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Unwetterwoche
Aus Die Wetterwoche vom 31.01.2021.
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Januar 2021 Rekordniederschlag im Osten

Östlich von Aarau gab es an vielen Messstationen soviel Niederschlag wie noch nie in einem Januar. In Aarau, Glarus, Wädenswil und zahlreichen weiteren Messstationen gab es neue Höchstwerte seit Messbeginn. An vielen weiteren Stationen war es der zweit- oder drittnasseste Januar.

Im Januar 2021 gab es immer wieder kräftige Niederschläge und bei tiefen Temperaturen zum Teil auch grosse Schneemengen. Vor allem vom 12 bis 17. Januar und dann wieder vom 25. bis am 30. Januar gab es grosse Niederschlagsmengen, vor allem im Osten der Schweiz.

Die Thur führte auch am Samstagmorgen noch Hochwasser.
Legende: Hochwasser Thur Die Thur führte auch am Samstagmorgen noch Hochwasser. Heinz Kramer

Zahlreiche Stationen mit Monatsrekorden

Zwischen Aarau und dem Norden des Kantons Graubünden verzeichneten mehrere Stationen neue Januarhöchstwerte. Dazu gehörten nebst der Station Buchs/Aarau, auch Wädenswil am Zürichsee, mehrere Stationen in der Linthebene, der Regenmesser in der Gemeinde Glarus oder auch die Stationen in Rothenbrunnen und Vals im Kanton Graubünden.

Die Wassermassen des Rheins finden nur noch knapp unter der Brücke in Rehinfelden Platz.
Legende: Hochrhein Am 29. Januar erreichte der Hochrhein bei Rheinfelden die Gefahrenstufe 3. Brigit Baumann

Mehr als 600 Millimeter auf dem Säntis

Der Monatshöchstwert wurde auf dem Säntis mit 656 Millimeter Niederschlag verzeichnet. Dieser Wert ist allerdings mit einiger Vorsicht zu geniessen, steht doch das Messgerät auf dem Gipfel. Bei Böen bis 140 Kilometer pro Stunde gibt es immer wieder Schneedrift-Effekte, die auf dem Säntis zu einer Überschätzung des Niederschlages führen dürften. Das Gleiche gilt auch für den neuen Rekord auf dem Napf.

In Zürich Platz 3

Auch auf Stationen mit sehr langen Messreihen gehört der Januar 2021 zu den nassesten. In Zürich liegt er nach 1910 und 2004 auf Platz 3. Ebenfalls Platz 3 war es in St. Gallen nach 1982 und 1914, und in Chur war es Platz 2 nach 2018. An vielen Gebirgsstationen gab es im Januar 1968 noch mehr Schnee. Damals gab es vom 24. bis 27. Januar eine ähnliche Wetterkonstellation, wie in der vergangenen Woche. Auch damals gab es eine sehr grosse Lawinengefahr und in Braunwald wurden über 3 Tage 202 Zentimeter Neuschnee gemessen.

Im Wallis nicht auf Platz 1

In den letzten Tagen machte vor allem die sehr grosse Lawinengefahr im Wallis und der Felssturz in Raron Schlagzeilen. In diesen Gegenden lag der Januar aber nur auf Platz 3 bis 5. Vor allem im Januar 2018 gab es noch deutlich mehr Schnee.

Eine Gruppe von Holzhäusern mit riesigen Schneemengen auf den Dächern.
Legende: Reckingen/VS Im Goms lagen zeitweise 2 Meter Schnee. Cornelia Guntern

Nicht überall zu nass

In der Romandie war der Januar stellenweise sogar minim zu trocken. In der Deutschschweiz gab es aber verbreitet doppelt bis dreimal soviel Niederschlag wie in einem Durchschnitts-Januar. Am grössten war der Niederschlagsüberschuss in Zermatt und Thusis. Dort wurden 340 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge gemessen.

Weiterhin unbeständig

Auch in den kommenden Tagen ist kein Hoch in Sicht. Es muss mit weiteren Niederschlägen gerechnet werden, allerdings steigt die Schneefallgrenze zur Wochenmitte auf deutlich über 1500 Meter. Immerhin werden nach den aktuellen Prognoseunterlagen die Niederschlagsmengen bedeutend bescheidener sein.

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