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Warum Elternsingsang Sinn macht
Aus Kultur Webvideos vom 21.02.2020.
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Nützliche Babysprache Gutschi-Gutschi-gu tut gut

Eltern wird immer wieder geraten, viel mit ihren Babys zu reden. Aber wie? Gutschi-Gutschi-gu? Genau. Denn gerade dieser Singsang sei wichtig, wie der Stimmforscher Volker Dellwo in einer Studie nachweisen konnte.

Wenn Mütter mit ihren Babys sprechen, verändert sich ihre ganze Sprechweise. Ihre Stimme wird höher, sie verstärken die Betonung von Wörtern und Sätzen und sie verfallen in eine Art Singsang. Dieser Singsang macht laut Stimmforscher Volker Dellwo durchaus Sinn.

In einer Studie an der Universität Zürich hat er herausgefunden, dass gerade diese variantenreiche Sprache es dem Kind ermöglicht, die Stimme der Mutter jederzeit wiederzuerkennen: «Stimmerkennung ist gar nicht so einfach. Denn wir tönen immer wieder anders: morgens und abends, glücklich oder unglücklich. Deshalb müssen Eltern so variantenreich mit ihren Babys sprechen, damit das Kind das ganze Spektrum ihrer Stimme kennenlernt», erklärt Volker Dellwo.

Eine Mutter schaut ihr Baby an. Es lacht.
Legende: Das ist Mama: Wenn Eltern im Singsang sprechen, erkennen Babys ihre Stimme wieder. Getty Images / Alberto Guglielmi

Stimme der Mutter ist sehr wichtig für das Baby

Lange wurde der Aspekt der Stimmerkennung in der Forschung kaum beachtet. Vielmehr ging man davon aus, dass die Eltern akzentuierter sprechen, um die Aufmerksamkeit der Kleinkinder zu erreichen.

Wie wichtig die Stimme der Mutter für Babys ist, zeigt auch die Tatsache, dass sie diese bereits im Mutterleib erkennen können. Wer sich also für den Singsang mit den Babys schämen sollte: Er ist wichtig. Denn für Babys ist es essenziell, dass sie die Stimme ihrer wichtigsten Bezugsperson von anderen unterscheiden können.

Sendung: SRF 1, Einstein, 20.2.2020, 22.25 Uhr.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Simsal Abolter  (Simou)
    Wäre es auch möglich, von Bezugspersonen zu sprechen? Darf ja nicht wahr sein, diese Reduktion auf "Mutter".
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    1. Antwort von Patrik Müller  (P.Müller)
      Stimmt: Ich habe bereits im Bauch meiner Geburtsperson nur auf die Stimme ihres Lebensabschnittpartners gachtet... Das Bubudubi bubi meiner Stillperson habe ich auch später nie respektiert sondern immer nur das Holidabu papi des "bärtigen Anwesenden". Warum: Keine Ahnung.
    2. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      Mit einem kleinen Kind spricht man ja automatisch etwas höher und mit Singsang, und das tut nicht nur die Mutter. Zur Beachtung: Auch mit einem Tierbaby benützt man die Singsangsprache, einfach weil Babies und junge Tierchen so herzig sind.
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Ach Gott, das weis man doch schon lange. Auch die Rhytmisierung von Lauten und Wörtern. Alles dient den späteren Fähigkeiten zu Sprache, Lernfähigkeit etc.
    Mir wird übel, wenn ich Mütter sehe die mehr mit dem Smartphone vor dem Kopf beschäftigt sind als mit ihrem Baby im Kinderwagen.
    Wie sagte es kürzlich ein Kabaretist: Ich merkte letzthin erst als das Internet ausviel was für eine interessante Familie ich eigentlich habe...
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    1. Antwort von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
      Wie Recht der doch hat.