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Meteostory von 09:40 Uhr
Aus Meteostory vom 07.12.2020.
abspielen. Laufzeit 02:43 Minuten.
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Schnee ohne Ende Seit Freitag mehr als 1 Meter Schnee

Seit Freitagmorgen schneit es im Tessin und in den südlichen Teilen des Kantons Graubünden fast ohne Unterbruch, und es besteht zum Teil grosse Lawinengefahr. In Airolo, am Gotthard-Südportal, liegen schon 105 Zentimeter Schnee. Bis am Montag in der Früh schneit es zum Teil noch kräftig weiter.

Übersichtsbild über das verschneite Bergell.
Legende: Val Bregaglia/GR Der Winter und der Schnee sind auch im Bergell angekommen. Matthias Jochner

In weiten Teilen des Tessins, in Südbünden und im Engadin schneit es seit dem frühen Freitagmorgen zum Teil fast ohne Unterbruch, und auch am Sonntag ging der Schneefall weiter. Im Südtessin und am Lago Maggiore ging der Schneefall am Sonntag, ähnlich wie am Freitagnachmittag, allerdings wieder in Regen über. In Airolo wurden am Sonntagmorgen nochmals 53 Zentimeter Neuschnee gemessen, und die Gesamtschneehöhe wuchs auf 105 Zentimeter an. Im Laufe des Sonntags kamen nochmals knapp 30 Millimeter Niederschlag dazu, was etwa 30 Zentimeter Neuschnee entspricht.

Schon am Freitag war die Seepromenade in Ascona weiss.
Legende: Ascona Schon am Freitag war die Seepromenade in Ascona weiss. Marina Ziegler

72 Zentimeter in Guttannen

Von Samstag auf Sonntag gab es aber nicht nur im Süden viel Schnee, sondern auch in den angrenzenden Gebieten im Norden, namentlich im Urserental, im Urner Reusstal, im Goms, im Haslital und bis ins Engelbergertal. So wurde am Sonntagmorgen die grösste Neuschneehöhe in Guttannen im Haslital mit 72 Zentimetern gemessen, auch in Engelberg lag mit 56 Zentimetern sehr viel Neuschnee.

Berghütte mit viel Schnee auf dem Dach.
Legende: Engelberg In Engelberg lagen schon am Sonntagmorgen 74 Zentimeter Schnee, und da kam am Sonntag noch etwas dazu. Markus Appelt

Am Sonntag ging es weiter

Grosse Neuschneemengen lagen am Sonntagmorgen aber auch in Göschenen mit 57 Zentimetern, in Andermatt und in Fiesch mit je 53 Zentimetern. Etwas aussen vor war in diesem Fall der Kanton Graubünden mit 44 Zentimetern in San Bernardino, 42 Zentimetern in Disentis und 40 Zentimetern in Scuol. Allerdings schneite es im Laufe des Sonntags vor allem im Misox, im Bergell und im Oberengadin kräftig weiter. Kräftige Niederschläge gab es aber im Laufe des Sonntags auch im Prättigau und im St. Galler Rheintal.

Der Beobachter misst manuell am Sonntagmorgen die Schneehöhe in Guttannen.
Legende: Guttannen 72 Zentimeter in Guttannnen im Haslital. Ein Bild von der offiziellen Schneemessung am Sonntagmorgen. Daniel Bürki

Grosse Lawinengefahr und noch mehr Schnee

Nach den intensiven Schneefällen und dem stürmischen Wind am Freitag und Samstag besteht teilweise grosse Lawinengefahr, also Stufe 4 auf der fünfteiligen Gefahrenskala. Betroffen sind das ganze Nordtessin inklusive Centovalli, die Bündner Südtäler und das Oberengadin. Vom südlichen Wallis über das östliche Berner Oberland bis hin zum Alpstein und in den übrigen Gebieten Graubündens gilt die Gefahrenstufe 3, also erheblich.

Zug der Arosabahn. Der Steuerwagen schiebt viel Schnee vor sich her.
Legende: Bahnhof Lüen-Castiel Da fuhr die Arosabahn noch. Im Laufe des Nachmittages kam es zu einem Streckenunterbruch. Adrian Wyss

Auch am Montag

Die Lawinengefahr bleibt am Montag weitgehend unverändert, da in weiten Teilen des Tessins, in ganz Graubünden, zum Teil aber auch in der Zentral- und Ostschweiz bis am Montagvormittag immer noch Schnee fällt. In diesen Gebieten muss nochmals mit 5 bis knapp 40 Zentimeter Neuschnee gerechnet werden.

Verschneite Tannen auf dem Chasseral mit Blick Richtung weisses Mittelland.
Legende: Chasseral Rund 30 Zentimeter Schnee liegt auf dem Chasseral, durch den Wind zum Teil stark verfrachtet. Jan Schlomach

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