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Der Weihnachtstern Jupiter und Saturn auf Schmusekurs

Am kommenden Montagabend befinden sich die beiden grossen Planeten Jupiter und Saturn nur 6 Bogenminuten auseinander, und erscheinen praktisch als ein Stern. Eine ähnliche Konstellation des «Weihnachtssterns» gab es im Jahre 7 vor Christus. Schon gestern Abend gab es ein kleines «amuse bouche».

Schon das ganze Jahr ist der Planet Saturn am Himmel auf einem scheinbaren Verfolgungskurs des Planeten Jupiter. Tatsächlich findet dieser Verfolgungskurs nur optisch von der Erde aus statt. In der Realität ist Jupiter schneller unterwegs als Saturn. Jupiter braucht für eine Umrundung der Sonne knapp 12 Jahre und Saturn knapp 30 Jahre. Mitte Juni betrug der Abstand der beiden Planeten noch 6 Grad. Seither ist der Abstand immer kleiner geworden. Am Abend des 21. Dezember werden die beiden Planeten fast eins. Ihr Abstand beträgt dann nur noch 6,1 Bogenminuten (1 Grad hat 60 Bogenminuten). Dies ist der kleinste optische Abstand zwischen den beiden Planeten seit dem 16. Juli 1623. Nach dem 21. Dezember «überholt» Saturn Jupiter rein optisch. Eine sogenannte Konjunktion der beiden Planeten gibt es alle 20 Jahre. In knapp 60 Jahren werden sich die beiden Planeten noch enger begegnen. Am 15. März 2080 ist der Abstand noch um 5 Bogensekunden kleiner.

Erstes optisches Highlight

Schon am frühen Montagabend bot sich für Astronomen am südwestlichen Himmel ein spektakuläres Bild, zumindest in Teilen des Mittellandes und in den Alpen, wo es fast wolkenlos war. Einerseits war die schmale Mondsichel zu sehen und anderseits mit etwa einer Handbreite Abstand, auf gleicher Höhe über dem Horizont, die beiden Planeten. Der grössere Jupiter stand dabei etwas tiefer als Saturn. Am kommenden Montag erleben wir ein ähnliches Bild, dabei stehen die beiden Planeten aber viel näher beieinander. Die Mondsichel wird dagegen viel weiter entfernt sein. Einschränkende Rahmenbedingung: Die beiden Planeten werden zu jenem Zeitpunkt nur noch knapp über dem südwestlichen Horizont stehen. Wer auch am Montagabend dabei sein will, sollte sich einen Standort auf einem Hügel aussuchen mit freiem Blick nach Südwesten.

Der Weihnachtsstern

Eine ähnliche Konjunktion wie in diesen Tagen soll es gemäss den Astronomen auch im Jahr 7 vor Christus gegeben haben. Allerdings erleben wir in diesem Jahr nur eine einfache Konjunktion. Vereinfacht gesagt, Saturn überholt Jupiter und verschwindet Ende Jahr in der Abenddämmerung. Stehen die Planeten hoch am Himmel nahe beieinander, so kann es zu einer dreifachen Konjunktion kommen. Jupiter pendelt dann um den Saturn. Diese Konstellation war im Jahre 7 vor Christus gegeben.

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