Am Mittwoch, 18. März, dauert es von Sonnenaufgang bis -untergang wieder mehr als zwölf Stunden. Die Tage sind also bereits vor der Tag-und-Nacht-Gleiche (20. März) länger als die Nächte. Der scheinbare Widerspruch haben wir unter anderem unserer Atmosphäre zu verdanken.
Bei Tag-und-Nacht-Gleiche scheint die Sonne gleichermassen auf die Nord- wie auf die Südhalbkugel (s. Grafik oben). Dass die Sonne bei uns fortan länger zu Gast ist, geht also auf Kosten der Südhalbkugel. Neuseeland und Argentinien steuern allmählich auf den dunkleren Winter zu.
Weltweit!
Dennoch sind die Tage rund um die Tag-und-Nacht-Gleiche weltweit länger als zwölf Stunden. Am Beispiel von Zürich sehen wir, dass es bereits am 18. und 19. März mehr als zwölf Stunden Sonnenlicht gibt.
Umgekehrt folgen auf der Südhalbkugel auch ein paar Tage nach dem 20. März, die mehr als zwölf Stunden Sonnenschein bieten.
Woran liegt das?
Was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, hat zwei Gründe. Einerseits wird das Sonnenlicht von unserer Atmosphäre zur Erde hin abgelenkt. Auch wenn die Sonne eigentlich leicht unter dem Horizont steht, erreichen uns Sonnenstrahlen.
Andererseits bezieht sich die Berechnung der Tag-und-Nacht-Gleiche auf den Mittelpunkt der Sonne. Doch die Sonne ist eine Kugel und kein winziger Punkt. Bereits bevor der Sonnenmittelpunkt über dem Horizont steht, schickt die obere Hälfte der Sonne Licht zu uns. Ebenso schickt sie uns auch nach Untergang des Mittelpunkts noch Sonnenstrahlen.