So reagieren Sie richtig bei Blitzgefahr

Jedes Jahr sterben in der Schweiz drei bis sechs Menschen, weil sie von einem Blitz getroffen werden. Solche Unfälle kann man vermeiden, wenn man bei Gewittern richtig reagiert.

Am häufigsten blitzt es zwischen Mai und August. Bis zu 150'000 Blitze jährlich schlagen in der Schweiz ein, die meisten davon in die Gipfel des Tessins. Blitze suchen sich meist den kürzesten Weg für den Einschlag: Gipfel, Berggräte oder einzelne Bäume. Die wichtigsten Regel: Schutz suchen, nie der höchste Punkt im Gelände sein und weg vom Wasser.

Man hört immer wieder die Regel "Eichen sollst Du weichen, Buchen sollst Du suchen". Diese Regel ist falsch, es sollte heissen: "Einzlne Bäume sollst Du meiden". Woher kommt aber die Regel? Nun, Eichen stehen oft alleine, Buchen meist in Gruppen als Buchenwäldchen. Und Buchen haben eine glatte Rinde, der Strom wird darüber gut abgeleitet. Eichen hingegen haben eine rauhe, zerfurchte Rinde, in der sich Wasser ansammeln kann. Bei einem Blitzschlag verdunstet dieses Wasser wegen der grossen Hitze explosionsartig und die Rinde wird regelrecht zerfetzt. So sieht man an einer Eiche viel häufiger einen Blitzschaden als an einer Buche.