Stürmisch mit Kaltfront Sturmböen knickten Bäume

Eine Kaltfront brauste stellenweise mit schweren Sturmböen von über 100 km/h durch das Land. In Interlaken/BE geht die stärkste Windböe sogar in die Rekordliste ein. Die Windstärke war je nach Region sehr unterschiedlich, nicht in allen Gebieten gab es Sturmböen.

Geknickte Birke. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zerstörter Baum Der böige Joran am Jurasüdfuss knickte diese Birke. Auch in anderen Gebieten gab es Sturmbönen. Jan Eitel

Top Ten in Interlaken

Zwei Phänomene sorgten für schwere Sturmböen. Einerseits brachte der sogenannte Joran am Neuenburger- und Bielersee Böen bis 103 km/h. Bei diesem Fallwind schiesst kalte, schwere Luft vom Jura zum Jurasüdfuss hinab.

Andererseits rauschte die kalte Luft anschliessend in die Alpen talaufwärts. So wurde in Interlaken/BE eine Windböe von 102 km/h registriert. Seit Messbeginn im Jahre 1981 gab es erst 7 stärkere Windböen. So heftigen Wind gibt es dort also nicht jedes Jahr.

Deutlicher Temperatursturz

In einigen Regionen erreichte der Wind nur maximale Werte von etwas über 50 km/h, da kann man höchstens von «zügigem» Wind sprechen. Die Kaltfront liess die Temperatur deutlich absacken. Beispielsweise in Basel lag die Temperatur am Morgen um 21 Grad, um 11 Uhr zeigte das Thermometer nur noch 11 Grad.

Sturmböen am Donnerstag

Rünenberg/BL114 km/h
Bière/VD113 km/h
Bouveret/VS105 km/h
Neuchâtel/NE103 km/h
Cressier/NE103 km/h
Interlaken/BE102 km/h
Ipsach/BE98 km/h
Aigle/VD96 km/h
Mervelier/JU96 km/h
Welschenrohr/SO96 km/h
Thun/BE95 km/h
Egolzwil/LU94 km/h
Delémont/JU90 km/h
Oron/VD90 km/h
Evionnaz/VS90 km/h
Altdorf/UR89 km/h
Glarus/GL89 km/h
Steckborn/TG88 km/h
Chur/GR88 km/h
Grenchen/SO87 km/h
Simplon/VS87 km/h