Der diesjährige März war im Norden teils deutlich zu trocken. In Schaffhausen fielen nur rund ein Drittel des ‘normalen’ März-Niederschlags, bezogen auf die Normperiode 1991 – 2020.
Nass im Süden – aber fast alles aufs Mal
Anders im Tessin: Hier war der März stellenweise deutlich nasser als normal. So beispielsweise in Locarno-Monti mit der eineinhalbfachen Menge des langjährigen März-Niederschlags.
Den grössten Anteil dieses Niederschlag-Überschusses gab es indes in sehr konzentrierter Form an zwei Tagen: 15. und 16. März. Damals kamen in Locarno-Monti insgesamt 115 mm Niederschlag zusammen, was allein schon 121% der März-Niederschlags-Norm an dieser Station entspricht. Und da es an den vier vorherigen Tagen auch nicht ganz trocken geblieben war, wurden in der ersten 16 Tagen des März insgesamt 122 mm Niedereschlag registriert. Dies entspricht 128% der über 30 Jahre gemittelten März-Niederschlagsmenge an dieser Station.
In den nachfolgenden restlichen 15 Märztagen wurde der inzwischen angesammelte Monats-Überschuss nochmals um 26% erhöht, und zwar an vier Tagen mit insgesamt rund 10 mm. Das war aber nur noch sehr wenig an Nass, und so begann sich die Waldbrandgefahr im Tessin auszubreiten und zu verschärfen. Denn im April blieb es in hier gänzlich trocken – bis gestern.
Die Natur freut’s: Es gibt weiteres Nass
Im Norden ging es nach dem teils deutlich zu trockenen März auch im April mit der Trockenheit weiter. An der Station Schaffhausen wurde zwar immer mal wieder etwas Regen registriert – allerdings in sehr homöopathischen Dosierungen. So kamen an dieser Station in den ersten 13 Apriltagen lediglich 8.6 mm zusammen, das sind knapp 13% der normalen April-Menge von 86 mm.
Beidseits der Alpen ist Regen der nächsten Tage daher willkommen. Zwischendurch reicht es aber immer wieder für trockene und sonnigere Phasen: Auch wir Menschen kommen auf unsere Kosten.