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Fallböen Wenn ein Gewitter mehr Wind als Regen bringt

Kennen Sie es, wenn ein nahes Gewitter bei Ihnen nur Wind aber kein Regen bringt? Hier kommt die Erklärung.

Damit dies geschieht, braucht es neben einem Gewitter noch eine weitere Voraussetzung.

Weite Landschaft mit grossen, dramatischen Wolken am Himmel.
Legende: Riesige Gewitterwolken bringen nicht nur Starkregen und Hagel, sondern auch stürmischen Wind. Philippe Gyarmati

Und zwar eine trockene Luftschicht unter der Wolke. Wenn nun aus einem Gewitter wie im Bild oben Regen in diese trockene Luft fällt, verdunstet ein Teil des Regenwassers. Dabei wird der Umgebungsluft Wärme entzogen. Als Folge wird es unter der Gewitterwolke kälter.

Luftaufnahme von einem Gewitter mit Regen über einem See, umgeben von Bergen und einer Stadt.
Legende: Fallwind eines Gewitters breitet sich über dem Thunersee aus, erkennbar an der rauen Seeoberfläche. Philippe Gyarmati

Weil kalte Luft dichter ist als warme, sinkt sie als stürmischer Fallwind in Richtung Boden. Dort geschieht dann etwas Entscheidendes.

Die Luft kann nicht im Boden versinken. Sie fliesst schlagartig auseinander und der Wind breitet sich rund um das Gewitter aus. Das kann man sich so vorstellen, wie ein Wasserstrahl aus einem Schlauch, der auf den Boden trifft.

Der Wind kann sogar Regen mitreissen. So wird der Wind wie im Video sehr gut sichtbar. Nun kann dieser Wind der Oberfläche entlang weiterfliessen und auch mehrere Kilometer entfernt vom Gewitter stürmische Böen bringen. Genau dies ist an diesem Wochenende möglich. Und somit ein gratis Tipp: Sonnenstoren am Samstagnachmittag vorsichtshalber einziehen.

Meteo, 24.07.26, 12:50 Uhr

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