Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Monatsrückblick Juni 2026 Zwischen Kaltstart und Rekordhitze

Der Juni 2026 war zweigeteilt: Nach einem normalen, teils kühlen Beginn mit Schnee in den Alpen brachte eine Hitzewelle Rekorde.

In den ersten zwölf Junitagen gab es keine Spur von Hochsommer.

Schafe ruhen auf schneebedeckter Wiese.
Legende: Die Bauernregel der «Schafskälte» hielt was sie verspricht. Die Temperaturen sanken und die Schafe waren froh um ihre Wolle. Lukas Wyss

Am 10. Juni lagen die Höchstwerte in Bern bei 15 Grad, in Luzern bei 13 Grad. Es gab sogar noch einmal Neuschnee in den Bergen: am Säntis 11 Zentimeter, am Weissfluhjoch/GR 9 Zentimeter. Das ist zu dieser Jahreszeit jedoch nichts Aussergewöhnliches.

Wetterumschwung

Am 13. Juni schlug das Wetter um und es wurde schlagartig wärmer.

Diagramm der Höchsttemperaturen in Luzern im Junis 2026.
Legende: Am Beispiel der Messstation Luzern sind je eine kühlere und eine heisse Hälfte des Junis 2026 erkennbar. SRF Meteo

Ab dem 17. Juni folgte Hitzetag um Hitzetag, vielerorts bis Monatsende.

Historische Hitzewelle

Die Hitzewelle in der zweiten Junihälfte stellte vor allem im Norden der Schweiz mehrere neue Rekorde auf. Allen voran Basel mit 39.0 Grad – ein Allzeitrekord für die Deutschschweiz. An manchen Messstationen war die Hitzewelle im Juni stärker als jede bisher gemessene – sogar stärker als die Hitzewelle im August des Jahrhundertsommers 2003.

Überdurchschnittlicher Juni

Die markante Hitzewelle sorgte für einen deutlich zu warmen Juni. Das Monatsmittel lag an vielen Stationen 3 bis 4 Grad über dem Durchschnitt. Dabei knackten ein paar Stationen die 4-Grad-Marke:

  • Rünenberg/BL: 4.4 Grad über dem Mittel
  • La Dôle/VD, Fahy/JU, Chaumont/NE: 4.3 Grad über dem Mittel
  • Lägern/ZH, Basel-Binningen: 4.2 Grad über dem Mittel
  • Napf/BE, Neuenburg: 4.1 Grad über dem Mittel
Karte der Schweiz mit markierten Städten und Temperaturabweichungen im Juni 2026.
Legende: Abweichung der Monatsmitteltemperatur zum langjährigen Mittel (1991-2020). SRFMeteo

Auf der Alpensüdseite lagen das Monatsmittel rund 2 bis 3 Grad über der Norm.

Hitzewelle hin oder her – 2003 bleibt ungeschlagen

Trotz der extremen Hitzewelle Ende Juni 2026 lagen die Monatsmitteltemperaturen im Juni 2003 an allen Messtationen höher.

Tabelle mit Temperaturen neben einem Weizenfeld unter blauem Himmel.
Legende: Der Juni 2026 war an den meisten Stationen der zweit- oder drittwärmste Juni. SRF Meteo

Zusammengefasst war der Juni 2003 also im Schnitt heisser, der Juni 2026 überbot ihn aber in den Spitzenwerten.

Meteo, 30.6.26, 12:50 Uhr

Meistgelesene Artikel