Der Mai 2026 hat mit sommerlichem und trockenem Wetter gestartet. Perfekt für den Sprung in den See oder das Sonnen im Liegestuhl. Doch die vielen heissen Tage brachten kaum Regen.
Trockene Phasen im Sommer kennt die Schweiz. Aber für den Mai ist die momentane Situation ungewöhnlich. Besonders die Ostschweiz, Zentralschweiz und Graubünden bekamen im Mai wenig Niederschlag. Am angespanntesten ist die Situation im Rheintal: Dort gilt gemäss Bund die höchste Trockenheitsstufe – ein Zustand, der nur alle 20 bis 30 Jahre vorkommt.
Die obige Grafik zeigt: Überall in der Schweiz gab es im Mai weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel - ausser in Genf. In den rot markierten Gebieten fiel sogar weniger als die Hälfte des üblichen Niederschlags. Konkret bedeutet das: Viele Regionen sind nun deutlich zu trocken.
- In Chur fallen im Mai in der Norm 70 mm, jetzt waren es nur 24 mm.
- In Visp sieht es ähnlich aus: Statt 57 mm gab es nur 24 mm.
- Oder in Luzern, wo es nicht 149 mm regnete, sondern nur 52 mm.
Wie viel braucht es, damit sich die Lage entspannt?
Nach einem trockenen April fielen im Mai vielerorts 50 bis 80 mm weniger als üblich. Der Wetterwechsel nächste Woche klingt zwar nach Entspannung - wie viel Niederschlag zusammen kommt, ist noch ungewiss.
Fazit: Nächste Woche kann sich der Wasserstand lokal wieder etwas auffüllen. Um den grossen Rückstand aufzuholen, reicht das aber noch lange nicht.