerweile ähnlich gut, wenn nicht besser als der Mensch.

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Emotionale Intelligenz – Was hinter dem Trend steckt
Aus Einstein vom 27.05.2021.
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Software, die bessere Chefin?

Anwendungen der Technologie werden schon erforscht. Das Start-up «Tawny» arbeitet an einer Software, welche die Arbeit managen soll. Die Vision: Künftig sollen Mitarbeitende nur so viel Arbeit auf den Tisch bekommen, wie sie gut bewältigen können.

Emotions-Tracker und Pulsuhr erkennen den Stresslevel einer Person und steuern dementsprechend die Arbeitslast. Das emotional intelligente Arbeits-Assistenzsystem kann so Mitarbeitenden die Aufgaben zuteilen, die zum jeweiligen Gemütszustand passen.

Heikler Datenschutz

Aber ist es überhaupt erstrebenswert, dass ein Computer so tief in das Seelenleben der Beschäftigten schaut? Der Datenschutz sei ein Problem, sagen kritische Stimmen. Vor allem dann, wenn die Software zur Überwachung von Mitarbeitenden verwendet würde.

«Eine Schreckensszenario wäre, dass die Menschen vor dem Rechner sitzen und das Gefühl haben, immer lächeln zu müssen, um dem System etwas vorzuspielen,» sagt der Wirtschaftspsychologe Jochen Menges von der Universität Zürich.

Die Software sei nur dann sinnvoll, wenn sie den Menschen hilft. Sobald es in Richtung Überwachung gehe, sei der Einsatz solcher Software problematisch, meint der Forscher.

 

Sendung: SRF 1, Einstein, 27.05.2021, 21:05 Uhr

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Christian Baumann  (Christian Baumann)
    George Orwell lässt grüssen.
    Manches Startup wäre besser nie gegründet worden; "Tawny" ist so ein Startup.
  • Kommentar von Peter Stauffacher  (Peter Stephan Stauffacher)
    Es wäre aus meiner Sicht sicher erstrebenswert, wenn jemand nur noch so viel Arbeit erhält wie er erledigen kann.
    Aber könnten diejenigen die dann weniger Arbeit erhalten auch damit leben, dass sie dann berechtigterweise auch weniger Lohn erhalten als andere, die mehr leisten?
  • Kommentar von Dave Arcari  (ARC)
    Ich bin ziemlich erstaunt, dass ein Test über so etwas komplexes wie der emotionalen Intelligenz zu einem Teil mit immer komplizierter werdenden Textfragen an einem kleinen Laptop durchgeführt wird. Wären da nachgestellte Szenen mit Schauspielern nicht besser? Gesichtsausdruck, Körpersprache, der Klang der Stimme etc. sind bei der Wahrnehmung von Emotionen doch die wichtigsten Sensoren, welche in diesem Test komplett vernachlässigt werden.