In den ersten zwölf Junitagen gab es keine Spur von Hochsommer.
Am 10. Juni lagen die Höchstwerte in Bern bei 15 Grad, in Luzern bei 13 Grad. Es gab sogar noch einmal Neuschnee in den Bergen: am Säntis 11 Zentimeter, am Weissfluhjoch/GR 9 Zentimeter. Das ist zu dieser Jahreszeit jedoch nichts Aussergewöhnliches.
Wetterumschwung
Am 13. Juni schlug das Wetter um und es wurde schlagartig wärmer.
Ab dem 17. Juni folgte Hitzetag um Hitzetag, vielerorts bis Monatsende.
Historische Hitzewelle
Die Hitzewelle in der zweiten Junihälfte stellte vor allem im Norden der Schweiz mehrere neue Rekorde auf. Allen voran Basel mit 39.0 Grad – ein Allzeitrekord für die Deutschschweiz. An manchen Messstationen war die Hitzewelle im Juni stärker als jede bisher gemessene – sogar stärker als die Hitzewelle im August des Jahrhundertsommers 2003.
Überdurchschnittlicher Juni
Die markante Hitzewelle sorgte für einen deutlich zu warmen Juni. Das Monatsmittel lag an vielen Stationen 3 bis 4 Grad über dem Durchschnitt. Dabei knackten ein paar Stationen die 4-Grad-Marke:
- Rünenberg/BL: 4.4 Grad über dem Mittel
- La Dôle/VD, Fahy/JU, Chaumont/NE: 4.3 Grad über dem Mittel
- Lägern/ZH, Basel-Binningen: 4.2 Grad über dem Mittel
- Napf/BE, Neuenburg: 4.1 Grad über dem Mittel
Auf der Alpensüdseite lagen das Monatsmittel rund 2 bis 3 Grad über der Norm.
Hitzewelle hin oder her – 2003 bleibt ungeschlagen
Trotz der extremen Hitzewelle Ende Juni 2026 lagen die Monatsmitteltemperaturen im Juni 2003 an allen Messtationen höher.
Zusammengefasst war der Juni 2003 also im Schnitt heisser, der Juni 2026 überbot ihn aber in den Spitzenwerten.