Noch ist der Nebel schön

Die Badehosen waren kaum richtig getrocknet, lag im Mittelland bereits wieder Nebel. Freunde des Sonnenscheins müssen aber nicht verzweifeln. Im September und auch zu Beginn des Oktobers löst sich der Nebel fast immer auf.

Im goldenen Morgenlicht steht ein Bauernhof unmittelbar an der Nebelobergrenze. Hinter dem Hof liegt ein Nebelmeer, am Horizont ist der Pilkatus zu sehen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Morgennebel Kurz nach Sonnenaufgang ist die Luft am kältesten und der Nebel breitet sich aus. Reto Braunschweiler

Die „Nebelmaschine“ kommt allmählich in Fahrt. In den länger werdenden Nächten kühlt es bei klarem Himmel immer stärker ab. Gleichzeitig ist vom Sommer die Luft noch feucht. Diese Kombination aus Abkühlung und Feuchtigkeit lässt Nebel entstehen. Vorläufig bleibt er aber selten lange liegen. Erstens sind die Nächte noch zu kurz, um es richtig kalt werden zu lassen und zweitens scheint die Sonne noch zu stark. Noch kann man also die mystische Stimmung des Morgennebels mit dem Wissen geniessen, dass die Sonne bald kommt.

Zäher Importnebel

Von einem Berg geht der Blick über bewaldete Hügel zu einem nebelgefüllten Tal. Die Sonne steht noch tief. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Kurzes Vergnügen Die Aussicht auf Nebelfelder währt in den nächsten Tagen nicht lange. Die Sonne heizt die Schwaden weg. Franz Schweizer

Der „hausgemachte“ Nebel im Mittelland hat meistens eine Obergrenze um 800 Meter. Er entsteht bei fast windstillem Wetter und verschwindet in dieser Jahreszeit tagsüber wieder. Anders verhält es sich, wenn Nebel mit der Bise zu uns geführt wird. Dann liegt die Obergrenze meist über 1000 Meter und es braucht mehr, um diesen aufzulösen. Zur Zeit schafft es die Sonne aber noch diesen in mehr als der Hälfte der Fälle zu knacken.

Gute Aussichten fürs Wochenende

In einem nebligen Tannenwald sind die Sonnenstrahlen als helle Linien zu erkennen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: So ist's schön. Im September dringt die Sonne schlussendlich fast immer durch den Nebel. Sylvia Michel

Ab Freitag weht leichter West- bis Südwestwind. Dieser ist das Gegenstück zu Bise: Er verhindert, dass sich der Nebel zu stark ausbreiten kann. Am Wochenende wird deshalb auch im Flachland die Sonne scheinen, vielerorts bereits am Morgen.