Zum Inhalt springen

Header

Audio
«Am wärmsten ist es auf 1000 m ü.M.»
Aus Wetterfrage vom 07.11.2020.
abspielen. Laufzeit 03:37 Minuten.
Inhalt

Maskierte Kaltfront Trotz Kaltfront wird es wärmer

Klingt komisch, ist aber so: Eine Kaltfront vertreibt am Sonntag die kalte Luft aus dem Flachland und sorgt für eine Erwärmung. Dieses Phänomen heisst «Maskierte Kaltfront».

Höhere Temperaturen im Flachland

Normalerweise ist es eine Warmfront, die für Erwärmung sorgt. Am Sonntag ist es aber eine Kaltfront, die die kalte Nebelluft im Mittelland vertreibt. Am Samstag war es in der Höhe deutlich milder als im Flachland unter der Nebeldecke. Beispielsweise in La Chaux-de-Fonds/NE auf rund 1000 m erreichten die Temperaturen am Nachmittag 18 Grad, in Neuenburg (rund 500 m) unter dem Nebel nur gerade 7 Grad. Auf Sonntag sinken die Temperaturen in der Höhe und im Flachland wird es wieder milder. Dieses Phänomen heisst «maskierte Kaltfront».

Tabelle die Temperaturhöchstwerte am Wochenende zeigt
Legende: Im Flachland wird es auf Sonntag milder, während es in der Höhe abkühlt. SRF Meteo

Maskierte Kaltfront

Maskierte Kaltfronten kommen vor, wenn sich am Boden eine Kaltluftschicht gebildet hat und es in der Höhe wärmer ist. Dies ist häufig in der kalten Jahreszeit der Fall, beispielsweise bei einer Nebellage, so wie dies im Moment der Fall ist. Diese bodennahe Luftschicht ist dann kälter als die Luft, die mit der Kaltfront kommt. Die Kaltfront sorgt für Turbulenz und räumt somit die Kaltluftschicht am Boden vollständig aus. Als Folge davon wird es im Mittelland milder und in der Höhe kühler.

Video
Eine Kaltfront räumt die kalte Luft im Mittelland aus.
Aus me_meteo vom 07.11.2020.
abspielen

Am Sonntag wirkt jedoch nicht primär nur die Turbulenz der Kaltfront für den Temperaturwechsel, sondern insbesondere die bessere Nebelauflösung. Die Luft im Mittelland kann sich somit deutlich mehr erwärmen.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen