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So entsteht der Talwind
Aus me_meteo vom 18.05.2020.
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Lokale Windsysteme Berg- und Talwinde

Windige Alpentäler

Im Frühling und im Sommer ist es in den Bergen nur selten windstill. An sonnigen Tagen bilden sich in den Alpentälern oftmals starke lokale Windsysteme aus. Während der Wind Nachmittags jeweils vom Tal her weht, strömt in der Nacht und am Morgen kühle Luft aus den Bergen ins Tal. Ausgelöst werden diese Winde bei kräftiger Sonneneinstrahlung.

Quellwolken über dem Sonnenhang in Haslen
Legende: Bei feuchter Luft bilden sich entlang von sonnenbeschienenen Hängen oftmals Quellwolken. Grund dafür ist die warme, aufsteigende Luft. Petra Egger

Tagesgang der Winde

Die Sonne erwärmt die Luft in den Bergen besonders stark. Einige Hänge werden bereits am Morgen erwärmt. Da warme Luft leichter ist als kalte, steigt sie an den Sonnenhängen auf und eine Hangzirkulation entsteht. Im Laufe des Tages erwärmt sich die Luft über den Alpentälern immer mehr. Dadurch sinkt der Druck. Als Ausgleich wird aus dem Flachland Luft «angesogen» und der Talwind entsteht.

Gleitschirme in Zermatt
Legende: Hangaufwinde sind bei Gleitschirmfliegern beliebt. Nur dank ihnen sind längere Flugdistanzen überhaupt möglich. Luciano Moraschinelli

Am Abend, wenn die Sonneneinstrahlung nachlässt, kühlt es in den Bergen rasch ab und das Windsystem kehrt sich um. In der Nacht und am Morgen früh fliesst die kalte, schwere Luft aus den Bergen wieder ins Tal herunter. Diesen Wind nennt man Bergwind.

Das Lauterbrunnental im Sonnenschein, über den Bergen Quellwolken.
Legende: Während sich über den Bergen oft Quellwolken bilden, ist es in Tälern tagsüber bei Hochdruckwetter meist wolkenlos. Sylvia Michel

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