Zum Inhalt springen

Header

Audio
Meteostory von 09:40 Uhr
Aus Meteostory vom 09.12.2020.
abspielen. Laufzeit 02:40 Minuten.
Inhalt

Nach Rekordschnee Wintermärchen Südbünden

In den Bündner Südtälern und im Engadin schneite es seit Freitag immer wieder. Stellenweise gab es Rekordschneemengen, zumindest für den Monat Dezember. Von Sils-Maria bis nach Zernez liegt fast durchgehend eine ein Meter dicke Schneeschicht, und auch am Ofenpass hat es mehr als einen Meter Schnee.

Hell erleuchtetes Müstair in dunkler Nacht und weissem Winterkleid.
Legende: Müstair Wie aus einer anderen Welt: Verschneites Müstair. Lucas Pitsch

Mit einer Süd- bis Südostströmung gab es von Freitag bis Mittwoch immer wieder grössere Schneemengen, vor allem im Tessin und in den südlichen Teilen des Kantons Graubünden, stellenweise auch in der Zentralschweiz und im östlichen Berner Oberland.

Verschneites Traumpaar: Schneeskulptur in Sils-Maria im Oberengadin.
Legende: Sils Maria, Engadin Verschneites Traumpaar: Schneeskulptur in Sils-Maria im Oberengadin. Karin Mellini

48-Stundensummen auf Rekordhöhe

In Sils-Maria, im Oberengadin, gab es am Freitag und Samstag zusammen 80 Zentimeter Neuschnee, so viel gab es zuvor im Dezember noch nie. Schon auf Platz 2 folgt die Summe 48-Stundensumme für Samstag und Sonntag mit 77 Zentimeter. Bis jetzt lag ein Schneefallereignis im Dezember 2008 an der Spitze mit einem Wert von 71 Zentimetern. In Samedan wurden am Montagmorgen 81 und am Sonntagmorgen 75 Zentimeter als 48-Stundensummen angegeben. Dies entspricht den Rängen der 1 und 3 der Dezember-Schneerekorde. Bis jetzt galten 78 Zentimeter als alter Dezemberrekord, gemessen im Dezember 1991. Die 81 Zentimeter in Samedan bedeuten nicht nur einen Dezemberrekord, sondern stellen sogar einen absoluten 48-Stundenrekord an diesem Ort dar. Noch nie wurde in Samedan seit Messbeginn eine so hohe 2-Tagessumme verzeichnet.

An der Messstelle in Sta. Maria im Münstertal bedeuteten 48 Stundensummen von 74 bzw. 62 Zentimetern am Sonntag- und am Montagmorgen Platz 2 und 3 auf der Liste der Dezemberschneerekorde. Nur im Dezember 1979 gab es innerhalb von 48 Stunden noch mehr Schnee im Münstertal. Am Dienstagmorgen war die Gesamtschneehöhe in Sta. Maria auf 85 Zentimeter angewachsen. Mehr Schnee gab es an diesem Ort im Dezember nur im Jahr 1979 als noch 1 Zentimeter mehr lag.

Mit dem vielen Schnee wird auch die finsterste Nacht ganz hell.
Legende: Müstair Am Sonntagabend lagen 85 Zentimeter in Müstair, aber das war kein offizieller Wert Daniel Schgör

Verbreitet mehr als 1 Meter Schnee

Im Engadin lagen am Mittwochmorgen mehr oder weniger durchgängig von Sils-Maria bis Zernez 1 Meter Schnee oder mehr. Auch am Ofenpass bei der Messstation Buffalora betrug die Gesamtschneehöhe am Mittwoch mehr als einen Meter. Im Münstertal waren es am Mittwochmorgen noch 75 Zentimeter in Sta. Maria und 70 Zentimeter in Müstair.

Tiefverschneiter Hoteleingang im Dorfkern von Müstair
Legende: Münstertal Das Münstertal versinkt förmlich im Schnee und das nun schon seit dem Wochenende. Lucas Pitsch

Lawinengefahr Stufe 3

Gemäss Angaben des Schnee- und Lawinenforschungsinstitutes (SLF) besteht nach den intensiven Schneefällen im ganzen Kanton Graubünden erhebliche Lawinengefahr, also Stufe 3. Auch am Mittwoch fällt nochmals etwas Schnee, dann macht Frau Holle vorerst eine Pause.

Tiefverschneite Landschaft in Zernez.
Legende: Zernez Schon am Samstag herrschte in Zernez ein Wintermärchen. Ursula Kocher

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen