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Weihnachtswetter Sternenklarer Himmel für das Christkind

Ihren Erfolg verdankt die Weihnachtsgeschichte mutmasslich einem stabilen Hochdruckgebiet. Ein bewölkter Himmel oder gar Schneefall hätte die Geschichte wohl anders enden lassen.

Tagsüber soll Maria unter der Wärme gelitten haben, nachts entfachte Joseph ein Feuer um sie zu wärmen. Trockene und warme Tage sowie sternenklare, kalte Nächte deuten auf Hochdruckwetter hin. Innerhalb von Hochdruckgebieten lösen sich die Wolken auf. So treibt die Sonne tagsüber den Schweiss auf die Stirn, in der Nacht jedoch verliert die Erde ihre Wärme rasch.

Eine schematische Darstellung, wie die Erde in der Nacht Wärme verliert.
Legende: Fehlen die Wolken, kühlt die Erde rasch aus. Vor allem in Bodennähe sinken die Temperaturen. SRF Meteo

Die Hochdruckphase muss mehrere Tage angedauert haben. Denn das überholte Navigationssystem der heiligen drei Könige war auf klaren Himmel angewiesen. Der Stern von Bethlehem konnte den drei Herren den Weg nur weisen, solange keine Wolken den Himmel bedeckten. Bekanntermassen dauerte ihre Reise mehrere Tage an, bevor sie am 6. Januar das Christkind in der Krippe vorfanden.

Ein Sternenhimmel hoch über Zermatt und dem Matterhorn. Abertausende kleine Punke leuchten.
Legende: Ob der Stern von Bethlehem auch über dem Zermatter Himmel zu sehen war? Peter Wehrli

Weisse Weihnachten?

Ob das Christkind tatsächlich im Winter auf die Welt gekommen sei, bleibt umstritten. Einen Hinweis gegen eine Dezembergeburt liefert das Wetter, respektive das Klima der Region. Die Wintermonate gelten am östlichen Mittelmeer als kühle und nasse Monate, ab und zu fällt sogar Schnee. Am Mount Hermon im Norden Israels laden gar neun Skilifte zum Wintersportvergnügen. Allerdings, weisse Weihnachten wäre für Maria und Joseph wohl ein Graus gewesen.