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Frostschutz Wie Eis vor Frost schützt

In der Nacht auf Samstag droht verbreitet Frost. Weil der Frühling in diesem Jahr ungewöhnlich früh eingesetzt hat, ist die Vegetation bereits weit fortgeschritten und entsprechend empfindlich. Gezieltes Beregnen kann helfen, Schäden zu verhindern.

Besonders gefährdet sind blühende Obstbäume. Schon wenige Minusgrade können die empfindlichen Blüten zerstören und damit die Ernte gefährden. Viele Obstbetriebe schützen ihre Pflanzen darum durch Beregnung.

Warum Eis wärmt

Der Effekt dahinter ist physikalisch einfach erklärt: Wasser setzt beim Gefrieren Wärme frei. Diese sogenannte Gefrierwärme hält die Temperatur an den Blüten stabil bei etwa null Grad. Um die Blüten bildet sich eine Eisschicht.

Nahaufnahme von mit Eis bedeckten Pflanzenknospen.
Legende: Die eisumhüllten Knospen sehen zwar frostig aus, im Inneren bleibt die Temperatur aber bei etwa null Grad. Dominique Mantese

So funktioniert es

Die Beregnung beginnt bereits bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Feine Sprinkler verteilen kontinuierlich Wasser auf Blüten und junge Triebe.

Blühende Obstbäume mit Eis bedeckt vor Bergkulisse.
Legende: Besonders bei Obstbauern ist die Frostschutzberegnung regelmässig im Einsatz. Orlando Mugwyler

Sinkt die Temperatur, gefriert das Wasser schrittweise und gibt dabei ständig Wärme ab. Die Beregnung darf dabei nicht unterbrochen werden, sonst kühlt die Eisschicht rasch aus und die Blüten können erfrieren.

Bei perfekten Bedingungen schützt die Beregnung die Pflanzen bis etwa minus 9 Grad. Voraussetzung ist, dass es wenig Wind und eine hohe Luftfeuchtigkeit hat, da sonst durch die Verdunstung zu viel Wärme entzogen wird.

Meteo Abendsendung, 27.3.26, 19:55

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